Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2010/2011

» Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2010 - 14:59 | Eingetragen: 16. Juli 2010 - 18:13.

Die Anmeldung zu den Seminaren erfolgt über das Campus-System (Regelungen für die Online-Anmeldung).

Vorlesungen | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Kolloquien und Oberseminare

Vorlesungen

Prof. Dr. Steffen Patzold
Einhard: Leben am Hof Karls des Großen und Ludwigs des Frommen
2 st., Fr 10:00–12:00
Beginn: 22.10.2010 29.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Ort: HS Keplerstr. 2.

Inhalt: Einhard gehört zweifellos zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der Karolingerzeit. Er war Laie – und war doch einer der besten Gelehrten seiner Zeit. Er stammte aus keiner der führenden Familien des Reichs – und zählte doch unter Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen zu den einflußreichsten Personen. Er hatte kein weltliches Amt inne – und verfügte doch bis in die späteren 820er Jahre über eine Machtposition wie kaum ein anderer Zeitgenosse. Aber damit nicht genug: Als Autor einer Biographie Karls des Großen hat Einhard das Bild dieses Kaisers bei der Nachwelt dauerhaft geprägt. Noch heute stützt sich jede Biographie Karls des Großen zu einem guten Teil auf Einhards Darstellung. Die Vorlesung verfolgt zwei Ziele: Sie möchte mit Einhards Person und seinen Werken vertraut machen; und sie möchte zugleich, am Beispiel Einhards, in die Hofkultur der Karolingerzeit einführen.

Literatur: Hartmann, Wilfried: Karl der Große (Kohlhammer-Urban-Taschenbücher 643), Stuttgart 2010; de Jong, Mayke: The penitential state. Authority and atonement in the age of Louis the Pious, 814–840, Cambridge 2009; Einhard. Studien zu Leben und Werk. Dem Gedenken an Helmut Beumann gewidmet, hg. v. Hermann Schefers (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission. N.F. 12), Darmstadt 1997.

Leistungsnachweis: gestaffelt nach Studienniveau folgende Prüfungsleistungen am Semesterende: 15min. mündliche Prüfung (als Modulprüfung in einem Grundmodul: 4 ECTS-LP bzw. als Einzelleistung für den Wahlbereich: 3 ECTS-LP) innerhalb der Aufbaumodule des Lehramts- und B.A.-Studiums sowie der Spezialisierungsmodule des M. A.- (bzw. im Hauptstudium des Magister-)Studiums 30min. mündliche oder 4st. schriftliche Prüfung (jeweils 6 ECTS-LP)

Prof. Dr. Robert Kretzschmar
Südwestdeutsche Landesgeschichte im Spiegel der archivalischen Überlieferung
2 st., Fr 14:00–16:00
Beginn: 15.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Ort: HS Keplerstr. 2.

Inhalt: Die Vorlesung gibt einen Überblick über die südwestdeutsche Landesgeschichte vom Mittelalter bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert, wobei sie auch aufzeigt, welche Überlieferung sich dazu als Quellengrundlage in den staatlichen, kommunalen und sonstigen Archiven erhalten hat. Sie bietet so zugleich eine breite Einführung in die archivalische Quellenkunde wie auch in die Archivkunde und Archivgeschichte.

Literatur: Auf einschlägige Literatur wird in der Vorlesung laufend hingewiesen.

Leistungsnachweis: gestaffelt nach Studienniveau folgende Prüfungsleistungen am Semesterende: 15min. mündliche Prüfung (als Modulprüfung in einem Grundmodul: 4 ECTS-LP bzw. als Einzelleistung für den Wahlbereich: 3 ECTS-LP) innerhalb der Aufbaumodule des Lehramts- und B.A.-Studiums sowie der Spezialisierungsmodule des M. A.- (bzw. im Hauptstudium des Magister-)Studiums 30min. mündliche oder 4st. schriftliche Prüfung (jeweils 6 ECTS-LP)

Vorlesungen | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Kolloquien und Oberseminare

Proseminare (inklusive obligatorischem Tutorium)

Dr. Thomas Kohl
Der Bischof und seine Stadt im frühen und hohen Mittelalter
3 st., Do 10:00–13:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 21.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Das Amt des Bischofs ist seit seiner Entstehung an eine Stadt bzw. civitas gebunden. Durch den Zerfall der römischen Verwaltung im Übergang von der Spätantike zum Mittelalter standen den Bischöfen erhebliche Machtpositionen offen, die sie in Konkurrenz mit den Grafen und Königen, später auch mit den Einwohnern ihrer Städte mehr oder weniger erfolgreich entwickeln konnten. Dabei bewegten sie sich im Spannungsfeld zwischen der Bevölkerung der Stadt, deren Klerus und Volk sie nach dem Kirchenrecht wählten, der universalen christlichen Gemeinschaft und den weltlichen Machthabern, die in erheblichem Maße auf die Zuarbeit der Bischöfe angewiesen waren. Das Proseminar wird die Fragen untersuchen, wie sich das Verhältnis der Bischöfe zu ihrer Stadt und deren Bewohnern auf dem Gebiet des fränkischen Großreichs und seiner Nachfolgereiche im frühen und hohen Mittelalter darstellte und wie es sich regional und diachron unterschied. Dabei wird auch in die Methoden und Arbeitsweisen der mittelalterlichen Geschichte eingeführt.

Literatur: Zu Arbeitstechniken und Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719, Stuttgart 32006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (UTB basics 2575, Konstanz 22007), zum Thema: Michael Borgolte, Die mittelalterliche Kirche (Enzyklopädie deutscher Geschichte 17, München 1992).

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. Erwin Frauenknecht
Die mittelalterliche Königswahl. Faktoren und Entwicklungen
3 st., Mo 08:00–10:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 11.10.2010
Mo 12:00–13:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 11.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Hochmittelalterliche Königserhebungen betonen nur vereinzelt den Aspekt der Wahl, im 13. Jahrhundert kommt der Wahl eine stärkere Bedeutung zu. An der Doppelwahl von 1257 und bei der Wahl Rudolfs von Habsburg 1273 kristallisiert sich das spätere Wahlgremium von sieben Fürsten heraus. Die Goldene Bulle schließlich normiert 1356 die rechtlichen und symbolischen Akte, die bei der Wahl und Krönung des römisch-deutschen Königs zu beachten waren. Bei keiner mittelalterlichen Königswahl wird jedoch der Nachfolger des verstorbenen Königs im Sinne einer freien Auswahl bestimmt, stets waren dynastische Komponenten und Einflussnahme der Fürsten wirksam. An ausgewählten Beispielen werden Faktoren und Entwicklungen der mittelalterlichen Königswahl untersucht.

Literatur: Jörg Rogge: Die deutschen Könige im Mittelalter – Wahl und Krönung, Darmstadt 2006. – Methodischer Teil: Hans-Werner Goetz: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3. Auflage 2006. – Martina Hartmann: Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 2004. – Harald Müller: Mittelalter (Studienbuch Geschichte), Berlin 2008.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. Erwin Frauenknecht
Vom Hausmeier zum Kaiser. Der Aufstieg der Karolinger
3 st., Mi 08:00–10:00
Ort: Raum R. 28 (Hegelbau)
Beginn: 13.10.2010
Mi 12:00–13:00
Ort: Raum R. 28 (Hegelbau)
Beginn: 13.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: „Eine Familie schafft Europa“ so lautete eine gängige These von Pierre Riche zum Aufstieg der Karolinger. Mittlerweile wird der Satz in dieser Deutlichkeit nicht mehr so formuliert, aber der prägende Einfluss der Karolinger ist im 9. Jahrhundert unverkennbar. Als königliche Funktionsträger erscheinen sie unter den Merowingern, 751 gelangen sie auf den Königsthron, und mit Karl dem Großen findet der „lange Aufstieg“ der Karolinger ihren vorläufigen Höhepunkt. Nicht nur die politische Geschichte des 9. Jahrhunderts erhält prägende Impulse durch die Karolinger. In kulturellen und religiösen Lebensbereichen initiieren die Karolinger weitreichende Reformprozesse, die mit Bildungsreform oder karolingischer Renaissance umschrieben werden, und weit über Karl den Großen hinaus wirken. Das Proseminar wird an ausgewählten Themen Aufstieg und Einfluss der Karolinger sichtbar machen.

Literatur: Matthias Becher: Merowinger und Karolinger, Darmstadt 2009. – Johannes Laudage, Lars Hageneier, Yvonne Leiverkus: Die Zeit der Karolinger, Darmstadt 2006. – Rudolf Schieffer: Die Zeit des karolingischen Großreiches (714 – 887) (Gebhardt Handbuch der deutschen Geschichte, 10. Auflage, Bd. 2), Stuttgart 2005. – Pierre Riché: Die Welt der Karolinger, Stuttgart 1999. Methodischer Teil: Hans-Werner Goetz: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3. Auflage 2006. – Martina Hartmann: Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 2004. – Harald Müller: Mittelalter (Studienbuch Geschichte), Berlin 2008.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Steffen Patzold
Heilige und Heiligenkult im Frankenreich des 8. Jahrhunderts
3 st., Mi 08:00–10:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Beginn: 20.10.2010
Mi 12:00–13:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Beginn: 20.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.  Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Das Proseminar soll die Studierenden in erster Linie mit Arbeitstechniken, Methoden, Ansätzen und Fragestellungen der Mediävistik vertraut machen. Es möchte dazu nicht nur die wichtigsten wissenschaftlichen Hilfsmittel und Standardwerke des Teilfaches vorstellen, sondern auch zentrale Quellengattungen des Mittelalters präsentieren und in die Historischen Hilfswissenschaften einführen. Das Beispiel des Heiligenkults im Frankenreich des 8. Jahrhunderts eignet sich gut dazu, grundlegende Züge der Religiosität, aber auch der Politik, der Wirtschaft und des Rechts in einer frühmittelalterlichen Gesellschaft kennenzulernen: Heilige nahmen in der religiösen Vorstellungswelt der Zeit einen prominenten Platz ein. Der Kult um ihre Überreste (Reliquien) war zudem ein Wirtschaftsfaktor, über den Besitz von Reliquien konnten Streitigkeiten ausbrechen – und nicht zuletzt konnten Heilige auch politisch instrumentalisiert werden. Im Seminar sollen diese Phänomene in gemeinsamer Quellenarbeit in den Blick genommen werden.

Literatur: In die Methodik: Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719), 3., überarb. Aufl., Stuttgart 2006. Zum Thema: Angenendt, Arnold: Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, München 1994.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Steffen Patzold / Annette Grabowsky
Heinrich III. und die Anfänge der Kirchenreform
3 st., Di 10:00–13:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 12.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Die Herrschaft Heinrichs III. (1039–1056) wurde lange als Höhepunkt des mittelalterlichen König- und Kaisertums gesehen; gerade die neuere Forschung hat aber den Blick auf Konflikte und Krisen am Ende seiner Regierungszeit gelenkt. Das Seminar will sich vor dem Hintergrund dieser Kontroverse mit der Kirchenreform des 11. Jahrhunderts, die von Heinrich nachdrückliche Förderung erfahren hat, beschäftigen. Im Mittelpunkt des Interesses werden seine Eingriffe in die Besetzung des Papststuhls auf den Synoden von Sutri und Rom 1046 stehen. Anhand von Heinrichs Regierungszeit sollen in diesem Seminar Grundzüge hochmittelalterlicher Geschichte vermittelt und zugleich eine Einführung in zentrale Probleme und Methoden der mittelalterlichen Geschichtsforschung geboten werden.

Literatur: Zu Arbeitstechniken und Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719, Stuttgart 32006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (UTB basics 2575, Konstanz 22007); zur Einführung in das Thema: Ludger Körntgen, Ottonen und Salier (Geschichte kompakt, Darmstadt 32010); Matthias Becher, Heinrich III. (1039–1056), in: Die deutschen Herrscher des Mittelalters. Historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919–1519), hg. von Bernd Schneid­müller und Stefan Weinfurter (München 2003) S. 136–153. Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. des. Iris Holzwart-Schäfer
Religiöse Bewegungen im späteren Mittelalter
3 st., Mi 10:00–12:00
Ort: Raum R. 28 (Hegelbau)
Beginn: 20.10.2010
Mi 12:00–13:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 20.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet

Inhalt: Während im früheren Mittelalter „das Christentum nur von kleinen Eliten voll gelebt worden war“ (Georges Duby),  entstanden seit dem 12. Jahrhundert zahlreiche religiöse Bewegungen, die vom Ideal der radikalen Christusnachfolge, Kritik am Zustand der Kirche und dem Wunsch nach stärkerer Partizipation der Laien geprägt waren. Im Seminar sollen neben den religiösen Vorstellungen dieser Bewegungen insbesondere die Ursachen ihrer Entstehung, ihr Verhältnis zur Amtskirche und zur Gesamtbevölkerung untersucht werden. Der zeitliche und thematische Rahmen reicht von der „religiösen Armutsbewegung“ des 12. Jahrhunderts, die als häretisch verfolgte Gruppierungen wie Katharer und Waldenser, aber auch die Bettelorden, das Beginentum sowie das spätmittelalterliche Bruderschafts- und Hospitalwesen hervorbrachte, über frühreformatorische Bewegungen und die Kirchenreformbemühungen des 15. Jahrhunderts bis hin zur Reformation. Zugleich führt das Seminar in Methoden und Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft ein und stellt wichtige Hilfsmittel, Forschungsansätze und Quellengattungen der Mediävistik vor.

Literatur: Zu Arbeitstechniken und Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719, Stuttgart 32006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (UTB basics 2575, Konstanz 22007). Zum Thema: Herbert Grundmann, Religiöse Bewegungen im Mittelalter, Darmstadt 1977 (11935); Arnold Angenendt, Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 1997; Peter Dinzelbacher (Hg.): Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum, Bd. 2: Hoch- und Spätmittelalter, Paderborn 2000

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. des. Marco Veronesi
Henry II – Das Angevinische Reich
3 st., Mi 13:00–16:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 13.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Die Heirat des Grafen Gottfried von Anjou mit der englischen Königstochter und Regentin Maud, und diejenige ihres Sohnes Henry mit Eleonore von Aquitanien ließ im Westen Europas für kurze Zeit ein Herrschaftsagglomerat von beträchtlichen Ausmaßen entstehen – das später so genannte Angevinische Reich. Die lange Herrschaft Henry II von England (1154–1189) konnte allerdings nicht verhindern, daß das Reich spätestens unter seinem Sohn Johann Ohneland bereits wieder in Auflösung begriffen war. Das Seminar wird der Frage nachgehen, wodurch Herrschaftsausübung und -konsolidierung der angevinischen Herrscher einerseits ermöglicht, andererseits begrenzt und verhindert wurde. Im Rahmen des begleitenden Tutoriums ist das Seminar gleichzeitig eine Einführung in Quellen, Methoden und Hilfsmittel der Mediävistik.

Literatur: Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Vorlesungen | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Kolloquien und Oberseminare

Übungen

Dr. Olga Keller
Die Lebenswelt von Deutschen und Slaven in den erzählenden Quellen des Mittelalters
2 st., Di 08:00–10:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 19.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen:

Inhalt: Die Übung zielt darauf, die Vielfalt und Reichweite der Kulturkontakte und die gegenseitigen Beeinflussungen in Mittel- und  Osteuropa vor Augen zu führen. Methodisch bedeutet das die Präferenz von Wechselseitigkeit statt Eindimensionalität im nationalen Fragespektrum, von Dynamik statt Zementierung vorgefasster Muster. Dazu lesen wir verschiedene Quellen des Mittelalters, in erster Linie deutsche Chroniken   (Thietmar von Merseburg,  Adam von Bremen,  Helmold von Bosau)  die altrussische „Erzählung der vergangenen Jahre“  des Kiewer Mönchs Nestor, die „Chronik der Böhmen“ des Prager Domdechanten Cosmas, die „Chronik und Taten der Herzöge und Fürsten von Polen“ eines aus Frankreich stammenden anonymen Klerikers u.a.

Literatur: Clever, Werner: Germanen, Slawen und Deutsche in Ostmittel- und Osteuropa (2. Jh. v. Chr. – 16. Jh.); Dortmund 2000; Slawen, Deutsche und Dänen in zwei historischen Grenzregionen (Schleswig-Holstein und Großpolen). Vorträge einer gemeinsamen Konferenz des Instituts für Geschichte der Adam-Mickiewicz-Universität Pozna? und des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Pozna?, 23. – 25. Oktober 1997  hg. von Jerzy Strzelczyk, Poznan 2001 (Publikacje Instytutu Historii UAM 38); Wünsch, Thomas: Deutsche und Slawen im Mittelalter. Beziehungen zu Tschechen, Polen, Südslawen und Russen, München, 2008.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 2 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Harald Sellner, M. A.
Autobiographie im Hohen Mittelalter
2 st., Mi 10:00–12:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 13.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Gute Latein- und Französischkenntnisse vorausgesetzt.

Inhalt: Eine der faszinierendsten Quellengattungen des Mittelalters ist ohne Zweifel die Autobiographie. Beschränken sich autobiographische Angaben in Werken des frühen Mittelalters weitgehend auf einzelne Passagen, scheint das Interesse am Individuum im 12. Jahrhundert gewachsen zu sein. Am Beispiel der Historia calamitatum Abälards und den Monodiae Guiberts von Nogent ­­– den beiden bekanntesten Autobiographien für diese Zeit – soll den Studierenden diese Quellengattung näher gebracht werden. Neben interessanten Einblicken in die Denk- und Lebenswelt des 12. Jahrhunderts, soll das Aufkommen dieser Texte in einen größeren mentalitätsgeschichtlichen Kontext gestellt werden. Darüber hinaus wird es darum gehen, zu zeigen, wie die moderne Geschichtswissenschaft mit diesen Texten umging und dies kritisch zu hinterfragen.

Literatur: Guibert de Nogent: Autobiographie, hg. u. übers. von Edmond-René Labande, (Les classiques de l’histoire de France au Moyen Age 34), Paris 1981. Abaelards „Historia calamitatum“: Text, Übersetzung und literaturwissenschaftliche Modellanalysen, hg. von Dag Nikolaus Hasse, Berlin 2002.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 2 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Annette Grabowsky
Quellen zum „Investiturstreit“
2 st., Mi 10:00–12:00
Ort: Raum 119 (Hegelbau)
Beginn: 13.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Mit dem Begriff „Investiturstreit“ bezeichnet die Forschung gewöhnlich die Zeit von der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts bis zum Wormser Konkordat 1122 und meint damit nicht nur die Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Königtum im engeren Sinne, sondern eine Zeit tiefgreifender Wandlungen und Umbrüche in vielen Bereichen. In dieser Übung soll vor allem der Konflikt zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. behandelt werden, dessen Ursachen und Verlauf besonders anhand von Quellen aus der Feder Gregors VII. und seiner Anhänger untersucht werden sollen. Da nicht alle Quellen in Übersetzung vorliegen, bietet die Übung zugleich die Gelegenheit, Lateinkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen sowie die Besonderheiten des mittelalterlichen Lateins kennen zu lernen.

Literatur: Wilfried Hartmann, Der Investiturstreit (EdG 21, München 32007); Ludger Körntgen, Ottonen und Salier (Geschichte kompakt, Darmstadt 32010); Rudolf Schieffer, Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit (Beck Wissen, München 2010). Weitere Literatur wird in der Übung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 2 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Dr. phil. Michael Klein
Handschriftliche Klosterchroniken mit Geschichtsnachrichten zu Grafschaft und Herzogtum Württemberg in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Lektürekurs und Interpretationen)
2 st., Di 14:00–16:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 19.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen:

Inhalt: Die spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Klosterchroniken bereiteten als erste Bausteine die spätere Geschichtsschreibung von Württemberg vor und schufen wichtige Voraussetzungen der späteren Geschichtskenntnisse. Zugleich zeigen sie die Selbstbeurteilung jener Institutionen, deren Eigenleben zum großen Teil schon durch die bald darauf folgende Reformation beendet worden ist. Die Beschäftigung mit ihren Texten führt also einerseits zum Verständnis von Landesgeschichte allgemein, andererseits zur Kenntnis einer kurze Zeit später untergegangenen Welt. Die gemeinsame Lektüre und Interpretation ausgewählter Beispiele – vor allem aus ihren handschriftlichen Überlieferungen – soll zugleich in lernender Aneignung hilfswissenschaftliche Kenntnisse vermitteln (insbesondere Paläographie, Chronologie, Handschriftenkunde usw.)

Literatur: Literaturhinweise werden in der ersten Sitzung verteilt.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 2 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich   in den Masterstudiengängen (Sitzungsleitung incl. Vor- und Nachbereitung) 6 ECTS-LP im Rahmen der Spezialisierungs- bzw. Ergänzungsmodule

Vorlesungen | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Kolloquien und Oberseminare

Hauptseminare

Prof. Dr. Steffen Patzold /Prof. Dr. Andreas Hasenclever
Fragile Staatlichkeit und mittelalterliche Geschichte
2 st., Do 16:00–18:00
Beginn: 28.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Ort: Raum 124, Institut für Politikwissenschaft, Melanchthonstr. 36.

Inhalt: Mediävisten haben seit dem 19. Jahrhundert intensiv darüber diskutiert, ob die Reiche des Mittelalters Staaten gewesen seien. Dieser Diskussion hat bis in die jüngste Zeit jene klassische Definition des Staates zugrunde gelegen, die von G. Jellinek und M. Weber um 1900 entwickelt worden ist. In den Politikwissenschaften sind in jüngerer Zeit erheblich differenziertere Staatsbegriffe diskutiert worden. Die aktuellen politologischen Diskussionen legen es nahe, auch die mediävistische Debatte über den Staat noch einmal grundlegend neu zu führen. Im Seminar sollen deshalb Studierende der Politikwissenschaft und der Geschichtswissenschaft gemeinsam über Formen von Staatlichkeit diskutieren – und Beispiele aus der mittelalterlichen Geschichte und unserer Gegenwart vergleichend in den Blick nehmen.

Literatur: Als jüngste Bilanz der mediävistischen Forschung: Der frühmittelalterliche Staat – europäische Perspektiven, hg. v. Walter Pohl (Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 16), Wien 2009, mit der aktuellen Literatur.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Steffen Patzold
Aachen in der Karolingerzeit
2 st., Mo 16:00–18:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 18.10.2010 25.10.2010 (wegen Berufungskommission NF Lorenz)
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Karl der Große (748–814) hat Aachen im letzten Viertel des 8. Jahrhunderts systematisch zu einem Hauptort seiner Herrschaft ausbauen lassen. In den letzten Jahren seiner Regierungszeit hat er Aachen dann sogar kaum noch verlassen; in dieser Zeit bekam die Aachener Pfalz geradezu den Charakter einer Residenz. Auch noch Karls Sohn und Nachfolger, Ludwig der Fromme, organisierte zunächst von hier aus seine Herrschaft über das gesamte Frankenreich. Im Seminar soll Aachen als ein „place of power“ (J. Nelson) in den Blick genommen werden: Was bedeutete es, in den Jahren um 800 Herrschaft über ein Großreich von einer festen Residenz aus zu organiseren? Wie sah Aachen um 800 aus? Wie funktionierte der Hof Karls des Großen und Ludwigs des Frommen? Und welche Bedeutung hatte Aachen für die späteren Karolinger? Sofern Interesse besteht, soll im Rahmen des Seminars eine zweitägige Exkursion nach Aachen angeboten werden.

Literatur: Nelson, Janet L.: Aachen as a Place of Power, in: de Jong, Mayke / Theuws, Frans / van Rhijn, Carine (Hrsg.), Topographies of Power in the Early Middle Ages (The Transformation of the Roman World 6), Leiden u.a. 2001, S. 217–241; Falkenstein, Ludwig: Pfalz und vicus Aachen, in: Ehlers, Caspar (Hrsg.), Orte der Herrschaft. Mittelalterliche Königspfalzen, Göttingen 2002, S. 131–181.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Gerhard Schmitz
Burchard von Worms. Ein Bischof in salischer Zeit
2 st., Fr 10:00–12:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 15.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Burchard von Worms (gest. 1025) war einer der bedeutendsten Bischöfe seiner Zeit. Als Kenner des Kirchenrechts hat er eine 20 Bücher umfassende Sammlung ("Decretum") hinterlassen, die zu einer der erfolgreichsten vorgratianischen Collectiones canonum wurde. Als Bischof und Grundherr verfasste er eine Lex familiae Wormatiensis, die vorzügliche Einblicke in die Sozialstruktur, die allgemeine Verfasstheit und in das tägliche Leben einer bischöflichen Familia gibt.

Literatur: Burchard von Worms 1000–1025, hg. von Wilfried Hartmann (Quellen und Abh. zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 100, 2000) [Sammelband]. Das Dekret: Migne PL 140. Die Lex familiae Wormatiensis: Freiherr vom Stein Gedächtnisausgabe 32: Quellen zur deutschen Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte bis 1250, [1977]) Nr. 23 S. 88–104.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Immo Eberl
Der Aufstieg des staufischen Hauses bis zum Tode Friedrich I. Barbarossas (+1190)
2 st., Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Beginn: 22.10.2010
Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Beginn: 12.11.2010
Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Beginn: 19.11.2010
Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Beginn: 03.12.2010
Sa 09:00–18:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 13.11.2010
Sa 09:00–18:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 20.11.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen:

Inhalt: Die Staufer sind in rund einem halben Jahrhundert aus dem "Dunkel der Geschichte" kommend auf den Zenit der Macht gestiegen. Kaiser Heinrich IV. hat 1079 dem Staufer Friedrich das Herzogtum Schwaben übertragen und ihm gleichzeitig seine sehr junge Tochter Agnes verheiratet. Das Herzogtum Schwaben hatte sich im Investiturstreit in einen nördlichen kaisertreuen Teil und einen südlichen gegen den Kaiser stehenden Teil aufgesplittert. Das Seminar soll den Weg der Staufer in das Herzogsamt und die mögliche Herkunft der Familie erörtern. Herzog Friedrich I. starb 1105, sein Sohn Friedrich stand bereits 1125 in der Königswahl gegen Lothar II. wurde aber nicht gewählt. Er war mit der Welfin Judith verheiratet. Die Entwicklung des Herzogtums Schwaben unter den Staufern soll eingehend erörtert werden. Dazu der Kampf gegen Lothar III. und die Welfen. Friedrichs II. Bruder Konrad wurde dann 1138 nach dem Tode Lothars III. zum König gewählt. Seine Regierung sowie die seines Neffen Friedrich I. Barbarossas soll behandelt werden und die Entwicklung der staufischen Positionen zeigen (Erbschaft Welf VI., Lenzburger Erbschaft usw.)

Literatur: Alfred Haverkamp, Zwölftes Jahrhundert 1125 – 1198, Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, Band 5, 10. Aufl., Stuttgart 2003 Karl Jordan, Investiturstreit und frühe Stauferzeit (1056–1197), in: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte, Band 1. 9. Auf., Stuttgart 1970, S. 322ff.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Sönke Lorenz / Dr. Peter Andreas Rückert
Zur Wirtschaftsgeschichte oberschwäbischer Klöster und Städte im Mittelalter
2 st., Mo 16:00–18:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 18.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen:

Inhalt: Auch in Oberschwaben erwuchsen seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert jene neuen Formen wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenlebens, die wir als „Städte“ begreifen. Nach der Auflösung der staufischen Herrschaft in Südwestdeutschland um die Mitte des 13. Jahrhunderts begegnen uns in Oberschwaben etliche bedeutende Reichsstädte. Daneben existierten zahlreiche Städte, eingefügt in die Herrschaft diverser Territorien. Besondere Aufmerksamkeit soll hier auf die Symbiose von Stadt und Kloster gelegt werden: Ältere Klöster als Ansatzpunkte wie Motoren städtischer Entwicklung gilt es ebenso zu erfassen wie das wirtschaftliche Profil ausgebildeter städtischer Kommunen und klösterlicher Grundherrschaften. In einem ersten Schritt soll versucht werden, die Fülle der städtischen und monastischen Erscheinungsformen im Mittelalter zu überschauen, um daraus allgemeinere Kriterien hinsichtlich Erfolg und Misserfolg der Symbiose von Stadt und Kloster abzuleiten. Damit wird auch das Mitwirken der Städte und Klöster an der kulturellen Prägung jenes heute als Oberschwaben bezeichneten Raumes ins Blickfeld gerückt.

Literatur: Sönke Lorenz: Staufische Stadtgründungen in Südwestdeutschland. Aktuelle Aspekte, Tendenzen und Perspektiven in der Stadtgeschichtsforschung. In: Staufische Stadtgründungen am Oberrhein. Hg. von Eugen Reinhard und Peter Rückert (Oberrheinische Studien Bd. 15). Sigmaringen 1998. S. 235–272. Württembergisches Klosterbuch. Klöster, Stifte und Ordensgemeinschaften von den Anfängen bis in die Gegenwart. Hg. von Wolfgang Zimmermann und Nicole Priesching. Ostfildern 2003.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Dr. Stephan Molitor
Einführung in die Diplomatik III: Privaturkunden
2 st., Mo 14:00–16:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 18.10.2010
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse in Latein und Paläographie

Inhalt: Unter der Bezeichnung „Privaturkunden“ werden all jene Urkunden des Mittelalters zusammengefasst, die nicht von Kaisern, Königen und Päpsten ausgestellt wurden. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die mannigfachen Formen, strukturellen Unterschiede und besonderen Ausprägungen dieser disparaten Quellengattung zu erlangen. Dies soll insbesondere durch die Lektüre und Analyse von „Originalen“ (in Form von Reproduktionen) geschehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Überlieferung des südwestdeutschen Raumes.

Literatur: Zur Vorbereitung (mit Literatur): A. Gawlik: Art. ‚Privaturkunden‘, in: Lexikon des Mittelalters 7 (1995) Sp. 222–224.

Leistungsnachweis: als Übung: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 2 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich   in den Masterstudiengängen (Sitzungsleitung incl. Vor- und Nachbereitung) 6 ECTS-LP im Rahmen der Spezialisierungs- bzw. Ergänzungsmodule   als Hauptseminar: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Vorlesungen | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Kolloquien und Oberseminare

Oberseminare / Kolloquien

Prof. Dr. Steffen Patzold
Kolloquium für Fortgeschrittene Studierende, ExamenskandidatInnen und DoktorandInnen
2 st., Mo 18:00–20:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn:
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Nur auf persönliche Einladung.

Prof. Dr. Mischa Meier/Prof. Dr. Irmgard Männlein-Robert/Prof. Dr. Steffen Patzold
Mini-Graduiertenkolleg: Osten und Westen 400–600 n. Chr.
nach Vereinbarung
2 st., Link zum Campus-System

Bemerkungen: Ort: s. Aushang.

Prof. Dr. Ewald Frie /Prof. Dr. Klaus Gestwa /Prof. Dr. Mischa Meier /Prof. Dr. Steffen Patzold
Ordnungen und Bedrohungen von der Antike bis zur Gegenwart
2 st., Fr 14:00–18:00
Beginn:
Link zum Campus-System

Bemerkungen: Raum und Beginn: s. Aushang