Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2008/2009

» Last updated on 1. April 2009 - 9:48. | Originally submitted on 16. July 2008 - 15:50.

Vorlesungen | Einführungsveranstaltung | Repetitorium | Übungen | Proseminare | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Vorlesungen

PD Dr. Karl Ubl
Europa im Zeitalter der Karolinger (750–900)
2 st., Di 09:00–11:00
Beginn: 21.10.2008
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Bemerkungen: Ort: HS, Keplerstr. 2

Inhalt: Der einflussreiche Historiker Jacques Le Goff bezeichnete die karolingische Epoche jüngst als „ein fehlgeborenes Europa“. Diese provokante Formulierung stellt in Frage, was seit dem Beginn der europäischen Einigung durch die Geschichtspolitik propagiert wird: die Zurückführung der Europäischen Union auf den Ahnherrn Karl den Großen. Die Vorlesung soll zum einen die Bedeutung der karolingischen Epoche für die Geschichte Europas untersuchen und zum anderen die viel wichtigere Frage behandeln, in welcher Intensität der karolingische Staat Einfluss auf die Randregionen Europas ausgeübt hat. Neben dem Frankenreich wird sich die Veranstaltung also auch dem slawischen Osten, dem skandinavischen Norden, den angelsächsischen Reichen und der iberischen Halbinsel zuwenden. Ausblicke auf das Verhältnis der Karolinger zu Byzanz und zum islamischen Kalifat werden das Thema abrunden.

Literatur: Rudolf Schieffer, Die Karolinger (Stuttgart u.a. 42006); H.-W. Goetz, Europa im frühen Mittelalter 500–1050 (Handbuch der Geschichte Europas 2, 2003); Rudolf Schieffer, Die Zeit des karolingischen Großreichs (714–887) (Handbuch der Deutschen Geschichte 2, Stuttgart 2005)

Prof. Dr. Steffen Patzold
Die Salier
2 st., Mi 14:00–16:00
Beginn: 22.10.2008
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Bemerkungen: Ort: HS, Keplerstr. 2

Inhalt: Die Salier beherrschten das Reich fast genau ein Jahrhundert lang, von 1024 bis 1125. In dieser Zeit vollzogen sich dramatische Umbrüche: Die Organisation der Herrschaft im Reich wandelte sich tiefgreifend, die Bedeutung und die Struktur der Kirche, aber auch die Mentalität, die Wirtschaft und die soziale Ordnung veränderten sich. Diese Wandlungen und Umbrüche verdichteten sich in der langen Regierungszeit Heinrichs IV. (1056–1106). Die Vorlesung stellt diese Phase, die als ‚Investiturstreit‘ bezeichnet wird, in den Mittelpunkt: Schon den Mitlebenden erschienen das letzte Viertel des 11. Jahrhunderts und der Beginn des 12. Jahrhunderts als eine Zeit bedrohter Ordnung. Ziel der Vorlesung ist es, die politischen, sozialen, religiösen und wirtschaftlichen Umbrüche zu beschreiben, ihre Ursachen und ihr Zusammenwirken zu erklären und die Perspektive der Zeitgenossen auf diese Bedrohungen der tradierten Ordnung zu veranschaulichen.

Literatur: Boshof, Egon: Die Salier (Urban-Taschenbücher 387), 5., aktualis. Aufl., Stuttgart 2008; Hartmann, Wilfried: Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte 21), 3., überarb. u. erw. Aufl., München 2007; Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2006.

Prof. Dr. Ellen Widder
Europa um 1400 (1375–1450)
2 st., Do 11:00–13:00
Beginn: 23.10.2008
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Bemerkungen: Ort: HS, Keplerstr. 2

Inhalt: Die Zeit um und nach 1400 gilt als Fortsetzung der „Krise des 14. Jahrhunderts“. Es wird in dieser Vorlesung zu diskutieren sein, inwieweit diese Sicht modernen Ansprüchen genügt oder ob dem nicht eine differenziertere Betrachtungsweise vorzuziehen wäre. Erinnert sei nur daran, dass ein Großteil der Überlieferung noch unerschlossen in den Archiven ruht. Die Vorlesung will versuchen, einen strukturgeschichtlichen Überblick über die Zeit zu geben. Dabei sollen – neben der politischen Geschichte – Grundzüge und Wandlungen von Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche und Kultur im Mittelpunkt stehen.

Literatur: The New Cambridge Medieval History, Bd. 6: C. 1300-c. 1415, hg. v. Michael Jones, Cambridge 2000; The New Cambridge Medieval History, Bd. 7: C. 1415-c. 1500, hg. v. Christopher Allmand, Cambridge 1998.


Vorlesungen | Einführungsveranstaltung | Repetitorium | Übungen | Proseminare | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Einführungsveranstaltung (Übung im Sinne der ZPO)


Epochenübergreifende Einführung in das Studium der Geschichte
Lehrende aller Abteilungen des Historischen Seminars
2 st., Mi 09:00–11:00
Beginn:
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Bemerkungen: Ort: HS, Keplerstr. 2 Anmeldung online ab 22.09.08. Übung im Sinne der in der ZPO geforderten Veranstaltung aus dem Bereich Theorien/Historiographiegeschichte/Methodenlehre. Für BA-Studierende Teil des Grundmoduls I.

Inhalt: „Der Glaube an einen festen Kern historischer Fakten, die objektiv ... bestehen, ist ein lächerlicher, aber nur schwer zu beseitigender Trugschluss.“ (E. H. Carr) Diese Äußerung deutet an: Was Geschichte ist und womit sich die Geschichtswissenschaft befasst, kann kontrovers beantwortet werden. Die als Vortragsreihe verschiedener Lehrender aller Abteilungen des Historischen Seminars konzipierte Einführungsveranstaltung greift diese Fragen in einer Art Grundkurs auf: Welche Geschichtsbilder kursierten in den unterschiedlichen Epochen? Wann und warum entstand die Geschichtsschreibung? Welche Formen der Historiographie haben sich seit der Antike herausgebildet? Im Anschluß daran werden die wichtigsten Ansätze der modernen Geschichtswissenschaft vom Historismus bis zur Postmoderne vorgestellt. Die Veranstaltung mündet in die Frage nach dem öffentlichen Umgang mit der Historie in unserer Gegenwart. In der letzten Sitzung findet eine Klausur als schriftliche Leistung im Sinne der ZPO statt.

Literatur: Lesehausaufgaben zur Vor- und Nachbereitung der einzelnen Sitzungen werden auf der ILIAS-Plattform der UB-Tübingen als PDF-Dokumente bereitgestellt. Näheres wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

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Repetitorium

PD Dr. Karl Ubl
Frühmittelalter 500–1050
3 st., Mo 08:30–11:00
Ort: Raum 119A
Beginn: 13.10.2008
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Bemerkungen: Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Ereignisgeschichte des europäischen Frühmittelalters zu geben und in die Grundstrukturen der Epoche einzuführen.

Literatur: H.-W. Goetz, Europa im frühen Mittelalter 500–1050 (Handbuch der Geschichte Europas 2, 2003); J. Schwarz, Das europäische Mittelalter (Grundkurs Geschichte, 2006); P. Hilsch, Das Mittelalter – die Epoche (UTB basics, 2006).

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Übungen (im Sinne der ZPO)

Prof. Dr. Steffen Patzold / Prof. Dr. Ellen Widder
Neue Ansätze zur Politikgeschichte des Mittelalters
2 st., Di 14:00–16:00
Ort: Großer Übungsraum (Osteuropa) R. 28
Beginn: 21.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr. Beginn nach Vereinbarung.

Inhalt: Wie läßt sich politisches Handeln im Mittelalter verstehen und erklären? Bis in die 1980er Jahre hinein beruhten die Antworten, die deutsche Mediävisten auf diese Frage gaben, im wesentlichen auf einem einzigen, in sich geschlossenenen Modell politischer Ordnung, das die sogenannte „Neue deutsche Verfassungsgeschichte“ zwischen ca. 1930 und 1960 erarbeitet hatte. Dieses Erklärungsmodell ist allerdings in den vergangenen beiden Jahrzehnten zunehmend in die Kritik geraten und muß heute als obsolet gelten. Zur Zeit wird daher in der deutschen wie außerdeutschen Forschung eine lebhafte, facettenreiche und bisweilen auch kontroverse Debatte darüber geführt, mit welchen Ansätzen sich Politik im Mittelalter angemessen beschreiben und erklären läßt. Die Teilnehmer/innen der Übung sollen sich in gemeinsamer Lektüre wichtige Grundlagentexte für diese verschiedenen Neuansätze zu einer Politikgeschichte des Mittelalters erschließen. Begleitend zur Übung findet zudem eine Ringvorlesung zum gleichen Thema statt (Di 18–20): Hier haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, wichtige Vertreter der neueren Forschung zur Politikgeschichte beim Vortrag zu erleben und anschließend mit ihnen selbst über die Neuansätze zu diskutieren.

Annette Grabowsky
Heiliger Diebstahl. Heiligen-Diebstahl. Reliquienhandel und Reliquienraub im frühen und hohen Mittelalter
2 st., Mi 11:00–13:00
Ort: Raum 119
Beginn: 15.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Reliquien waren begehrtes und für eine Kirche unverzichtbares Gut im Mittelalter, und der Bedarf an Reliquien führte zu einem schwunghaften und meist wenig frommen Handel mit ihnen. Um Reliquienhändler, -diebe und -fälscher soll es in der Übung gehen: Nach einem einleitenden Teil zum mittelalterlichen Reliquienkult sollen gemeinsam lateinische Quellen gelesen und interpretiert werden. Zentrale Quelle wird Einhards Translatio SS. Marcellini und Petri (830) sein, die von dem Franken Ratleik berichtet, der im Auftrag Einhards unter abenteuerlichen Umständen die Reliquien der Märtyrer Petrus und Marcellinus entwendet und auf verschlungenen Wegen ins Frankenreich überführt.

Literatur: Zur Einführung: Patrick J. Geary, Furta Sacra. Thefts of Relics in the Central Middle Ages (2. Auflage, Princeton 1990); Arnold Angenendt, Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart (2. Auflage, München 1997). Weitere Literatur wird in der Übung bekannt gegeben.

Thomas Kohl
Bayern im frühen Mittelalter. Eine Region im fränkischen Reich
2 st., Mo 11:00–13:00
Ort: Raum 201
Beginn:
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Bemerkungen:

Inhalt: Bayern, das Herzogtum, das 788 endgültig von Karl dem Großen in das Fränkische Reich eingegliedert wurde, ist eine der spannendsten und am besten überlieferten Regionen Europas. Neben der politischen Geschichte von den Anfängen im 6. Jahrhundert bis zur (Wieder-)Entstehung eines bayerischen Herzogtums im 10. Jahrhundert steht das Leben der Menschen im frühmittelalterlichen Bayern im Vordergrund. Es soll in seinen gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen, rechtlichen Aspekten behandelt und in den europäischen Kontext eingebettet werden.

Literatur: Joachim Jahn, Ducatus Baiuvariorum. Das bairische Herzogtum der Agilolfinger (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 35), Stuttgart 1991; Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 1: Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts, hg. v. Max Spindler, München 21982

Prof. Dr. Peter Hilsch
Ein Jude bekehrt sich zum Christentum: Die Autobiographie Hermanns von Scheda
2 st., Mi 09:00–11:00
Ort: Raum 201
Beginn:
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Bemerkungen: Der Besuch eines Mittelalter-Proseminars ist erwünscht. Online-Anmeldung ab 22.09.2008, 20:00 Uhr

Inhalt: Der in der Forschung meist Hermann von Scheda genannte Kölner Jude (mit ursprünglichem Namen Juda) hat eine der wenigen mittelalterlichen Autobiographien verfasst; in ihr hat er den Prozess seiner Bekehrung zum Christentum in oft dramatischen Szenen geschildert und einen oft erstaunlichen Einblick in das jüdisch-christliche Zusammenleben in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegeben. Der (inzwischen neu übersetzte) Text ist allerdings in der Fachwelt auch unter (Ver)Fälschungsverdacht geraten. In der Übung sollen die Quelle selbst und die mit ihr zusammenhängenden Probleme behandelt werden.

Literatur: Rädle, Fidel, Wie ein Kölner Jude im 12. Jahrhundert zum Christen wurde. Hermannus quondam Iudaeus De conversione sua. In: F.Niewöhner/F.Rädle (Hgg.), Konversionen im Mittelalter und in der Frühneuzeit. Hildesheim 1999, S.9–24.Sabine Gäbe, Me peperit ecclesia mater. Einige Bemerkungen zur Selbstdarstellung Hermanns von Köln in seinem Opusculum de conversione sua. Analecta Praemonstratensia 76 (2000) S.70–106. Jean-Claude Schmitt, Die Bekehrung Hermanns des Juden. Autobiographie, Geschichte und Fiktion, Stuttgart 2006 (reclam).

Harald Sellner, M. A.
Der Hundertjährige Krieg
2 st., Mi 11:00–13:00
Ort: Raum 201
Beginn: 15.10.2008
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Bemerkungen: Französischkenntnisse vorausgesetzt. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Der schwarze Prinz, Du Guesclin, Jeanne d’Arc, Karl VII., die Schlachten von Crécy, Azincourt und Poitiers sind Personen und Ereignisse, die ein jeder mit dem hundertjährigen Krieg (1337–1453) in Verbindung bringt. Doch sollte man dieses bedeutende Kapitel der englischen und französischen Geschichte keinesfalls nur als eine Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen und politischer Ereignisse sehen, sondern auch als eine Zeit, in der sich wichtige Wandlungsprozesse in den unterschiedlichsten Bereichen feststellen lassen.Die Übung zielt darauf ab, den Teilnehmer/-innen ein umfassendes Bild jener Epoche zu vermitteln. Dabei soll allerdings weniger chronologisch als vielmehr thematisch vorgegangen werden. Neben Themen, die sich ganz konkret um den militärischen Konflikt bewegen, stehen Gesellschaft, Politik und Kirche gleichermaßen im Mittelpunkt des Interesses.

Literatur: Allmand, Christopher T.: The Hundred Years War. England and France at War c. 1300–1450, Cambridge 1988.Contamine, Philippe: La guerre de cent ans, 3. Aufl. Paris 1977.Krynen, Jacques: L'Empire du roi. Idées et croyances politiques en France à la fin du Moyen Âge (1380–1440), Paris 1993. Seward, Desmond: The Hundred Years War: The English in France 1337–1453, London-New York 1999.

Dr. phil. Andreas Schmauder
Ein Stadtmuseum entsteht: Das Museum Humpis-Quartier in Ravensburg (mit Exkursion)
7.11., 14.11., 28.11., jeweils 14–19 Uhr in Tübingen u. 05.12. ganztägig in Ravensburg
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Bemerkungen: Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr

Inhalt: Mit dem Humpis-Quartier hat sich in Ravensburg ein eindrucksvolles spätmittelalterliches Ensemble erhalten. Das Kulturdenkmal, dessen Errichtung von der Fernhandelsfamilie Humpis um 1380 begonnen wurde, besteht aus sieben Gebäuden, die sich um einen Innenhof gruppieren. Bis zum Sommer 2009 soll sich das Ensemble zum städtischen Museum Humpis-Quartier entwickeln, einem Haus, in dem (reichs-) städtische Geschichte und Kultur besonders authentisch präsentiert werden können. Mit der Eröffnung des Museums wird eines der großen kulturhistorischen Museen im Süden des Landes entstehen mit rund 1.800 qm Nutzfläche für Wechselausstellungen, Dauerausstellungen, „wundersame Kabinette“ und ein Geschichtslabor. Die Übung soll am konkreten Beispiel eines aktuellen Museumsprojekts Einblick in die Museums- und Ausstellungskonzeption sowie das Betriebskonzept geben.

Literatur: Stadtleben in Ravensburg. Das Humpis-Quartier, seine Geschichte und Zukunft, hg. vom Staatsanzeiger-Verlag und Andreas Schmauder, Stuttgart 2008; Stefan Uhl, Das Humpisquartier in Ravensburg, Stuttgart 1999; www.ravensburg.de/buerger/kultur.

Prof. Dr. Ellen Widder
Vorbereitung und Durchführung wissenschaftlicher Tagungen. Übung zum Projektmanagement
2 st., Mo 09:00–11:00
Ort: Raum 201
Beginn: 20.10.2008
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Bemerkungen: Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr. 

Inhalt: Zur Wissenschaft und zur Wissenschaftsorganisation gehören Tagungen. Sie bilden die Plattform für die direkte Kommunikation innerhalb eines Faches und über die einzelnen Fächer hinaus und besitzen darüber hinaus öffentlichkeitswirksames Potential. Gleichzeitig ergeben sich bei ihrer Vorbereitung und Durchführung konzeptionelle und organisatorische Herausforderungen und Probleme. Ausgehend von drei wissenschaftlichen Tagungen unterschiedlichen Zuschnitts sollen Fragen des professionellen Projektmanagements kennen gelernt, theoretisch reflektiert und praktisch umgesetzt werden. Erwartet wird Interesse, Engagement und Einsatzbereitschaft.

Literatur: Wird in der Übung bekannt gegeben. 

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Proseminare (inklusive obligatorischem Tutorium)

Prof. Dr. Steffen Patzold
Ein König zwischen zwei Frauen: Lothar II.
3 st., Do 08:00–11:00
Ort: Raum 201
Beginn: 23.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Lothar II. regierte zwischen 855 und 869 ein Reich in der Mitte Europas, das – nach ihm benannt – später als „Lothringen“ in die Geschichte einging. Fast die gesamte Regierungszeit Lothars II. war überschattet von seinem Versuch, sich von seiner Gemahlin Theutberga zu trennen: Statt dessen wollte Lothar Waldrada heiraten, mit der er schon vor seiner Ehe mit Theutberga eine Verbindung eingegangen war. Der Fall gewährt einen tiefen Einblick in die Politik, das Recht und die Mentalität der Karolingerzeit. Er eignet sich daher gut dazu, um exemplarisch Grundstrukturen des Mittelalters und die Arbeitsweisen der Mediävistik im Umgang mit Quellen und Forschungsliteratur kennenzulernen.

Literatur: Zu Arbeitsweisen und Methoden: H.-W. Goetz, Proseminar Mittelalter (UTB 1719), Stuttgart 32006. Zur Karolingerzeit: Schieffer, Rudolf: Die Karolinger (Urban-Taschenbücher 411), 4., überarb. u. erweit. Aufl., Stuttgart 2006.

Prof. Dr. Steffen Patzold / Annette Grabowsky
Cluny. Erfolgsgeschichte einer Klostergemeinschaft
3 st., Di 11:00–13:00
Ort: Raum 228
Beginn: 14.10.2008
Mi 13:00–14:00
Ort: Raum 228
Beginn: 15.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem obligatorischen Tutorium begleitet. Online-Anmeldung ab 22.09.2008, 20:00 Uhr.

Inhalt: Wer heute ins burgundische Cluny reist, wird enttäuscht, denn nur bescheidene Gebäudereste der einst größten Kirche der mittelalterlichen Christenheit weisen noch auf eine der bedeutendsten Klostergemeinschaften des Hochmittelalters hin, die großen Einfluss auf Gesellschaft und Kirche hatte. Im Zentrum des Proseminars sollen Anfänge (Beginn des 10. Jahrhunderts) und Blütezeit Clunys stehen sowie die Frage, was den Erfolg der Cluniazenser ausmachte. Das Proseminar versteht sich als Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte und soll den Teilnehmern das notwendige Werkzeug zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Mittelalter an die Hand geben.

Literatur: Zu Arbeitstechniken und Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719, 3. Auflage, Stuttgart 2006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (UTB basics 2575, Konstanz 2004); Einführung in das Thema: Joachim Wollasch, Cluny – „Licht der Welt“. Aufstieg und Niedergang der klösterlichen Gemeinschaft (Zürich/Düsseldorf 1996). Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Dr. des. Marco Veronesi
Die normannische Herrschaftsbildung im hohen Mittelalter
3 st., Mo 13:00–14:00
Ort: Raum 201
Beginn: 27.10.2008
Mi 14:00–16:00
Ort: Raum 201
Beginn: 22.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Die Etablierung eines in vielfältiger Hinsicht fortschrittlichen Fürstentums in der heutigen Normandie war die Basis, von der aus die Normannen ihr „Commonwealth” schufen: Die Eroberung Englands und Süditaliens und die Schaffung eines Fürstentums in der Levante. Im Seminar sollen die politischen, militärischen, religiösen und kulturellen Voraussetzungen und Besonderheiten dieser normannischen Herrschaftsbildungen untersucht werden, abschließend sollen ihre gesamteuropäischen Wirkungen erörtert werden. Gleichzeitig ist das Seminar eine Einführung in Hilfsmittel und Methoden der mittelalterlichen Geschichte.

Literatur: Brown, Richard A.: Die Normannen, München 1988; Hartmann, Martina: Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 2004.

PD Dr. Karl Ubl
Königsherrschaft im Ostfrankenreich: Konrad I. und Heinrich I. (911–936) (Gruppe 1)
3 st., Do 13:00–16:00
Ort: siehe Aushang Verfügungsgebäude Raum 001 Wilhelmstr. 19
Beginn: 16.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet. Verfügungsgebäude Raum 001 Wilhelmstr. 19. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Im frühen 10. Jahrhundert konvergierten zwei in jüngster Zeit viel diskutierte Entwicklungen: Zum einen etablierte sich im Ostfrankenreich dauerhaft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das entscheidend zur Entstehung Deutschlands als eines politischen Ordnungsgefüges beigetragen hat. Zum anderen setzten sich nach dem Scheitern der autoritären Herrschaft Konrads I. neue „Spielregeln der Politik“ durch, welche die Grundlage für eine „Königsherrschaft ohne Staat“ in der Ottonenzeit gebildet haben. Ziel des Proseminars ist es, Bedingungen, Funktion und Probleme der Königsherrschaft zwischen 911 und 936 zu analysieren und exemplarisch in Quellen, Methoden und Arbeitstechniken der mittelalterlichen Geschichte einzuführen.

Literatur: M. Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (2004); H. Keller/G. Althoff, Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen, 888–1024 (Handbuch der deutschen Geschichte 3, 2008); G. Althoff, Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat (²2005); H.-W. Goetz (Hg.), Konrad I. – auf dem Weg zum „Deutschen Reich“? (2006).

PD Dr. Karl Ubl
Königsherrschaft im Ostfrankenreich: Konrad I. und Heinrich I. (911–936) (Gruppe 2)
3 st., Fr 11:00–14:00
Ort: Raum 228
Beginn: 17.10.2008
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet. Online-Anmeldung ab 22.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Im frühen 10. Jahrhundert konvergierten zwei in jüngster Zeit viel diskutierte Entwicklungen: Zum einen etablierte sich im Ostfrankenreich dauerhaft ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das entscheidend zur Entstehung Deutschlands als eines politischen Ordnungsgefüges beigetragen hat. Zum anderen setzten sich nach dem Scheitern der autoritären Herrschaft Konrads I. neue „Spielregeln der Politik“ durch, welche die Grundlage für eine „Königsherrschaft ohne Staat“ in der Ottonenzeit gebildet haben. Ziel des Proseminars ist es, Bedingungen, Funktion und Probleme der Königsherrschaft zwischen 911 und 936 zu analysieren und exemplarisch in Quellen, Methoden und Arbeitstechniken der mittelalterlichen Geschichte einzuführen.

Literatur: M. Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (2004); H. Keller/G. Althoff, Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen, 888–1024 (Handbuch der deutschen Geschichte 3, 2008); G. Althoff, Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat (²2005); H.-W. Goetz (Hg.), Konrad I. – auf dem Weg zum „Deutschen Reich“? (2006).

Vorlesungen | Einführungsveranstaltung | Repetitorium | Übungen | Proseminare | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Hauptseminare

Prof. Dr. Immo Eberl
Die Germanenreiche der Völkerwanderungszeit
2 st., Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119
Beginn: 17.10.2008 07.11.2008
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Bemerkungen: Weitere Termine des Hauptseminars im Wintersemester 2008/09: 07.11.08, 21.11.08, 05.12.08, 12.12.08, 19.12.08, 09.01.09. Online-Anmeldung ab 08.09.08, 20:00 Uhr. Die Teilnehmer werden gebeten, die unten genannte Literatur vor Beginn der Lehrveranstaltung zur Kenntnis zu nehmen.

Inhalt: Das Seminar soll den Teilnehmern grundlegende Kenntnisse über die Germanenreiche der Völkerwanderungszeit vermitteln, die auf dem Boden des Imperium Romanum entstanden sind. Neben den großen Reichen der Ost- und Westgoten, der Vandalen, Franken und Angelsachsen standen die kleineren der Burgunden, Heruler, Gepiden, Sueben, Thüringer und der Langobarden. Die Entwicklung dieser Reiche soll in der Lehrveranstaltung ebenso vermittelt werden wie Kenntnisse über deren Kultur, Rechtsleben, Verwaltung und Verhältnis zum Imperium Romanum.

Literatur: Franz G. Maier, Die Verwandlung der Mittelmeerwelt, (Fischer Weltgeschichte Band 9) 1992; entsprechende Stichworte im Lexikon des Mittelalters.

Prof. Dr. Gerhard Schmitz
Völker und Regionen des Reiches (bis ca. 1000)
2 st., Fr 09:00–11:00
Ort: Raum 201
Beginn: 17.10.2008
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Bemerkungen: Online-Anmeldung ab 08.09.08, 20:00 Uhr.Da es sich um ein weitgespanntes und materialreiches Thema handelt, kann auf Referate nicht verzichtet werden. Bitte nehmen Sie bei oder kurz nach der Anmeldung deshalb Kontakt mit mir auf. Außerdem wird die Bereitschaft zur Übernahme von (kleineren) Rechercheaufgaben erwartet.

Inhalt: Schon das merowingische Reich war ein multiethnisches Gebilde, ein „Vielvölkerstaat“. Diese Struktur blieb – allen Metamorphosen zum Trotz – erhalten: sie bildet ein Kernelement des mittelalterlichen Reiches (und darüber hinaus!). Während üblicherweise die supragentile Institution des Königtums in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird, wollen wir die Perspektive umkehren: Welche ‚Völker’ spielen welche Rolle, wie wandelt sich das Gesamtgefüge und welche Folgen hat das für die Regionen wie für das Reich?

Literatur: Eine Leitdarstellung gibt es nicht. Einen lesbaren ersten Umriss der Gesamtproblematik bieten die einleitenden Kapitel von Johannes Fried, Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024 (Propyläen Geschichte Deutschlands 1, 1994) („Was heißt deutsch?“; „Das Land“; „Die Sprache des Volkes“). Weitere Literatur wird im Seminar genannt.

Prof. Dr. Steffen Patzold / Dr. phil. Stephan Molitor
Hirsau und die Hirsauer Reform: Lebensformen, Urkunden, Geschichtsschreibung. Mit Exkursion
2 st., Mo 14:00–16:00
Ort: Raum 405
Beginn: 20.10.2008
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Bemerkungen: Online-Anmeldung ab 08.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Das Kloster Hirsau wurde im 11. Jahrhundert zum Ausgangspunkt einer Reform, die nicht nur auf andere monastische Gemeinschaften in Schwaben, sondern weit darüber hinaus ausstrahlte. Über die Lebensform der Hirsauer Mönche sind wir aus verschiedenen Quellen erstaunlich gut informiert: Schriftlich fixierte „Gewohnheiten“ (Consuetudines) regelten nahezu alle Details des Klosteralltags – bis hin zum Verhalten bei Nasenbluten. Urkunden definierten für Hirsau eine besondere Rechtsstellung, die vorbildlich wurde für andere Klöster. Historiographische Werke unterrichten uns über die (Wieder-) Begründung der Gemeinschaft und deren Aufschwung unter dem bedeutenden Abt Wilhelm. Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – dieser guten Quellenlage sind noch immer zentrale Fragen zur Geschichte Hirsaus und der Hirsauer Reform in der Forschung umstritten. Die Teilnehmer/innen des Seminars sollen die Forschungsliteratur gemeinsam erarbeiten und sich dann anhand der Quellen selbst ein Urteil zu den kontroversen Fragen zu bilden.

Literatur: Die Literatur wird im Seminar gemeinsam aufgearbeitet. Als Grundlage: Hermann Jakobs: Die Hirsauer. Ihre Ausbreitung und Rechtsstellung im Zeitalter des Investiturstreites (Kölner Historische Abhandlungen 4), Köln/Graz 1961; Hirsau St. Peter und Paul 1091–1991, Teil II: Geschichte, Lebens- und Verfassungsformen eines Reformklosters, hg. v. Klaus Schreiner (Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 10/2), Stuttgart 1991. Die Exkursion führt nach Calw-Hirsau an den Ursprungsort der Hirsauer Reform mit der Aureliuskirche aus dem 11. Jahrhundert und den noch immer eindrucksvollen Ruinen der 1692 im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten Klosteranlage von St. Peter und Paul.

Prof. Dr. Ellen Widder
Ursprünge moderner Staatlichkeit? Fürstenhöfe um 1400
2 st., Di 16:00–18:00
Ort: Raum 228
Beginn: 21.10.2008
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Bemerkungen: Online-Anmeldung ab 08.09.08, 20:00 Uhr.

Inhalt: Die zahlreichen Höfe des Spätmittelalters sind, nachdem sie lange Zeit ein Dornröschendasein geführt haben, in den vergangenen beiden Jahrzehnten in den Blick der historischen Forschung gerückt. In diesem Seminar sollen die Gründe für dieses (späte) Interesse diskutiert, wichtige europäische Höfe, einschlägige Quellentypen sowie Forschungsinstitutionen kennen gelernt sowie Methoden ihrer Erforschung diskutiert werden.

Literatur: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein dynastisch-topographisches Handbuch, 2 Bde., hg. v. Werner Paravicini, Ostfildern 2003 (Residenzenforschung 15.1–2); ferner weitere Bände aus der Reihe „Residenzenforschung“.


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Exkursionen

Prof. Dr. Steffen Patzold / Dr. phil. Stephan Molitor
Hirsau und die Hirsauer Reform: Lebensformen, Urkunden, Geschichtsschreibung
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Bemerkungen: Termine zur Exkursion werden in der ersten Hauptseminarsitzung bekannt gegeben.

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Kolloquien und Oberseminare

Prof. Dr. Anselm Doering-Manteuffel / PD Dr. Klaus Gestwa / Prof. Dr. Jürgen Leonhardt / Prof. Dr. Sönke Lorenz / Prof. Dr. Mischa Meier / Prof. Dr. Steffen Patzold / Prof. Dr. Georg Schild / Prof. Dr. Anton Schindling / Prof. Dr. Ellen Widder / N.N.
Ordnungen und Bedrohungen von der Antike bis zur Gegenwart
Teilnahme nach Absprache mit einem der beteiligten Hochschullehrer
2 st., Fr 14:00–16:00
Beginn: 24.10.2008
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Bemerkungen: Ort: s. Aushang. Teilnahme nach persönlicher Anmeldung bei einem der beteiligten Hochschullehrer.

Prof. Dr. Steffen Patzold / Prof. Dr. Ellen Widder

Kolloquium für Fortgeschrittene Studierende, ExamenskandidatInnen und DoktorandInnen
nach Vereinbarung. Nur auf persönliche Einladung
2 st., Mo 18:00–20:00
Ort: Raum 201
Beginn:
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Bemerkungen: Nur auf persönliche Einladung.

Prof. Dr. Ellen Widder
Oberseminar: Ernährung im Spätmittelalter
Nur auf persönliche Einladung
2 st., Do 18:00–20:00
Ort: Raum 201
Beginn: 23.10.2008
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Bemerkungen: Nur auf persönliche Einladung oder Anmeldung in der Sprechstunde.

Inhalt: In diesem Seminar sollen wichtige Quellen für die Ernährung im Spätmittelalter kennen gelernt, interdisziplinäre Zugriffe diskutiert, Forschungszugänge eröffnet und eigene Forschungen angestoßen werden. Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studierende. Persönliche Anmeldung in der Sprechstunde wird erbeten.

Literatur: Thomas Gloning: Monumenta Culinaria et Diaetetica Historica http://www.uni-giessen.de/gloning/kobu.htm#eltext (15. Juni 2008); Ernst Schubert: Essen und Trinken im Mittelalter, Darmstadt 2006; Caroline Walker Bynum: Holy feast and holy fast. The religious significance of food to medieval women, Berkeley/Calif. 1987.