Lehrveranstaltungen im Sommersemester 1996

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Vorlesungen | Repetitorium | Übungen | Proseminare | Übungen zum Grundstudium | Hauptseminare | Für Fortgeschrittene | Exkursionen

Vorlesungen (Für alle Semester)

Prof. Dr. S. Lorenz/Prof. Dr. B. Scholkmann
Die Alemannen. Archäologie und Geschichte (3.-8. Jahrhundert)
2 st., Mo. 16-18
s. Aushang

Inhalt: Seit der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts beginnen die Alemannen den vorher provinzialrömisch geprägten Raum zwischen Rhein, Main und Alpen zu besiedeln. Es entsteht ein neuer Kultur- und Sprachraum, auf den auch das heutige Bundesland Baden-Württemberg zurückgeht. Seit der Wende vom 5. zum 6. Jahrhundert formt sich unter fränkischem Einfluß eine "Alemannia", die ab dem 10. Jahrhundert als "regnum sueviae" zu den großen, das mittelalterliche Reich konstituierenden, Provinzen gehört. In der gemeinsamen Darstellung der Ergebnisse der archäologischen Erforschung der Alemannen und der Schriftquellen wird versucht, die Geschichte der Alemannen interdisziplinär darzustellen. Insbesondere für die Zeit zwischen dem 3. und 8. Jahrhundert kann so ein aussagekräftiges Bild von den Siedlungen und Bestattungsplätzen, dem Leben und der Kultur der Alemannen/Schwaben gewonnen werden.

Literatur: Rainer Christlein, Die Alamannen: Archäologie eines lebendigen Volkes, Stuttgart 1978; Archäologie und Geschichte: Freiburger Forschungen zum 1. Jahrtausend in Südwestdeutschland. Bd. 1, 1990. Bd. 6, 1995.

Prof. Dr. h.c. Dr. Dr. H. Zimmermann
Das Papsttum im Werden (früheres Mittelalter
2 st., Mo 14.30-16
s. Aushang

Bemerkungen: Beginn: 22.4.1996.

Inhalt: Geschichte der Päpste vom 4.-11. Jahrhundert (von Kaiser Konstantin d.Gr. bis Papst Gregor VII.).

Literatur: H. Zimmermann. Das Papsttum im Mittelalter (1981).

Prof. Dr. W. Hartmann
Europa im 12. Jahrhundert
2 st., Fr 11-13
s. Aushang

Bemerkungen: Beginn: 19.4.1996

Inhalt: Das 12. Jahrhundert bildet keine Einheit in dem Sinn, daß um 1100 und um 1200 deutliche Einschnitte des historischen Ablaufs zu erkennen sind. Während also am Anfang auf die Vorgänge des Investiturstreits und seine Beendigung einzugehen ist, ist das Ende "um 1200" deutlicher markiert. Vor allem die Modernisierungstendenzen in Stadt und Verfassung, Gesellschaft und Wirtschaft sowie in kulturellem Leben sollen dargestellt werden.

Literatur: H. Fuhrmann, Deutsche Geschichte im hohen Mittelalter von der Mitte des 11. bis zum Ende des 12. Jahrhunderts (21983); A. Haverkamp, Aufbruch und Gestaltung. Deutschland 1056-1273 (1984); H. Keller, Zwischen regionaler Begrenzung und universalem Horizont. Deutschland im Imperium der Salier und Staufer (1986).

Priv.-Doz. Dr. Klaus Herbers
Geschichte Spaniens im Mittelalter (II)
2 st., Mi 12-13
s. Aushang

Bemerkungen: Beginn: 17.4.1996

Inhalt: Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte Spaniens im späten Mittelalter und führt in die wichtigsten Forschungsprobleme ein. Da auch kulturhistorischen Fragen Raum eingeräumt wird, wendet sie sich zugleich an Studierende der Romanistik, Kunstgeschichte usw.

Literatur: L. Vones, Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reich. Kronen. Regionen (Sigmaringen 1993).

Prof. Dr. A. Meyer
Handelsgeschichte im Hoch-und Spätmittelalter
2 st., Di 9-11
s. Aushang

Bemerkungen: Beginn: 16.4.1996

Inhalt: Die Vorlesung befaßt sich mit dem Fernhandel, der sich im betrachteten Zeitraum u.a. zwischen Mittelmeer und Nordsee abspielte. Es werden Handelsformen und Betriebsformen des Fernhandels sowie die seit dem 13. Jahrhundert entstehenden großen Handelsgesellschaften zur Sprache kommen.

Literatur: Jean Favier, Gold und Gewürze. Der Aufstieg des Kaufmanns im Mittelalter, Hamburg 1992 (fr. Ausgabe Paris 1987).

Prof. Dr. H.-H. Kortüm
Geschichte Frankreichs im Spätmittelalter
2 st., Di 14-16
s. Aushang

Bemerkungen: Beginn: 16.4.1996

Inhalt: In der Vorlesung soll die Geschichte Frankreichs, beginnend mit dem Regierungsantritt des Hauses Valois (1328) bis zum Tode Ludwigs XI. 1483, behandelt werden. Schwerpunkte der Darstellung werden u.a. der sog. Hunderjährige Krieg und die burgundische Staatsbildung sein.

Literatur: J. Ehlers, Geschichte Frankreichs im Mittelalter, 1987.

Prof. Dr. H. Spilling
Paläographie II.
2 st., Di. 16-18 Uhr
Raum 405

Bemerkungen: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Lateinische Paläographie II : 12-15. Jahrhundert (Gotik)

Literatur: B. Bischoff, Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters -1986

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Kolloquium

Prof. Dr. W. Hartmann
Europa im 12. Jahrhundert
1 st., Fr 14.30-16 (14täglich)
Raum 119a

Bemerkungen: Beginn: 26.4.1996

Inhalt: Im Kolloquium zur Vorlesung sollen ausgewählte Quellentexte und einige interessierende Fragen im Gespräch interpretiert und diskutiert werden.

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Repetitorium

Akad.ORat Dr. H. Wunder
Grundzüge der mittelalterlichen Geschichte (Repetitorium und Quelleninterpretation)
2 st., Do 14-16
Raum 228

Bemerkungen: Beginn 18.4.1996. - Besonders für Studierende des Grundstudiums, die durch die Bearbeitung von Fragen ihre Wissenslücken ausfüllen und dies in gemeinsamer Arbeit, in Diskussion mit anderen und mit anleitender Hilfe tun wollen.

Inhalt: Zur Gewinnung eines Überblicks sollen folgende Schwerpunkte behandelt werden: Übergang Antike-Mittelalter, das germanisch-fränkische Königtum und sein Bündnis mit der Kirche, das Kaisertum Karls des Großen, das Ottonische Reichskirchensystem, Kirchenreform und Investiturstreit, die Politik der Staufer, dazu Sozialstruktur, Lehenswesen, Königswahlen. - Zur Vertiefung des Stoffes werden auch besonders aussagekräftige Quellen (mit Übersetzung) herangezogen und interpretiert.

Literatur: Gebhardt, Hdb. der dt. Geschichte 1: Mittelalter (9. Aufl. 1970), auch als TB erschienen bei dtv Nr. 4201-4207; P. Hilsch, Mittelalter (1989); H. Zimmermann, Das Mittelalter (2. Aufl. 1986- 88); K. Bosl, Geschichte des Mittelalters (4. Aufl. 1972); H. Mitteis/H. Lieberich, Deutsche Rechtsgeschichte (18. Aufl. 1988).

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Übungen

Prof. Dr. W. Hartmann
Lektüre und Interpretation der Lex Salica
2 st., Do 16-18
Raum 221

Bemerkungen: Beginn: 25.4.1996

Inhalt: Die Lex Salica ist wahrscheinlich die älteste Rechtsaufzeichnung eines germanischen Volkes, die sich erhalten hat. Die archaischen Rechts- und Lebensformen und die Struktur von Verfassung und Gesellschaft der Franken des beginnenden 6. Jahrhunderts sind in diesem Recht gespiegelt.

Literatur: K.A. Eckhardt (Hg.), Die Gesetze des Karolingerreiches. I. Salische und ribuarische Franken (Germanenrechte. Texte und Übersetzungen, Bd. 2, 1934).

Akad.ORat Dr. P. Hilsch
Zur Umweltgeschichte im Spätmittelalter
2 st., Do 16-18
Raum 228

Bemerkungen: Beginn (Vorbesprechung): 18.4.1996. Empfehlenswert ist der vorherige Besuch eines Proseminars Mittelalter.

Inhalt: Auch wenn das Ausmaß heutiger Eingriffe in Natur und Umwelt nicht mit den Verhältnissen des Mittelalters vergleichbar ist, so gab es sehr wohl auch damals anthropogene Umweltveränderungen, die sich auf die Lebensverhältnisse der Menschen auswirkten. Anhand von Quellen sollen einige dieser Probleme (Bedeutung von Luft- und Wasserqualität, Energie, Waldnutzung, Schäden durch Bergbau und Hüttenwesen, Umweltprobleme der räumlich engen spätmittelalterlichen Stadt) behandelt werden.

Literatur: U. Dirlmeier, Historische Umweltforschung aus der Sicht der mittelalterlichen Geschichte. Siedlungsforschung 6 (1988) S. 97-111. - H. Jäger, Einführung in die Umweltgeschichte, 1994.

Prof. Dr. A. Meyer
Das Städtelob
2 st., Di 16-18
Raum 119b

Bemerkungen: Beginn: 16.4.1996

Inhalt: Das Städtelob stellt eine interessante Sonderform der Stadtchronik dar, weil sie aus einer situationsgebundenen Perspektive die Aktivitäten der Einwohner äußerst detailliert schildert. Kennzeichnend für diesen Quellentypus sind die vielen quasi-statistischen Angaben zu Bevölkerung, zu baulicher Anlage der Stadt, zu Wirtschaftszweigen und Handelsgütern.

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Proseminare (Einführungen in die Methodik und Quellenkunde der Mittelalterlichen Geschichte)

Dr. L. Körntgen
Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften: Schriftlichkeit im Mittelalter
2 st., Mi 11-13
Raum 221

Bemerkungen: Beginn: 17.4.1996. - Das Proseminar kann als Proseminar zur Mittelalterlichen Geschichte belegt werden. Persönliche Anmeldung erwünscht.

Inhalt: Welche Rolle spielte die Schriftlichkeit in Politik und Gesellschaft des frühen und hohen Mittelalters? Diese zunehmend kontrovers diskutierte Frage ist besonders geeignet, um in die hilfswissenschaftliche Erschließung mittelalterlicher Quellen einzuführen. Den Schwerpunkt bilden Paläographie, Diplomatik und Chronologie sowie die Probleme der Überlieferung und Edition mittelalterlicher Texte. Darüber hinaus soll das Proseminar Methoden und Hilfsmittel der wissenschaftlichen Arbeit vorstellen und Grundprobleme der mittelalterlichen Geschichte erörtern.

Literatur: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719) 1993; Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers (Urban-Tb. 33) "Stuttgart 1992.

Akad.ORat Dr. H. Wunder
Der Aufstieg der Karolinger
2 st., 1. Gruppe: Di 14-16
2. Gruppe: Mi 14-16
Raum 228

Bemerkungen: Beginn: 23.4.1996. - Es wird um persönliche Anmeldung in den Sprechstunden gebeten (ab sofort möglich), spätestens Mo 15.4. und Di 16.4., jeweils 14-16 Uhr (Zi. U 16a, Hegelbau/Untergeschoß). - Der Besuch der begleitenden Übung wird eindringlich empfohlen, s. Nr. Voraussetzung: Lateinkenntnisse. - Eine Exkursion ist vorgesehen.

Inhalt: Die schweren inneren Kämpfe im Frankenreich Ende des 6./Anfang des 7. Jh.s hatten zur Folge, daß die politische Stellung der merowingischen Frankenkönige in den einzelnen Teilreichen immer mehr geschwächt wurde zugunsten des fränkischen Adels und der neu etablierten Hausmeier. Gegenläufig dazu verlief - in Konkurrenz mit anderen Adelsfamilien und von Rückschlägen mehrfach bedroht - der allmählich die Merowinger verdrängende und schließlich auch die Reichseinheit wahrende Aufstieg der Karolinger aus dem austrasischen Adel über das Hausmeieramt (erstmals 623) bis hinauf zum Königtum (751) und zum Kaisertum (800).

Literatur: Gebhardt, Hdb. der deutschen Geschichte 1: Mittelalter (9. Aufl. 1970) J 29-39, auch als TB erschienen bei dtv, hier Nr. 4202 (= H. Löwe, Deutschland im fränkischen Reich) c. 6-16: E. Ewig, Die Merowinger und das Frankenreich, UTB 392 (1988); R. Schieffer, Die Karolinger (1992).

Akad.ORat Dr. P. Hilsch
Das Rittertum im Hochmittelalter
2 st., 1. Gruppe: Di 10-12
2. Gruppe: Fr 8-10
Raum 228

Bemerkungen: Beginn: 2. Gruppe: 19.4.1996 / 1. Gruppe: 23.4.1996. Bitte persönliche Anmeldung in den Sprechstunden. Ausreichende Lateinkenntnisse werden vorausgesetzt. Besonders für Studienanfänger wird der Besuch der begleitenden Übung empfohlen.

Inhalt: Die Entstehung der Ministerialität und des Rittertums stellt die erste große soziale Evolution des Mittelalters dar. Der 'Ritter' wurde schnell zu einem Leitbild der Stauferzeit und das Rittertum spielte eine erhebliche Rolle bei der staufischen Königsland- und Italienpolitik, in den Kreuzzügen (Ritterorden), beim Burgenbau und in der entstehenden Laienkultur des Hochmittelalters. Anhand von Quellen und Sekundärliteratur wird in Quellenkritik und Interpretation eingeführt.

Literatur: J. van Winter, Rittertum - Ideal und Wirklichkeit, 1969. - Das Rittertum im MA, hg. von A. Borst, 1976 (WdF 349, Aufsätze). - J. Fleckenstein, Miles, militia. In: HRG 3 (1984) Sp. 542-547. - J. Fleckenstein, Rittertum und höfische Kultur. In: Jahrb. der Max-Planck-Ges. 1976, S. 40-52.

Dr. K. Görich
Gottesfriede und Landfriede
2 st., Do 18-20
Raum 228

Bemerkungen: Beginn: 18.4.1996. - Lateinkenntnisse sind erforderlich. Bitte persönliche Anmeldung in der Sprechstunde, mittwochs 14-15 Uhr, Zi. 211 (ab sofort möglich). Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Das staatliche Gewaltmonopol ist ein Kennzeichen des modernen Staates, aber nicht charakteristisch für den mittelalterlichen. Wie aber wird in einer Gesellschaft ohne Beamtenapparat und ohne Institutionen, in einer "Gesellschaft ohne Staat" Friede und Recht durchgesetzt? Friedenssicherung durch gegenseitige eidliche Verpflichtung spielt dabei eine besondere Rolle. Im Seminar wird die Ausbreitung der Gottesfriedensbewegung von Frankreich nach Deutschland erörtert sowie das Bemühen der salischen und staufischen Herrscher im 11./12. Jahrhundert um den Landfrieden.

Literatur: Zur Einführung: Artikel "Gottesfriede" und "Landfriede" im Lexikon des Mittelalters (Bd. 4, Sp. 1587-92 u. Bd. 5, Sp. 1657-60). W. Hartmann, Der Frieden im früheren Mittelalter: zwei Studien (1992); R. Kaiser, Selbsthilfe und Gewaltmonopol. Königliche Friedenswahrung in Deutschland und Frankreich im Mittelalter, in: Frühmittelalterliche Studien 17 (1983) 55-72.

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Übungen zum Grundstudium

Akad.ORat Dr. H. Wunder
Begleitende Übung zum Proseminar: "Der Aufstieg der Karolinger"
2 st., Mo 14-16
Raum 228

Bemerkungen: Beginn: 29.4.1996. - Für die Teilnehmer des zugehörigen Proseminars (s. Nr. 40). - Keine Übung im Sinne der Zwischenprüfungsordnung.

Inhalt: Die Übung will - engstens verzahnt mit dem Proseminar - mit den Technica wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen und sachlich das Thema ergänzen und vertiefen.

Literatur: s. Proseminar und Allgem. Literaturliste Mittelalter (bereits erhältlich).

Akad.ORat Dr. P. Hilsch
Begleitende Übung zum Proseminar "Das Rittertum im Hochmittelalter"
2 st., Di 16-18
Raum 221

Bemerkungen: Beginn: 23.4.1996. Für Teilnehmer der Proseminare (Rittertum), besonders für Studienanfänger. Keine Übung im Sinn der Zwischenprüfungsordnung.

Inhalt: In Verbindung zu anstehenden Fragen im Proseminar und in zwangloser Form sollen folgende Sachgebiete behandelt werden: Bibliothek (mit Führung), Bibliographieren und Zitieren, Arbeits- und Lehrformen im Geschichtsstudium, das Mittellatein, drei Historische Hilfswissenschaften (historische Geographie, Chronologie, Genealogie), Grundbegriffe der Geschichtstheorie u.a.

Literatur: Allgemeine Literaturliste Mittelalter (schon jetzt erhältlich). Dazu besonders H.-W. Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 1993 [utb 1719]).

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Hauptseminare

Prof. Dr. Immo Eberl
Das Frankenreich der Merowingerzeit. Königtum - Kirche - Verwaltung - Nachbarn
2 st., Mi 20-22
Raum 228

Bemerkungen: Beginn: 17.4.1996.

Inhalt: Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung soll die Entwicklung des Merowingerreichs innerhalb der Germanenreiche des Frühmittelalters im Bereich des Königtums, der Kirche und Verwaltung aufgezeigt werden. Damit wird die von Chlodwig zu Karl d.Gr. führende Entwicklungslinie deutlich. Die darüber hinaus verfolgbare Entwicklung der einzelnen Institutionen weist deren Weg ins Mittelalter.

Literatur: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, 9. Aufl., Stuttgart 1970. - Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, Stuttgart -1995.

Prof. Dr. H.-H. Kortüm
Zur Geschichte der Wissenschaft im Frühmittelalter. Klosterschule und Domschule im 10. u. 11. Jahrhundert
2 st., Di 18-20
Raum 119b

Bemerkungen: Beginn: 16.4.1996.

Inhalt: Kloster- und Domschule bilden die Vorstufe zur mittelalterlichen Universität. Im Hauptseminar sollen die vielfältigen Aspekte von Kloster- und Domschule im 10. und 11. Jahrhundert näher angegangen werden: "Lehrende" und "Lernende", Entwicklungstendenzen, erste Anfänge der "Frühscholastik" im 11. Jahrhundert.

Prof. Dr. S. Lorenz
Vom Hörigen zum Ritter: Genese und Aufstieg der Ministerialität
2 st., Di 10-12
Raum 405

Bemerkungen: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Seit dem 11. Jahrhundert ist zu beobachten, wie sich aus der grundherrschaftlichen "familia" eine Schicht von Unfreien durch qualifizierten Dienst abzuheben beginnt. Erkennbar wird ihr Streben, die Merkmale der Unfreiheit abzustreifen und einen eigenen Rechts- und Sozialstatus zu erlangen: so entsteht die Ministerialität. Seit dem 12. Jahrhundert haben die Ministerialen Anteil an der Steigerung des Ritterbegriffs zum "miles christianus". Als es ihnen schließlich auch gelingt, echte (vasallitische) Lehen zu erwerben, ist der Aufstieg zum Niederadel erreicht. Anhand ausgesuchter Fallbeispiele aus dem südwestdeutschen Raum soll versucht werden, diesen historischen Prozeß in seinem Ablauf nachzuzeichnen. Erwartet werden nicht nur ausreichende Lateinkenntnisse, sondern auch ein Interesse an sozial-und wirtschaftsgeschichtlichen Fragestellungen.

Priv.-Doz. Dr. Klaus Herbers
Der Kreuzzugsaufruf Papst Urbans II.
2 st., Do 16-18
Raum 119a

Bemerkungen: Beginn: 18.4.1996.

Inhalt: Die in mehreren Fassungen historiographisch überlieferte Rede, die Urban II. in Clermont gehalten haben soll, ist Ausgangspunkt für quellenkritische und methodische Diskussionen und führt weiter zu zentralen Fragen der Kreuzzugsforschung.

Literatur: Erdmann, Carl, Die Entstehung des Kreuzzugsgedankens (Forschungen zur Kirchen- und Geistesgeschichte 6, Stuttgart 1935, ND Darmstadt 1974).- Mayer, Hans-Eberhard, Geschichte der Kreuzzüge (Urban Taschenbücher 86, "1985). - Möhring, Hannes, Kreuzzug und Dschihad in der mediaevistischen und orientalistischen Forschung (1965-1985), Innsbrucker Historische Studien 10/11 (1988) S. 361-386. - Hehl, Ernst-Dieter, Was ist eigentlich ein Kreuzzug? HZ 259 (1994) S. 297-335).

Prof. Dr. W. Hartmann
Die Ehe im Hochmittelalter
2 st., Mi 16-18
Raum 119a

Bemerkungen: Beginn: 24.4.1996.

Inhalt: In einer Reihe von neueren Arbeiten wird behauptet, daß die Ehe im 12. Jahrhundert bis heute nachwirkende Veränderungen erfuhr. Auf dem Gebiet der rechtlichen und liturgischen Formen, der Mentalität, der Sozial- und der Geschlechtergeschichte soll dies überprüft werden.

Literatur: Chr. Brooke, The medieval idea of marriage (1994); G. Duby, Ritter, Frau und Priester. Die Ehe im feudalen Frankreich (dt. 1985); J. Gaudemet, Le mariage en Occident (1987).

Prof. Dr. A. Meyer
Spätmittelalterliche Reiseberichte und Reiseführer
2 st., Mi 10-12
Raum 119b

Bemerkungen: Beginn: 17.4.1996. - Vorbesprechung: Mi, 7.2.1996, 12 Uhr, Raum 228

Inhalt: Die Mobilität war im Mittelalter größer als man gemeinhin annimmt. Auch damals waren viele Menschen beruflich oder aus Vergnügen unterwegs. Wir befassen uns vor allem mit Reiseführern, die den Weg nach Rom beschreiben sowie mit Reiseberichten und Touristenführern über Rom. Im Rahmen des Seminars findet eine (freiwillige) Exkursion nach Rom statt.

Literatur: N. Ohler, Reisen im Mittelalter, München 1986.

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Für Fortgeschrittene

Prof. Dr. W. Hartmann
Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden
l st., Fr 14-30-16 (14täglich)
Raum 119a

Bemerkungen: Beginn: 3.5.1996. - Nur auf persönliche Einladung.

Prof. Dr. S. Lorenz
Kolloquium für Examenskandidaten, Doktoranden und Fortgeschrittene: Mittelalter und Neuzeit
2 st., nach Vereinbarung
Raum 405

Bemerkungen: Teilnahme nach persönlicher Einladung.

Prof. Dr. G. Baaken
Herrschertestamente des 12. und 13. Jahrhunderts
2 st., nach Vereinbarung
s. Aushang

Bemerkungen: Für Doktoranden und Fortgeschrittene (nach Ablegung des Magister- oder Staatsexamens) auf besondere Einladung.

Inhalt: Lektüre und Interpretation ausgewählter Texte von Testamenten europäischer Herrscher (Imperium, Frankreich, England).

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Exkursionen

Prof. Dr. W. Hartmann/Prof. Dr. A. Meyer
Rom im Mittelalter
27. Mai - 2. Juni 1996

Bemerkungen: Vorbesprechung: Mi 14.2.1996, 13 Uhr, Raum 119a. - In Verbindung mit dem Hauptseminar Prof. Dr. A. Meyer "Spätmittelalterliche Reiseberichte und Reiseführer".

Inhalt: Auf der Exkursion wollen wir das mittelalterliche Rom kennenlernen. Von den Teilnehmern wird ein kurzes Referat zu einem Bauwerk oder zu einem Aspekt der Geschichte Roms im Mittelalter erwartet.

Literatur: R. Krautheimer, Rom. Schicksal einer Stadt, 312-1308 (dt. 1987).