Literatursuche für Mittelalter-Historiker

» Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2013 - 17:37 | Eingetragen: 6. Dezember 2006 - 13:32.

zurück vor

Wenn man noch gar nicht genau über das Thema Bescheid weiß, empfiehlt es sich nicht, gleich mit den großen Bibliographien anzufangen. Denn um diese wirklich sinnvoll nutzen zu können, muss man erst einmal einen ganz rudimentären Überblick über das Thema haben. Sonst kann man nämlich mit der detaillierten systematischen Gliederung der meisten Bibliographien gar nichts anfangen.

Zum Einstieg sollte man erst einmal das Lexikon des Mittelalters (im Uni-Netz)oder ein anderes Nachschlagewerk konsultieren. Hierbei findet man die ersten Angaben, die man dann nach dem Schneeballsystem weiter ausbauen kann. Spätestens nach diesem Schritt hat man einen Eindruck von der thematischen Einordnung der eigenen Fragestellung und weißszlig; vielleicht auch bereits, welche Autoren häufig zu diesem Thema veröffentlichen. Jetzt kann man auch mit Gewinn die Bibliographien verwenden.

Besonders empfehlenswert ist die Verwendung der International Medieval Bibliography (IMB). Diese seit Ende der Sechziger Jahre erscheinende Bibliographie ist inzwischen auch online (im Uni-Netz) verfügbar, so dass man komfortabel nach neuesten Monographien und Aufsätzen suchen kann.

Die wohl umfassendste Bibliographie für Mittelalter-Historiker stellt der Medioevo Latino dar. Eine Einführung dazu gibt's auf der nächsten Seite.

Seit neuestem sind die Medioevo Latino-Bände auch in Mirabile durchsuchbar.

Für wirklich aktuelle Veröffentlichungen reicht auch die beste Bibliographie nicht aus. Daher ist es unerlässlich, die Literatursuche durch einen Blick in die neuesten Jahrgänge der einschlägigen Fachzeitschriften zu ergänzen. Wissenschaftliche Zeitschriften wie z. B. das Deutsche Archiv bieten auch einen reichhaltigen Rezensionsteil, den man auch zur Ergänzung der Bibliographie verwenden kann.

 

Auf der nächsten Seite wird speziell in die Benutzung des Medioevo Latino eingeführt.

 


© by Larissa Veronesi und Clemens Radl
Update 2006 by Valeria Lilie und Benjamin Reimold
Update 2013 by Annette Grabowsky