Lehrveranstaltungen Wintersemester 2000/01

» Last updated on 30. November 2007 - 18:50. | Originally submitted on 20. June 2005 - 17:29.


Vorlesungen


Prof. Dr. W. Hartmann
Kaiser und Päpste im Mittelalter
2 st., Fr 11–13
Beginn: 20.10.2000
Ort: HS Keplerstraße 2


Inhalt: Die Vorlesung soll einen Überblick über die Geschichte des Kaisertums im lateinischen Mittelalter geben. Dabei wird bis in die Spätantike zurückgegriffen und wenigstens in einem knappen Schlußüberblick – bis zum Ende des Alten Reiches vorausgeschaut werden. Im Zentrum soll aber weniger eine Theorie des Kaisertums stehen, sondern es sollen einzelne Kaisergestalten und ihre Beziehungen zu den Päpsten ihrer Zeit exemplarisch vorgestellt werden.

Literatur: H. Zimmermann, Art. Kaisertum und Papsttum, in: Theolog. Realenzyklopädie Bd. 17 (1998) S. 525–535. – Beumann, H. (Hg.), Kaisergestalten des Mittelalters (1984); H. Fuhrmann, "Der wahre Kaiser ist der Papst", in: ders., Einladung ins Mittealter (1987 u.ö.) S. 121–134; W. Goez, Translatio Imperii (1958); A. Hack, Das Empfangszeremoniell bei mittelalterlichen Papst–Kaiser–Treffen (1999); G. Koch, Auf dem Wege zum Sacrum Imperium (1972).




Prof. Dr. S. Lorenz
Schwaben vor 1000 Jahren. Zur Geschichte Südwestdeutschlands im 10. und 11. Jahrhundert
2 st., Do 11–13
Beginn: 19.10.2000
Ort: HS Keplerstraße 2


Inhalt: Aus den Trümmern des Karolingerreichs entstand zu Beginn des 10. Jahrhunderts das Herzogtum Schwaben. Die herausgehobene Position des Herzogs – er gebot wie ein König über das Reichs– und Reichskirchengut – bedingte die Ausbildung besonderer herrschaftlicher Strukturen. Herzog, Adel und Kirche waren die treibenden Kräfte beim Landesausbau, der mit der Erschließung ausgedehnter Waldlandschaften langfristig in der Agrargesellschaft zu enormen sozialen Umschichtungen führte. Das Aufkommen von Märkten und städtischen Frühformen förderte zusätzlich den gesellschaftlichen Differenzierungsprozeß. Die kulturellen Leistungen der Kirche gipfelten im 11. Jahrhundert schließlich in einer Kirchenreform, deren besondere südwestdeutsche Ausprägung mit dem Namen von Hirsau verbunden ist. Soweit es die kargen Quellen erlauben, steht die Alltagsgeschichte im Blickpunkt. So sollen Aussagen über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse jener Menschen gewonnen werden, die als "Hörige" bezeichnet über 90 % der Gesellschaft ausmachten.

ACHTUNG!!! Prof. Dr. h.c. Dr. Dr. H. Zimmermann Die Kreuzzüge ENTFÄLLT!!!!


ACHTUNG!!! HD Dr. Ludger Körntgen Die Zeit der Staufer ENTFÄLLT!!!!


Prof. Dr. E. Widder / Prof. Dr. B. Scholkmann
Die Stadt des späten Mittelalters im Spiegel archäologischer und schriftlicher Quellen.
2 st., Do 14–16
Beginn: 26.10.2000
Ort: siehe Aushang


Inhalt: Eine der wichtigsten Entwicklungen des 13. Jahrhunderts ist der breite Durchbruch des Städtewesens. Die Vorlesung wird sich in interdisziplinärem Zugriff mit topographischen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen und verfassungsgeschichtlichen Aspekten des Städtewesens vom 13. bis zum 15. Jahrhundert und den Methoden seiner Erforschung befassen.

Literatur: Eberhard Isenmann: Die deutsche Stadt im Spätmittelalter 1250–1500. Stadtgestalt, Recht, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Stuttgart 1988; Hartmut Boockmann: Die Stadt im späten Mittelalter, 3. Aufl. München 1994.





Repetitorium


AkadORat Dr. P. Hilsch
Grundzüge der Geschichte des Mittelalters I
2 st., Do 16–18
Beginn: 26.10.2000
Ort: Raum 228


Bemerkungen: Für alle Studierenden, die sich einen Überblick über die erste Hälfte des Mittelalters verschaffen wollen. Diskussion und Mitarbeit ist erwünscht.

Inhalt: Begriff und Periodisierung des Mittelalters / Historisch–geographischer Überblick anhand von Karten / Überblick über die Ereignisgeschichte von der Völkerwanderungszeit bis zur Stauferzeit / Herrschaftsstrukturen im fränkischen Reich / Grundherrschaft und Lehenswesen / Reichskirche.

Literatur: J. Fleckenstein, Grundlagen und Beginn der dtsch. Geschichte, 3. Aufl. 1988; P. Hilsch, Mittelalter (Grundkurs Geschichte 2) 2. Aufl. 1995; H.K. Schulze, Grundstrukturen der Verfassung im MA, 3 Bde 1992–98.





Übungen


Prof. Dr. W. Hartmann
Lektürekurs: Quellen zur Geschichte des Papsttums im Mittelalter
2 st., Do 16–18
Beginn: 26.10.2000
Ort: Raum 221


Bemerkungen: Keine Übung im Sinn der Zwischenprüfungsordnung.

Inhalt: Es sollen einige zentrale Texte zur Herausbildung des päpstlichen Zentralismus aus der Zeit vom 5. bis zum beginnenden 14. Jahrhundert gelesen, übersetzt und interpretiert werden.

Literatur: C. Mirbt/K. Aland (Hg.), Quellen zur Geschichte des Papsttums und des römischen Katholizismus (61967); W. Ullmann, Die Machtstellung des Papsttums im Mittelalter. Idee und Geschichte (dt. 1960); B. Schimmelpfennig, Das Papsttum von der Antike bis zur Renaissance (41996).


ACHTUNG!!! Dr. K. Görich Staufer und Welfen ENTFÄLLT!!!!



Dr. M. Mersiowsky
Lektürekurs: Alttagsgeschichte und Sachkultur im Spätmittelalter
2 st, Mi 11–13
Beginn: 18.10.2000
Ort: Raum 119


Bemerkungen: für alle Semester.

Inhalt: In der modernen Geschichstwissenschaft geht es nicht mehr nur um Haupt– und Staatsaktionen. Seit etwa zwei Jahrzehnten spielt die Erforschung der Alltagsgeschichte und Sachkultur eine wichtige Rolle in der Mittelalterforschung. In der Übung werden nach einer Einführung in den spätmittelalterlichen Alltag die wichtigsten Quellenarten vorgestellt, gemeinsam gelesen und interpretiert: Chroniken, Dichtungen, Rechnungen, Inventare und anderes mehr, darüber hinaus werden auch mittelalterliche Bildquellen behandelt. Neben der Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen der Quelleninterpretation soll den Teilnehmern ein Einblick in Alltagsleben und materielle Umwelt der wichtigsten sozialen Gruppen im 14. und 15. Jahrhundert vermittelt und zu selbständigem Arbeiten angeregt werden. Eine Exkursion ist vorgesehen.

Literarur: Kühnel, Harry: Alltag im Mittelalter, 1986; Jaritz, Gerhard: Zwischen Augenblick und Ewigkeit. Einführung in die Alltagsgeschichte des Mittelalters, 1989.




Dr. A. Schmauder
Oberschwaben im Mittelalter
2 st., Di 18–20
Ort: Raum 405


Bemerkung: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Oberschwaben, diese kleingekammerte Adels–, Kloster– und Städtelandschaft zwischen Donau und Bodensee, wird immer wieder als Abbild des Reichs im Kleinen bezeichnet. Seine Prägung erfuhr es durch die Welfen, Staufer und Habsburger. Die Übung beschäftigt sich mit wesentlichen Quellen dieser Epoche: Stadtprivilegien, Klosterchroniken und Lehnsbriefen. Sie dient zugleich zur Vorbereitung eines Hauptseminars im Sommersemester 2001: Habsburg und Oberschwaben im Mittelalter.

Literatur: Handbuch der baden–württembergischen Geschichte, Bd. 2: Die Territorien im Alten Reich, hg. von Meinrad Schaab und Hansmartin Schwarzmaier, Stuttgart 1995; Oberschwaben, hg. von Hans–Georg Wehling (Schriften zur politischen Landeskunde Baden–Württemberg 24), Stuttgart 1995.





Kolloquium


Prof. Dr. W. Hartmann
Kolloquium zur Vorlesung: "Kaiser und Päpste im Mittelalter"
1 st., Fr 15–16 (14–täglich)
Beginn: 27.10.2000
Ort: Raum 119


Inhalt: Im Kolloquium sollen wichtige Probleme der Vorlesung anhand einer Lektüre und Übersetzung der Quellen sowie einer Diskussion der Forschungsliteratur vertiefend behandelt werden.





Proseminare


AkadORat Dr. P. Hilsch
Karl der Große in seiner Zeit
2 st., 1. Gruppe Di 10–12
2. Gruppe: Fr 9–11
Beginn: 20.10.2000
Ort: Raum 228


Bemerkungen: Bitte persönliche Anmeldung in den Sprechstunden. Kleines Latinum erforderlich. Besonders Studienanfängern wird der Besuch der begleitenden Übung empfohlen.

Inhalt: Karl der Große, vor 1200 Jahren zum ersten Kaiser des Mittelalters gekrönt, gilt als eine Schlüsselfigur der europäischen Geschichte. Das spätere Frankreich wie das spätere deutsche Reich sahen in ihm und dem fränkischen Großreich ihr Vorbild und ihre Anfänge. Einige wichtige Aspekte seiner Zeit (Expansionskriege/Kaisertum/Reichsgut und Grundherrschaft/Bildungsreform/Karls Persönlichkeit und Hofgelehrte/Bildungsreform/Nachleben) sollen anhand von Quellen behandelt werden.

Literatur: J. Fleckenstein, Karl der Große. In: Lex.MA 5 (1991) Sp. 956–961; M. Becher, Karl der Große, 1999 (TB); R. Schneider, Das Frankenreich, 2. Aufl. 1990 (Grundr. der Gesch. 5).


Begleitende Übung zum Proseminar:

AkadORat Dr. P. Hilsch
Begleitende Übung zum Proseminar: "Karl der Große in seiner Zeit"
2 st., Di 16–18
Beginn: 24.10.2000
Ort: Raum 221


Bemerkungen: Für Teilnehmer des Proseminars Karl der Große. Keine Übung im Sinn der Zwischenprüfungsordnung.

Inhalt: In Verbindung mit anstehenden Inhalten und Problemen des Proseminars werden folgende Themen angeboten: Bibliotheksführung, Bibliographieren und Zitieren, Arbeits– und Lehrformen im Geschichtsstudium, das Mittellatein, einige Historische Hilfswissenschaften (histor. Geographie, Chronologie, Genealogie), Grundbegriffe der Geschichtstheorie.

Literatur: H.W. Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 1993 (utb). Siehe auch die Allgemeine Literaturliste Mittelalter, die bereits erhältlich ist.



PD Dr. G. Schmitz
Der Investiturstreit
2 st., Fr 9–11
Beginn: 20.10.2000
Ort: Raum 221


Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich; Hausarbeit; Klausur.

Inhalt: Das 11. Jahrhundert und insbesondere dessen zweite Hälfte wird immer mehr als eine entscheidende Wendezeit in der Geschichte Alteuropas begriffen. Der sog. Investiturstreit bietet dafür auf zentralen Feldern eines der markantesten Beispiele. Er bildet den thematischen Hintergrund, um den Studienanfänger in Probleme der mittelalterlichen Geschichte und die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens einzuführen.

Literatur: W. Hartmann, Der Investiturstreit (München: Oldenbourg 1993, Enzyklopädie deutscher Geschichte 21; mittlerweile in 2. Aufl. erschienen); A. von Brandt, Werkzeug des Historikers: Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften 15. Aufl. (Urban TB; 33,1998).




Dr. E. Frauenknecht
Karl IV. (1316–1378). Ein "hegemonialer" Herrscher des Spätmittelalters
2 st., Do 9–11
Beginn: 19.10.2000
Ort: Raum 119a


Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erforderlich. Bitte persönliche Anmeldung in meiner Sprechstunde. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Wohl kaum eine andere Herrscherfrage des deutschen Spätmittelalters fand in der Forschung solche Beachtung wie Karl IV. (1316–1378). Obwohl gerade die Anfangsjahre nach Karls Wahl 1346 nicht frei von Schwierigkeiten waren, gelang ihm eine relativ rasche Konsolidierung seiner Herrschaft. Er verstand es, trotz der Rivalität der drei großen Dynastien (Luxemburger, Wittelsbacher und Habsburger) die eigene Hausmacht zumindest für die Dauer seiner Herrschaft beträchtlich zu erweitern. Das Verhältnis zwischen Reich und Territorien, die Rolle der Städte, sowie seine Kontakte zu den Päpsten verdeutlichen weitere strukturelle Probleme des deutschen Spätmittelalters. Untrennbar mit Karls Herrschaftszeit verbunden sind die Verkündung der Goldenen Bulle (1356), durch die Wahlmodalitäten des römischen Königs geregelt wurden, sowie die Gründung der Universität Prag (1348).

Literatur: Im Jubiläumsjahr 1978 erschien eine ganze Reihe von Sammelbänden, die Person und Herrschaft Karls IV. zum Thema hatten: Ferdinand Seibt (Hg.), Karl IV., Staatsmann und Mäzen (1978). – Hans Patze (Hg.), Kaiser Karl IV. (1316–1378) (= BDLG 114, 1978). Als methodische Einführung für das Proseminar: Hans–Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (1993).





Hauptseminare


Prof. Dr. W. Hartmann
Die Kaiserkrönung Karls des Großen. Ein Ereignis und seine Nachwirkung
2 st., Mi 16–18
Beginn: 25.10.2000
Ort: Raum 119a


Inhalt: Bis in die neueste Literatur über Karl den Großen hinein (Becher 1999, Hägermann 2000) sind die Vorgänge und die Hintergründe des Ereignisses vom 25. Dezember 800 umstritten. Anläßlich der 1200–jährigen Wiederkehr der Kaiserkrönung Karls des Großen sollen nicht nur die Quellen zu diesem Ereignis noch einmal betrachtet und die reiche Forschungsliteratur durchmustert werden, sondern es soll auch die Nachwirkung dieser ersten durch einen Papst vorgenommenen Kaiserkrönung in verschiedener Hinsicht untersucht werden.

Literatur: G. Wolf (Hg.), Zum Kaisertum Karls des Großen (1972); Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn, 3 Bde (1999); M. Becher, Karl der Große (1999); D. Hägermann, Karl der Große (2000).




Prof. Dr. E. Widder
Höfe und Residenzen im Spätmittelalter
2 st., Di 16–18
Ort: Raum 228


Inhalt: Höfe und Residenzen sind erst in den letzten Jahrzehnten wieder in den Blick der Geschichtswissenschaft gerückt. In diesem Hauptseminar sollen die Gründe dafür diskutiert sowie an ausgewählten Beispielen Methoden und Probleme der Erforschung von Höfen und Residenzen des Spätmittelalters vorgestellt werden.

Literatur: Vgl. die Bände der Reihe 'Residenzenforschung' sowie die Zeitschrift 'Mitteilungen der Residenzen–Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen', ferner im Internet: http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de




Prof. Dr. S. Lorenz / O. Auge
Die Prämonstratenser in Südwestdeutschland im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
(mit Eintagesexkursion)
2 st., Do 18-20
Beginn: 26.10.2000
Ort: Raum 405


Bemerkungen: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Die Prämonstratenser waren als Regularkanoniker Exponenten der Kirchenreform des 12. Jahrhunderts. Über ein bald nach ihrer Entstehung schon weitverzweigtes Netz von Niederlassungen prägten sie die Stifts– und Klosterlandschaft gerade in Südwestdeutschland. Im Seminar sollen die Anfänge der Prämonstratenser und deren Zusammenhänge mit der Kirchenreform, die wirtschaftliche Bedeutung ihrer Niederlassungen, deren Verflechtung mit Herrschaft und entstehendem Staat sowie deren kulturell–liturgische Bedeutung beleuchtet werden. Des weiteren wird auf das Ende der Prämonstratenser in Südwestdeutschland, teils im Zuge der Reformation, teils erst mit der Aufhebung des Alten Reichs (1806), einzugehen sein. Das Seminar lehnt sich an das Stiftskirchenprojekt des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an (Näheres siehe Website des IfgL). Für Studierende besteht im Rahmen des Seminars und darüber hinaus die (erwünschte) Möglichkeit zur Mitarbeit und zur wissenschaftlichen Publikation. Die Durchführung einer Eintagesexkursion zu einer (oder mehreren) der zahlreichen Prämonstratenserniederlassungen in unserem Raum ist für den Monat Februar 2001 geplant.

Literatur: B.F. Grassl, Der Prämonstratenserorden, seine Geschichte und seine Ausbreitung bis zur Gegenwart, in: Analecta Praemonstratensia, Suppl.–Bd. zu Bd. 10 (1934). – A.–K. Huber, Die Prämonstratenser, Baden–Baden 1954. – N. Backmund, Geschichte des Prämonstratenserordens, Grafenau 1986. – F. Winter, Die Prämonstratenser des 12. Jahrhunderts und ihre Bedeutung für das nordöstliche Deutschland, Berlin 1865, ND Aalen 1966. – Barbarossa und die Prämonstratenser, hg. von der Gesellschaft für staufische Geschichte Göppingen (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst, Bd. 10), Göppingen 1989. – Weitere Literatur wird im Seminar genannt.




Prof. Dr. S. Lorenz / Dr. P. Rückert
Grundherrschaft und Landnutzung am oberen Neckar im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
2 st., Do 16–18
Beginn: 26.10.00
Ort: Raum 405


Bemerkungen: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Die Entwicklung der mittelalterlichen Kulturlandschaft wurde kleinräumig geprägt von den örtlichen Grundherrschaften. Diese sind als Träger raumwirksamer und umweltverändernder Prozesse in Südwestdeutschland von der historischen Forschung bislang allerdings kaum konkret profiliert. Aufgrund einer günstigen Überlieferungslage bietet sich der Raum um Tübingen/Reutlingen an, um die Wechselwirkung von Herrschaft, Besiedlung und Umweltgestaltung nachzuzeichnen. Dabei soll am Beispiel der dominanten Grundherrschaften – v.a. Kloster Bebenhausen, Kloster Zwiefalten und Grafschaft Württemberg – und ausgehend von einzelnen Wirtschaftsbetrieben die Entwicklung der Landnutzung und Agrarverfassung im späteren Mittelalter verfolgt werden. Neben der Auswertung der einschlägigen Schriftzeugnisse sind dabei überdies die Ergebnisse von Archäologie, Geographie und Archäobotanik mit einzubeziehen, so daß gleichzeitig Quellen und Methoden der interdisziplinär arbeitenden Landeskunde vermittelt werden.

Literatur: Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt. Zur Einführung geeignet: W. Rösener, Einführung in die Agrargeschichte, Darmstadt 1997.





Für Fortgeschrittene


Prof. Dr. W. Hartmann / Prof. Dr. E. Widder
Kolloquium für Doktoranden, Magistranden und Examenskandidaten
1 st., nach Vereinbarung
Ort wird in den Einladungen bekanntgegeben


Bemerkungen: nur auf persönliche Einladung.




Prof. Dr. S. Lorenz
Oberseminar für Examenskandiaten, Doktoranden und Fortgeschrittene
2 st., nach Vereinbarung




Prof. Dr. E. Widder / Prof. Dr. B. Scholkmann
Oberseminar: Interdisziplinäre Forschungsfragen zur Stadt im Spätmittelalter.
2 st., Do 16–18
Ort: Raum 119a


Inhalt: Das Kolloquium wendet sich an Studierende der Geschichtswissenschaft im Hauptstudium. Gemeinsam mit Studierenden der Mittelalterarchäologie sollen Probleme und Forschungsmethoden zur Stadt im Spätmittelalter interdisziplinär vorgestellt und diskutiert werden.

Literatur: Eberhard Isenmann: Die deutsche Stadt im Spätmittelalter 1250–1500. Stadtgestalt, Recht, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Stuttgart 1988; Hartmut Boockmann: Die Stadt im späten Mittelalter, 3. Aufl. München 1994.




Prof. Dr. I. Eberl
Kirche und Religion als Faktor der ,Modernisierung' im mittelalterlichen Europa. Das Beispiel der geistlichen Herrschaften und Institutionen


Bemerkungen: nur auf persönliche Einladung. – Sitzungen: Dienstag, 12.9. bis Freitag, 15.9.2000; Freitag, 20.10. bis Sonntag, 22.10.2000 und Freitag, 19.1. bis Sonntag, 21.1.2001. Uhrzeiten werden noch bekanntgegeben. – Ort s. Aushang (ist vermutlich außerhalb des Hegelbaus)




Professoren Dr. P.Godman / Dr. W. Hartmann /
Dr. C. Huber / Dr. S. Lorenz / Dr. A. Schindling /
Dr. B. Wachinger / Dr. G. Wieland

Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium
"Ars und Scientia im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit"
2 st., s. Aushang
Ort: s. Aushang