Examenstutorium: Allgemeines zur Prüfung

» Zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2015 - 14:26 | Eingetragen: 19. Juni 2005 - 23:11.

Allgemeines zur Prüfung

1. Klausur:

Die Klausur ist vierstündig, es besteht die Möglichkeit der Wahl zwischen Quellen- und Essayklausur. Vom Oberschulamt werden Wörterbücher ausgeteilt (sog. Taschen-Heinichen, ein lat.-dt. Wörterbuch).

2. Mündliches Staatsexamen

Geprüft wird aufgeteilt in 2 x 30 Minuten, meist morgens und nachmittags stattfindend, manchmal aber auch beides nachmittags mit einer Stunde Pause dazwischen. Mittelalter und Antike werden zusammen geprüft, jeweils eine Viertelstunde (ca. 10 Minuten für das Hauptgebiet, 5 Minuten für das weitere Studiengebiet).
In Antike und Mittelalter bekommt man dann am Ende eine gemeinsame Note, auf die die beiden Prüfer sich einigen.
Die Reihenfolge der Themen (besonders wichtig das Einstiegsthema!) und der Bereiche kann man selbst bestimmen.

3. Mündliche Themen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man geeignete Themen fürs Mündliche finden kann:

  • Man orientiert sich an dem, was man im Studium an Seminaren und Vorlesungen gemacht hat
  • Man greift auf das zurück, was KommilitonInnen vor einem gemacht haben und fürs Examen empfehlen
  • Man geht nach dem eigenen Interesse vor und sucht sich Themen aus, die einen schon lange mal interessiert haben (kann den Spaß beim Lernen deutlich steigern!)
  • Man orientiert sich an einer Liste mit mündlichen Themen, die bisher schon von KandidatInnen gewählt und vom Prüfungsamt auch genehmigt wurden (diese Liste gibt's auf jeden Fall fürs Mittelalter; sie will aber nur Anhaltspunkte liefern; andere Themen sind nach Absprache mit den Professoren jederzeit möglich!)

4. Vorbereitung/Lernen

Beim Lernen fürs Mündliche sollte man das Verhältnis von Haupt- und Nebengebiet beachten!
Beim Lernen fürs Schriftliche sollte man nicht so lange lesen und lernen, bis man zum Bersten mit Wissen angefüllt ist - in nur 4 Stunden Klausur kann man gar nicht so viel von sich geben; es kommt nicht so sehr auf die Details an, sondern eher darauf, den Stoff zu überblicken, ihn genau nach einer Fragestellung strukturieren zu können und gut verständlich wiederzugeben! Dabei ist Relevantes von Irrelevantem zu trennen.
Man sollte daher besser schon von Anfang an nicht nur aufs Schriftliche lernen, sondern einen Teil der 'Arbeitswoche' ( z. B. 1 oder 2 Tage) bereits für mündliche Themen reservieren. Damit erspart man sich viel Streß nach dem Schriftlichen!
Generell gilt: Zuerst Überblicksdarstellung lesen, dann Aufsätze, aber nicht in Details verrennen. Lücken im Faktenwissen mit Handbuch- oder Lexikonartikel-Lesen auffüllen.

5. Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen zu bilden empfiehlt sich wirklich sehr, da man so nicht nur die 'Last' des Examensdrucks auf mehrere Schultern verteilt, sondern sich auch gut beim Arbeiten ergänzt. z. B. kann in einer Arbeitsgruppe von 3-4 Personen reihum jede(r) einmal die Vorlesungsmitschriebe für die anderen sauber und korrigiert abtippen. So hat man jeweils zwei Versionen einer Vorlesungssitzung, und "vier Ohren hören mehr als zwei". Regelmäßige Arbeitsgruppen-Treffs beflügeln außerdem sehr die persönliche Motivation. Beim Lernen aufs Mündliche kann man in der Arbeitsgruppe mündliche Prüfungen 'simulieren' oder sich einfach gegenseitig abfragen.

6. Organisation und Zeitmanagement

Ein Zeitplan eignet sich gut, um sich zu organisieren, sich bei den einzelnen Themen nicht zu sehr in Details zu verbeißen und um sich mit gutem Gewissen einen richtigen 'Feierabend' oder ein freies Wochenende zu gönnen (natürlich je nach persönlichem Lernrhythmus).
Literatursichtung, Durchsprechen mit den Profs und evtl. Fernleihen sollte man unbedingt frühzeitig machen! Für die Zusammenstellung der Literatur, mit der man sich vorbereiten will, sollte man am besten mal ein oder zwei Tage Zeit einplanen.
Was den Lern-Stil angeht, kann man ruhig das weiterhin praktizieren, was sich im bisherigen Studium bereits bewährt hat. Nicht jeder muß mit Karteikarten lernen, manche möchten nur unterstreichen, andere exzerpieren.
Sinnvoll ist auch, einen Ort zum Lernen herauszufinden und beizubehalten, an dem man sich am besten konzentrieren kann.
Nach dem Schriftlichen sollte man sich eine echte Pause gönnen - wenigstens eine Woche oder 10 Tage!