Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014

» Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2014 - 15:21 | Eingetragen: 6. Februar 2014 - 17:57.

Die Anmeldung zu den Seminaren erfolgt über das Campus-System (Regelungen für die Online-Anmeldung). Bei Fragen zur Online-Anmeldung wenden Sie sich bitte an: onlineanmeldung[at]histsem.uni-tuebingen.de

Weitere Informationen folgen. Änderungen möglich.

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Vorlesungen

Prof. Dr. Ellen Widder
Das spätmittelalterliche Burgund
2 st., Do 10:00–12:00
Ort: Raum 204 (Kupferbau)
Beginn: 17.04.2014
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Bemerkungen: Bemerkungen: Für Hörer aller Semester

Inhalt: Kommentar: Die Herrschaft der Herzöge von Burgund aus dem Hause Valois gilt seit Johan Huizinga als glanzvoller ‚Herbst des Mittelalters‘. Die Vorlesung wird sich u. a. mit der Frage befassen, ob es sich dabei um das – wenngleich prachtvolle – Ende einer Epoche handelt oder um ein zeitgebundenes Geschichtsbild des Verfassers oder ob sich in diesem damals ‚modernsten Fürstenstaat‘ Europas nicht vielmehr auch zukunftsweisende Transformationsprozesse vollzogen haben. Aufbau und Struktur der burgundischen Herrschaft werden von daher vor der Folie Europas im 14. und 15. Jahrhundert behandelt werden.

Literatur: Literatur: Hermann Kamp: Burgund. Geschichte und Kultur, München 2007 (Reihe Beck Wissen); La cour de Bourgogne et L'Europe. Le rayonnement et les limites d'un modèle culturel. Actes du colloque international tenu à Paris les 9, 10 et 11 octobre 2007, hg. v. Werner Paravicini, Ostfildern 2013 (Beihefte der Francia 73) ; Walter Prevenier/Wim Blockmans: Die Burgundischen Niederlande, Weinheim 1986; Bertrand Schnerb: L’État bourguignon 1363–1477, Villeneuve-d’Ascq 1999; The New Cambridge Medieval History, Bd. 6: C. 1300-c. 1415, hg. v. Michael Jones, Cambridge 2000; ebd., Bd. 7: C. 1415-c. 1500, hg. v. Christopher Allmand, Cambridge 1998.

Leistungsnachweis: 2 ECTS-LP; mit folgenden, nach Studienniveau gestaffelten Prüfungsleistungen am Semesterende: 15min. mündliche Prüfung (als Modulprüfung in einem Grundmodul: 4 ECTS-LP bzw. als Einzelleistung für den Wahlbereich: 3 ECTS-LP), innerhalb der Aufbaumodule des Lehramts- und B.A.-Studiums sowie der Spezialisierungsmodule des M. A.- (bzw. im Hauptstudium des Magister-)Studiums 30min. mündliche oder 4st. schriftliche Prüfung (6 ECTS-LP)

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian
Kirche und Stadt im Spätmittelalter
2 st., Mi 12:00–14:00
Ort: Hörsaal 23 (Kupferbau)
Beginn: 16.04.2014
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Bemerkungen:

Inhalt: Die Vorlesung wird das vielschichtige Verhältnis zwischen Kirche und Stadt vor allem im Spätmittelalter behandeln. Nach einer Einführung in die kirchen- und stadtgeschichtlichen Voraussetzungen sollen besonders die wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Aspekte der Beziehung von Bürgertum und Geistlichkeit im Mittelpunkt stehen (sog. "Besitz der toten Hand", städtische Klosterhöfe, Sozialstruktur des städtischen Klerus, Armenfürsorge usw.). Daneben werden auch Fragen der Rechts- und Verfassungsgeschichte (Stadtherrschaft des Bischofs, Immunität, geistliche Gerichtsbarkeit usw.), der Kirchengeschichte (Pfarrei, Bettelorden, Beginen usw.) sowie der Mentalitätsgeschichte und Alltagskultur (Volksfrömmigkeit, Bruderschaften, Kirchenbau usw.) zur Sprache kommen. Insgesamt sollen in der Vorlesung sowohl die Grundlagen erarbeitet wie auch neueste Forschungskontroversen thematisiert werden.

Literatur: einführende Literatur: Eberhard Isenmann, Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150–1550, Wien u.a. 2012. Rolf Kießling, Bürgerliche Gesellschaft und Kirche in Augsburg im Spätmittelalter (Abhandlungen zur Geschichte der Stadt Augsburg im Spätmittelalter 17), Augsburg 1971.

Leistungsnachweis: 2 ECTS-LP; mit folgenden, nach Studienniveau gestaffelten Prüfungsleistungen am Semesterende: 15min. mündliche Prüfung (als Modulprüfung in einem Grundmodul: 4 ECTS-LP bzw. als Einzelleistung für den Wahlbereich: 3 ECTS-LP), innerhalb der Aufbaumodule des Lehramts- und B.A.-Studiums sowie der Spezialisierungsmodule des M. A.- (bzw. im Hauptstudium des Magister-)Studiums 30min. mündliche oder 4st. schriftliche Prüfung (6 ECTS-LP)

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Repetitorium

Dr. des. Annette Grabowsky
Das frühe Mittelalter (500–1050)
2 st., Do 10:00–12:00
Ort: Raum HS 4 (Neue Aula)
Beginn: 10.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Das Repetitorium möchte einen Überblick über grundlegende Ereignisse und Strukturen des frühen Mittelalters vermitteln. Zur Vertiefung werden außerdem Schlüsselquellen gelesen (in der Regel in Übersetzung) und wichtige Forschungsprobleme angesprochen.

Literatur: Hans-Werner Goetz, Europa im frühen Mittelalter. 500–1050 (Handbuch der Geschichte Europas 2, Stuttgart 2003); Peter Hilsch, Das Mittelalter – die Epoche (UTB Basics Geschichte 2576, Konstanz 32012).

Leistungsnachweis: 2 ECTS-LP mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Proseminare (inklusive obligatorischem Tutorium)

Christian Stadermann, M. A.
Bischöfe und Könige im Merowingerreich (450 bis 750 n. Chr.)
3 st., Do 10:00–12:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 10.04.2014
Do 12:00–13:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 10.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur Lektüre eng­lischer Forschungsliteratur.

Inhalt: Um 470 schrieb der gallische Dichter und Bischof von Clermont, Sidonius Apollinaris, die Auf­gabe eines Bischofs sei es, nicht allein für die Seelen der Gläubigen vor dem himmlischen Richter zu vermitteln, sondern auch für deren Leiber vor irdischen Richtern (Ep. VII 9). Im Verlauf der Erosion des Weströmischen Reiches wandten sich die Menschen vermehrt geistlichen Autoritäten zu. Der Bischof einer Stadt nahm zunehmend die Aufgaben der städtischen Magistrate wahr und vertrat die Interessen seiner civitas nach Außen vor den Königen auch in weltlichen Belangen. Herrschte um 400 noch das Bild des armen, asketischen Bischofs vor, hatte sich um 500 eine säkulare Definition des Bi­schofsamtes durchgesetzt, die in der Forschung mit dem Begriff der »Bischofsherrschaft« bezeichnet wird. Das Proseminar wird vor dem Hintergrund dieser Entwicklung Einblick gewähren in die Interak­tion von Bischöfen und Königen im Merowingerreich sowie in die zeitgenössischen Auffassungen von »bischöflichen« und von »königlichen« Aufgaben. Zudem bietet es eine Einführung in zentrale Probleme und Methoden der mittelalterlichen Geschichtsforschung sowie einen Überblick über Quellenmaterial aus dem Merowingerreich (Historio- und Hagiographie, Dichtung, Brief- und Formelsamm­lungen, Urkunden und Gesetzestexte). Erwartet werden die regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit und die Übernahme eines Referates.

Literatur: Zu Arbeitstechniken und Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719, Stuttgart 32006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (UTB basics 2575, Konstanz 32011); zur Geschichte des Merowingerreiches: Eugen Ewig, Die Merowinger und das Frankenreich (Urban Taschenbücher 392, Stuttgart 62012); Patrick J. Geary: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen (München 1996); Martina Hartmann: Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Mero­winger (Darmstadt 22011); zu König Chlodwig I.: Matthias Becher: Chlodwig I. Der Aufstieg der Mero­winger und das Ende der antiken Welt (München 2011); zur prämerowingischen Geschichte der Fran­ken: Ulrich Nonn: Die Franken (Stuttgart 2010); zur Bischofsherrschaft: Bernhard Jussen: Über ‚Bi­schofsherrschaften‘ und die Prozeduren politisch-sozialer Umordnung in Gallien zwischen ‚Antike‘ und ‚Mittelalter‘, in: Historische Zeitschrift 260, 1995, S. 673–718.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. des. Annette Grabowsky
Herrschaft an der Jahrtausendwende: Otto III.
3 st., Di 18:00–21:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 08.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur Lektüre englischer Forschungsliteratur. Abgabe der Hausarbeit bis zum 15. September 2014.

Inhalt: Otto III. war erst drei Jahre alt, als er am Weihnachtstag 983 in Aachen zum König gekrönt wurde. Nur kurz darauf traf die Nachricht vom frühen Tod seines Vaters ein, der das Reich in eine Krise stürzte, in der auf verschiedenen Seiten Begehrlichkeiten geweckt wurden und selbst Ottos Großonkel gefährlich wurde. Unter anderem der Regentschaft seiner Mutter Theophanu und seiner Großmutter Adelheid verdankte Otto jedoch die Sicherung seiner Herrschaft. Anhand der kurzen Regierungszeit Ottos III., der 1002 mit nicht einmal 22 Jahren starb, sollen Formen und Bedingungen frühmittelalterlicher Königsherrschaft an der Jahrtausendwende zwischen Rom, Gnesen und Aachen untersucht werden. Das Proseminar bietet eine Einführung in zentrale Probleme und Methoden der mittelalterlichen Geschichtsforschung.

Literatur: Zu Arbeitstechniken und Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719, Stuttgart 32006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (UTB basics 2575, Konstanz 32011); zu Otto III. und den Ottonen: Gerd Althoff, Otto III. (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance, Darmstadt 1996); Knut Görich, Otto III., Romanus Saxonicus et Italicus. Kaiserliche Rompolitik und sächsische Historiographie (Historische Forschungen 18, Sigmaringen 1993); Ludger Körntgen, Ottonen und Salier (Geschichte kompakt: Mittelalter, Darmstadt 42013). Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Erledigung kleinerer Hausaufgaben, aktive Teilnahme, Buchrezension, Klausur, Hausarbeit bis zum 15.09.14)

Dr. Christian Schwaderer
Königserhebungen im ottonisch-salischen Reich
3 st., Do 13:00–14:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 10.04.2014
Do 14:00–16:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 10.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Das Seminar wird von einem Tutorium  begleitet. Anmeldung online.

Inhalt: Inhalt: Wer an Mittelalter denkt, denkt an Könige. In der Tat stand an der Spitze des Reiches zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert immer ein Monarch (manchmal auch zwei). Nur: Wo kamen diese Könige eigentlich her? Wenn wir heute von den Dynastien der Ottonen und Salier sprechen, suggerieren wir damit eine Erbmonarchie. Aber wie wir in dieser Proseminar sehen werden, ist die Sachlage keinesfalls so eindeutig. Wir werden uns die einzelnen Königserhebungsprozesse ansehen und analysieren, wer, wie und warum König wurde und wer nicht. Zugleich führen diese Fragestellungen mitten hinein in grundsätzliche Inhalte und Probleme unseres Faches: Wie lassen sich passende Quelle finden und bearbeiten, wie nutzt man dazu die richtigen Hilfsmittel und wie entstehen Thesen der Forschung und wie sind sie zu bewerten?

Literatur: Literatur: Einführungen ins Fach und seine Methodik: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (Stuttgart 2006); Martina Hartmann, Mittelalterliche Geschichte studieren (Konstanz 2011). Thematische Einführung: Jörg Rogge, Die deutschen Könige im Mittelalter. Wahl und Krönung (Darmstadt 2006). Quellensammlung: Die deutschen Königserhebung im 10. – 12. Jahrhundert, 2 Hefte, ed. Walter Böhme (Göttingen 1970).

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. Sabine Klapp
Burgen in Südwestdeutschland im Mittelalter
Tutor: Frederic Menke
3 st., Mo 12:00–14:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 14.04.2014
Di 15:00–18:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 08.04.2014
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Bemerkungen: Achtung! Abgabe der Hausarbeiten spätestens am 30. Juni 2014! Montags findet das Tutorium unter der Leitung von Frederic Menke statt, dienstags das Proseminar unter der Leitung von Dr. Sabine Klapp.

Inhalt: Burgen waren ein zentrales Element der mittelalterlichen adligen Lebenswelt. Im Proseminar sollen der hoch- und spätmittelalterliche Burgenbau betrachtet werden, wobei der Schwerpunkt auf dem südwestdeutschen Raum liegen wird. Territorial-, militär- und sozialgeschichtliche Aspekte sollen dabei ebenso Beachtung finden wie kultur- und alltagsgeschichtliche Fragen, etwa nach der Versorgung der Burgbewohner oder der Rolle und dem Lebensraum von Frauen auf Burgen. Zugleich wird im Proseminar in die Fragestellungen, Arbeitsgebiete und Methoden der mittelalterlichen Geschichte eingeführt.

Literatur: Clemens, Lukas/ Schmitt, Sigrid (Hrsg): Zur Sozial- und Kulturgeschichte der mittelalterlichen Burg (Interdisziplinärer Dialog zwischen Archäologie und Geschichte 1), Trier 2009; Goetz, Hans-Werner: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3., überarbeitete Auflage, Stuttgart 2006; Hechberger. Werner: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter (Enzyklopädie Deutscher Geschichte 72), München 2004; Hans Patze, Die Burgen im deutschen Sprachraum, 2 Bde. (Vorträge und Forschungen 19), Sigmaringen 1976.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. des. Carola Föller
Paris im hohen Mittelalter
3 st., Mo 13:00–14:00
Ort: Verfügungsgebäude Wilhelmstr. 19, Raum 001
Beginn: 07.04.2014
Mo 14:00–16:00
Ort: Verfügungsgebäude Wilhelmstr. 19, Raum 001
Beginn: 07.04.2014
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Bemerkungen: Bemerkung: Latein- und Französischkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Inhalt: Paris kann als die wichtigste Metropole des hohen Mittelalters betrachtet werden. Hier entstanden in den unterschiedlichsten Bereichen innovative Neuerungen, die in den folgenden Jahrhunderten Impulse für das gesamte lateinische Europa und darüber hinaus bringen sollten: Mit dem Neubau der Abtei von Saint-Denis wurde der gotische Stil entwickelt, im Süden der Stadt entstand die Universität, die neben Bologna als die älteste der Welt gilt, und in der wichtige Gelehrte wie der berühmte Abaelard neue wissenschaftliche Methoden etablierten. Aber auch politische und wirtschaftliche Macht konzentrierten sich zunehmend in der Seine-Stadt: Die französischen Könige wählten sie als Residenz, Handwerk und Handel florierten. Im Proseminar sollen zum einen diese Entwicklungen nachvollzogen werden, zum anderen aber auch ihre Wechselwirkungen und Folgen, wie die bauliche Stadtentwicklung und soziale Wandlungsprozesse in den Blick rücken. In Auseinandersetzung mit den einschlägigen Quellen und Forschungen sollen die grundlegenden Arbeitstechniken mediävistischer Geschichtswissenschaft erlernt und die wichtigsten Hilfsmittel vorgestellt werden.

Literatur: Literatur: Andreas Sohn, Von der Residenz zur Hauptstadt. Paris im hohen Mittelalter, Ostfildern 2012. Eine ausführliche Literaturliste wird am Anfang des Semesters besprochen).

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. Marco Veronesi
Nürnberg, Hauptstadt des Reichs?
3 st., Mi 13:00–16:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 09.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Seit Friedrich Barbarossa galt Nürnberg als ,Vorort‘ des Reiches. Aus der Kaiserpfalz ging bald eine der politisch und wirtschaftlich bedeutendsten Städte des spätmittelalterlichen Reichs hervor. Die Stadt emanzipierte sich von den hohenzollerischen Burggrafen, erschloss das umliegende Territorium und entwickelte ein hoch spezialisiertes Handwerk, dessen Produkte von Nürnberger Kaufleuten in ganz Europa vertrieben wurde. Spätestens unter Kaiser Karl IV. durfte Nürnberg als heimliche Hauptstadt des Reichs bezeichnet werden. Die Reichsinsignien wurden in der Stadt aufbewahrt, die deutschen Könige und Kaiser hielten sich in Nürnberg mehr als in jeder anderen Stadt auf und beriefen zahlreiche Reichstage nach Nürnberg ein, was eine enge Verbindung des Königtums zum Nürnberger Patriziat mit sich brachte. Im Seminar soll die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt sowie ihre ganz besondere Rolle im politischen Gefüge des spätmittelalterlichen Reichs beleuchtet werden. Daneben versteht sich das Seminar selbstverständlich auch als Einführung in die Quellen, Methoden und Hilfsmittel des Fachs.

Literatur: Hartmann, Martina: Mittelalterliche Geschichte studieren, versch. Auflagen, Konstanz 2004 ff.; Schieber, Martin: Geschichte Nürnbergs, München 2007, Kap. 1.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Dr. Erwin Frauenknecht
Karl IV. Ein hegemonialer Herrscher
3 st., Mi 10:00–12:00
Ort: Raum 7 (Alte Archäologie)
Beginn: 09.04.2014
Mi 12:00–13:00
Beginn: 09.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. 

Inhalt: Inhalt: Der Luxemburger Karl IV. gehörte sicherlich zu den bedeutendsten Herrscher im deutschen Spätmittelalter. Nach anfänglichen Auseinandersetzungen mit den Wittelsbachern, gelingt ihm eine Konsolidierung seiner Herrschaft. Gestützt auf seine Hausmacht, das Königreich Böhmen, dominiert er die politischen Konkurrenten im Reich; auch zum Papsttum hält er gute Beziehungen. Verfassungsgeschichtlich bedeutsam ist die Regelung der Königswahl in der Goldenen Bulle 1356, die quasi als „Reichsgrundgesetz“ angesehen wurde. Die Forschung etikettiert seine Herrschaftszeit gern mit dem Begriff des „hegemonialen Herrschers“ (Moraw). Impulse setzte Karl IV. auch in anderen Bereichen: Kunst (Parler), Bildung (Universität Prag) oder der religiöse Bereich (Bistumspolitik und Reliquienkult) erfahren durch den Luxemburger vielfältige Förderungen. Das Proseminar vermittelt anhand ausgewählter Themen aus der Herrschaftszeit Karls IV. einen Einblick in Methoden und Forschungsfragen der mittelalterlichen Geschichte.

Literatur: Literatur: Die Goldene Bulle: Politik – Wahrnehmung – Rezeption, hg. von Ulrike Hohensee, Berlin 2009. – Karl IV. Kaiser von Gottes Gnaden. Kunst und Repräsentation des Hauses Luxemburg 1347–1437, hg. Jirí Fajt, München 2006.

Leistungsnachweis: 6 ECTS-LP (Klausur, Hausarbeit und i.d.R. Referat)

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Übungen

Andreas Öffner, M. A.
Ehre im frühen Mittelalter
2 st., Mi 10:00–12:00
Ort: Raum 111 (Universitätskasse)
Beginn: 09.04.2014
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Bemerkungen:

Inhalt: Inhalt: Vielfältig sind die Konnotationen von „Ehre“ in der Kultur unsere Gegenwart; ein Hinweis auf Helmut Kohls „Ehrenwort“ in der Parteispendenaffäre und auf die Diskussion um „Ehrenmorde“ mag genügen. – Auch dem Mittelalter war Ehre alles andere als fremd, und in den lateinischen Quellen begegnet das Wort „honor“ in solcher Häufigkeit, daß manche Herausgeber schlicht darauf verzichteten, die Belegstellen im Register ihrer Edition nachzuweisen. Was aber war der Gehalt dieses Wortes, was war sein ‚Sitz im Leben’ mittelalterlicher Menschen? Der Mediävist Knut Görich hat darauf hingewiesen, daß „der Ehrbegriff seit dem Mittelalter […] eine Bedeutungsverschiebung von außen nach innen durchlaufen“ habe und „mit den Kriterien bürgerlich-tugendhafter Ethik angereichert“ worden sei. Bevor er solchermaßen eine „menschlich-moralische Qualität“ angenommen habe, habe sein Hauptakzent auf der „öffentlichen Demonstration“ gelegen.[1]In seiner wirkmächtigen Studie zur „Ehre Friedrich Barbarossas“ (2001) untersuchte Görich die Bedeutung dieser ‚öffentlichen’ Ehre zugleich an einem prominenten Beispiel aus dem Hochmittelalter und gelangte, indem er sie als wesentliche Handlungsmotivation identifizierte, zu einer neuen Einschätzung der Politik des Stauferkaisers. Die Frage nach der Vorgeschichte dieser hochmittelalterlichen Ehrkonzeption aber steht nach wie vor im Raum; sie soll Gegenstand der Übung sein: Was verstanden die Vorgänger Barbarossas aus dem 8.-11. Jh. – vor allem in der Karolingerzeit – und ihr jeweiliges Umfeld unter „honor“, wie prägte „Ehre“ den politischen Diskurs und beeinflußte sie politisches Handeln? Um sich Antworten auf diese Fragen anzunähern, werden im Kurs neben Schlüsseltexten d er Forschung ausgewählte Quellen gelesen und diskutiert. Da diese in der Regel nicht in Übersetzung vorliegen, sind Lateinkenntnisse Zugangsvoraussetzung. [1]Knut Görich, Die Ehre Friedrich Barbarossas. Kommunikation, Konflikt und politisches Handeln im 12.Jahrhundert (Symbolische Kommunikation in der Vormoderne), Darmstadt 2001.

Literatur: Literatur zur Einführung: Knut Görich, Die „Ehre des Reichs“ (honor imperii): Überlegungen zu einem Forschungsproblem, in: Rittertum und höfische Kultur der Stauferzeit, hg. von Johannes Laudage / Yvonne Leiverkus, Köln u.a. 2006, S. 36–74.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Dr. des. Annette Grabowsky
Gegenpäpste: Störenfriede oder die bessere Wahl?
2 st., Mi 16:00–18:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 09.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Was ein Gegenpapst ist, scheint klar zu sein: Nach gängigen Erklärungen handelt es sich um einen Störenfried, der unrechtmäßig das Papstamt beansprucht. Die verbindliche Liste von Päpsten und Gegenpäpsten im jährlich erscheinenden Annuario Pontificio scheint die Gewissheit zu bestätigen, dass recht klar zwischen „gutem Papst“ und „bösem Papst“ unterschieden werden kann. Doch hat die Forschung vor einigen Jahren begonnen zu zeigen, dass es sich hier nur um eine aus der Rückschau entstandene Sicherheit handelt, die den Zeitgenossen so noch nicht evident war, und dass der Verlierer gar nicht immer von vornherein feststand. In dieser Übung soll anhand einschlägiger Beispiele aus der gesamten mittelalterlichen Geschichte überlegt werden, wie sinnvoll die Dichotomie Papst/Gegenpapst ist. Berücksichtigt werden soll dabei auch immer die allgemeine Entwicklung des mittelalterlichen Papsttums.

Literatur: Harald Müller und Brigitte Hotz (Hg.), Gegenpäpste. Ein unerwünschtes mittelalterliches Phänomen (Papsttum im mittelalterlichen Europa 1, Köln 2012); Christiane Laudage, Kampf um den Stuhl Petri. Die Geschichte der Gegenpäpste (Freiburg 2012). Weitere Literatur wird in der Übung bekannt gegeben.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Dr. Olga Keller
Kulturbegegnungen zwischen Deutschen und Slawen
2 st., Di 08:00–10:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 29.04.2014
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Bemerkungen: Bemerkungen: Die Übung steht Studierenden aller Semester offen. Anmeldung online.

Inhalt: Inhalt: Die Übung zielt darauf, Aspekte der Kulturbegegnung zwischen Deutschen und Slawen in Mittelost-, Ost- und Südosteuropa während des Mittelalters kennenzulernen. Die Quellen, die uns über den Austausch zwischen Deutschen, Polen und Tschechen berichten, reichen bis weit ins Hochmittelalter zurück. Diese werden in der Übung im Mittelpunkt stehen. Daneben werden die Kontakte mit den Slawen Pannoniens, Südosteuropas und Russlands nachgezeichnet werden, wobei die politischen Beziehungen und ihre vielfältigen Aspekte (Diplomatie, Kriege, politische Heiraten und „Hegemonialstreben“) im Zentrum stehen werden. Darüber hinaus soll der Blick auf die Entwicklung Ungarns nach dem Eindringen der Magyaren gelenkt werden.

Literatur: Literatur: Wünsch, Thomas: Deutsche und Slawen im Mittelalter. Beziehungen zu Tschechen, Polen, Südslawen und Russen, München 2008.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 2 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Christoph Haack, M. A.
Mathilde von England und die Anarchie
2 st., Di 10:00–12:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 08.04.2014
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Bemerkungen: Latein und Englischkenntnisse sind deshalb Teilnahmevoraussetzung.

Inhalt: Inhalt: Die Zeit zwischen 1135 und 1154 ist in der englischen Geschichtsschreibung als die Zeit der Anarchie („the Anarchy“) bekannt. Diese Bezeichnung geht zurück auf das politische Chaos und die permanente Gewalt, die der Kampf zweier Thronprätendenten um die Nachfolge des englischen Königs Heinrich I. (†1135) hervorrief. Die beiden Kandidatinnen waren Mathilde, die Tochter des toten Königs, und ihr Vetter, Stephan v. Blois. Als Herrscherin hat die Forschung Mathilde seit jeher als Anomalie der Geschichte betrachtet und ihr deshalb großes Interesse entgegengebracht. Bekannt ist sie einer breiteren Öffentlichkeit als „Kaiserin Mathilde“ aus Mittelalterromanen wie „Die Säulen der Erde“ oder „Bruder Cadfael“. Während sie im 19. und 20. Jahrhundert als herrschsüchtige und unfähige Fürstin galt, die allein die Schuld an den anarchischen Zuständen ihrer Herrschaftszeit trug, wurde ihre Bewertung ausgehend von der Frauengeschichte der 1980er-Jahre vollständig revidiert. In der Übung wird sowohl die Darstellung Mathildes und der Zeit der „Anarchie“ in den zeitgenössischen Quellen als auch ihre Rezeption in der modernen Geschichtswissenschaft (seit ca. 1840) untersucht. Latein und Englischkenntnisse sind deshalb Teilnahmevoraussetzung.

Literatur: Literatur: Marjorie Chibnall, The Empress Matilda. Queen Consort, Queen Mother and Lady of the English (Oxford 1991). – Paul Dalton, Graeme J. White, King Stephen's Reign: 1135 – 1154 (Woodbridge 2008).

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Bruno Wiedermann
Der Körper als Spiegel der Gesellschaft im Mittelalter
2 st., Di 10:00–12:00
Ort: Raum 038 (OSA-Keplerstr. 2)
Beginn: 08.04.2014
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Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Veranstaltung im Rahmen des TEAching-Equality-Programms

Inhalt: Inhalt: Der Körper spielt bei der Begründung sozialer Differenzierungen eine bedeutende Rolle. Nicht nur das Geschlecht, sondern etwa auch Dis/Ability, Lebensalter oder Ethnizität werden häufig an physische Merkmale gebunden und dadurch den Körpern eingeschrieben. Diese Beobachtung trifft grundsätzlich auch für das Mittelalter zu, dessen Körperbilder sich allerdings erheblich von heutigen Vorstellungen unterschieden. Neben christlich-theologischen Diskursen über den Körper war vor allem die auf die antike Medizin und Naturphilosophie zurückgehende Humoraltheorie („Vier-Säfte-Lehre“) wirkmächtig und diente über die Vorstellung von verschiedenen Säfte- bzw. Qualitätenkonstellationen als Grundlage für die Erklärung zahlreicher körperlicher – damit zugleich aber auch sozialer – Differenzierungen. Die Übung soll eine Einführung in die Körpergeschichte des Mittelalters geben und der Leitfrage nach der Bedeutung des Körpers für soziale Differenzierungen in mittelalterlichen Gesellschaften nachgehen.

Literatur: Literatur: Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. 

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Dr. Sabine Klapp
Frauen in südwestdeutschen Städten im Spätmittelalter
2 st., Di 09:00–12:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 08.04.2014
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Bemerkungen:

Inhalt: Patrizierinnen und Kauffrauen, Handwerkerinnen und Mägde, Beginen und Nonnen – die Lebensformen von Frauen in der spätmittelalterlichen Stadt gestalteten sich vielfältig. Anhand ausgewählter Quellen aus südwestdeutschen Städten werden rechtliche Stellung, Alltag, Bildung, Rollenzuweisungen innerhalb der Familie sowie politische und ökonomische Handlungsmöglichkeiten von Frauen diskutiert. Neben geistlichen Frauen und Bürgerinnen werden dabei auch Angehörige sogenannter „Randgruppen“ wie Prostituierte in den Blick genommen.

Literatur: Ennen, Edith: Die Frau in der mittelalterlichen Stadt, in: Herrmann, Bernd (Hrsg.): Mensch und Umwelt im Mittelalter, Stuttgart 1986, S. 35–52; Isenmann, Eberhard: Die deutsche Stadt im Mittelalter. 1150–1550, Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Köln 2012. Schmieder, Felicitas: Die mittelalterliche Stadt. 3., aktualisierte Auflage Darmstadt 2011.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Prof. Dr. Ellen Widder
Burgund
2 st., Mo 16:00–18:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: 14.04.2014
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Bemerkungen: Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Anmeldung online.

Inhalt: Kommentar: Die Übung steht in Zusammenhang mit einer für November 2014 geplanten Exkursion und soll in die Geschichte eines Raumes, seiner historischen Phänomene und Entwicklung einführen. Dabei sollen allgemeine Aspekte und Phänomene der mittelalterlichen Geschichte und Kultur mitbehandelt werden.

Literatur: Literatur: Hermann Kamp: Burgund. Geschichte und Kultur, München 2007 (Reihe Beck Wissen); La cour de Bourgogne et L'Europe. Le rayonnement et les limites d'un modèle culturel. Actes du colloque international tenu à Paris les 9, 10 et 11 octobre 2007, hg. v. Werner Paravicini, Ostfildern 2013 (Beihefte der Francia 73); Thorsten Droste : Burgund. Kernland des europäischen Mittelalters, München 2001.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich Studierende, die 6 LP für den Masterstudiengang erwerben wollen, melden sich bitte vor Beginn der Veranstaltung (d.h. bis spätestens Anfang April 2014) zur Absprache der Leistungsanforderung beim Dozenten der Veranstaltung

Dr. Marco Veronesi
Nürnberg im Spätmittelalter: Architektur, Archäologie, Topographie (Übung mit Exkursion)
2 st., Einführungssitzung: Do, 10.04.2014, 18:00–20:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Blockphase: 23.–24.05.2014
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Bemerkungen:

Inhalt: Die Übung steht in enger Verbindung mit dem Proseminar „Nürnberg, Hauptstadt des Reichs?“, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Im Vordergrund der Übung steht die Herrschafts- und Sozialtopographie der Stadt und damit verbundene Themen. Diese sind u.a.: Herrschaft und Burg, Patrizier und ihre Häuser, das Nürnberger Handwerk und die Orte des Handels, die Stadtbefestigung, soziale Einrichtungen wie das Spital, oder die Erschließung des Umlands der Stadt. Die Übung wird zum größeren Teil vor Ort im Rahmen einer zweitägigen Exkursion stattfinden, die Themen sollen also ,am Objekt‘ erläutert und entwickelt werden.

Literatur:

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Dr. Sabine Klapp
Alltag im Frauenkloster am Beispiel des "Günterstaler Notizbuches" (Paläographieübung/Quellenlektüre)
2 st., Mi 16:00–19:00
Ort: Raum 405 (Hegelbau)
Beginn: 09.04.2014
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Bemerkungen:

Inhalt: Als Grundlage der Übung dient ein im 15. und 16. Jahrhundert in deutscher Sprache verfasstes „Konventstagebuch“ aus einem südwestdeutschen Zisterzienserinnenkloster. Die singuläre, bislang unedierte Quelle gibt einen tiefen Einblick in den Lebensalltag der geistlichen Frauen. Neben Anekdoten über den Klosteralltag sowie über historische Ereignisse umfassen die Notizen unter anderem Kochrezepte, Angaben über die Kleidung und Bildung der Nonnen, die Beziehungen des Klosters zu den umliegenden Dörfern und Städten sowie über Begräbnis- und Aufnahmerituale. Ziel der Übung ist es, die Fähigkeit zum Lesen und Interpretieren ungedruckter historischer Quellen zu erwerben. Zugleich erhalten Sie einen Einblick in das Themenfeld „Leben im Kloster“.

Literatur: Eine Kopie der Quelle sowie paläographische Hilfsmittel werden in der Übung zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Prof. Dr. Stephan Molitor
Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften: Editionstechnik
2 st., Mo 14:00–16:00
Beginn: 07.04.2014
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Bemerkungen: Ort: Raum 405 (Hegelbau, 4. OG)

Inhalt: Die Herausgabe von historische Quellen im Druck und zunehmend in elektronischer Form hat als Grundlage der Geschichtswissenschaft eine lange Tradition. Hier werden Paläographie, Diplomatik, Kodikologie und andere hilfswissenschaftliche Disziplinen zur Anwendung gebracht mit dem Ziel, Quellen, die ansonsten meist nur mit einigem Aufwand zugänglich sind, der wissenschaftlichen Forschung in Form einer historisch-kritischen Ausgabe zur Verfügung zu stellen. Am Beispiel eines lange verschollen geglaubten Nekrologs, das zur Publikation vorbereitet wird, und weiterer mittelalterlicher Quellen werden Grundlagen und Techniken des Edierens erlernt und eingeübt. Auch Teilnehmer, die an eigenen Projekten arbeiten und diese bei Eignung im Rahmen der Veranstaltung vorstellen wollen, sind willkommen.

Literatur:

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich Studierende, die 6 LP für den Masterstudiengang erwerben wollen, melden sich bitte vor Beginn der Veranstaltung (d.h. bis spätestens Anfang April 2014) zur Absprache der Leistungsanforderung beim Dozenten der Veranstaltung

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Hauptseminare

Prof. Dr. Immo Eberl
Karl der Große (768 – 814). Ein Regent zwischen Politik und Frömmigkeit, zwischen Verwaltung und Gelehrsamkeit
2 st., Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Einzeltermine: 11.04.2014, 16.05.2014, 23.05.2014, 06.06.2014, 20.06.2014, 27.06.2014, 04.07.2014
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Bemerkungen: Zur Aufnahme in das Hauptseminar wird neben der üblichen Anmeldung im System eine kurze Anmeldung beim Dozenten per Email an die Adresse: Immo.Eberl@ellwangen.de erwartet, da der Dozent immer wieder Probleme hat das Campussystem entsprechend zu nutzen.

Inhalt: Im Jahr 2014 wird der 1200. Todestag von Karl d. Gr. durch eine große Ausstellung in Aachen gewürdigt. Karl d. Gr. hat in zahlreichen Feldzügen seine Gegner ausgeschaltet und das Fränkische Reich auf den Höhepunkt seiner politischen Bedeutung geführt. So hat er das Langobardenreich an sein Reich angeschlossen, die Sachsen in über 30jährigem Kampf niedergerungen und sie gleichzeitig christianisiert, das Herzogtum Bayern wieder an das Frankenreich angegliedert und die Gefahren durch das Awarenreich im Südosten, die Dänen im Norden, die Slawen im Osten und die Araber in Spanien beseitigt. Dazuhin hat Karl d. Gr. Verwaltungsreformen durchgesetzt und durch den ihn umgebenden Gelehrtenkreis die Bildung entschieden beeinflusst und angestoßen. Seine Kaiserkrönung 800 hat eine Entwicklung eingeleitet, die die weitere Politik in Mitteleuropa beeinflusste und bis in die Gegenwart nachwirkt. Das Hauptseminar soll die verschiedenen Facetten seiner Herrschaft zeigen, die nach dem Zeugnis einiger Adelsaufstände keineswegs unumstritten war, und dabei der Frage nachgehen, was Karl d.Gr. zum „Vater Europas“ het werden lassen. Inhalt: gewürdigt. Karl d. Gr. hat in zahlreichen Feldzügen seine Gegner ausgeschaltet und das Fränkische Reich auf den Höhepunkt seiner politischen Bedeutung geführt. So hat er das Langobardenreich an sein Reich angeschlossen, die Sachsen in über 30jährigem Kampf niedergerungen und sie gleichzeitig christianisiert, das Herzogtum Bayern wieder an das Frankenreich angegliedert und die Gefahren durch das Awarenreich im Südosten, die Dänen im Norden, die Slawen im Osten und die Araber in Spanien beseitigt. Dazuhin hat Karl d. Gr. Verwaltungsreformen durchgesetzt und durch den ihn umgebenden Gelehrtenkreis die Bildung entschieden beeinflusst und angestoßen. Seine Kaiserkr&oum l;nung 800 hat eine Entwicklung eingeleitet, die die weitere Politik in Mittele uropa beei nflusste und bis in die Gegenwart nachwirkt. Das Hauptseminar soll die verschiedenen Facett e n seiner Herrschaft zeigen, die nach dem Zeugnis einiger Adelsaufstände keineswegs unumstritten war, und dabei der Frage nachgehen, was Karl d.Gr. zum „Vater Europas“ het werden lassen.

Literatur: Literatur zur Einführung: S. Abel – B. Simson, Jahrbücher Karls d. Gr., Band 1, 2. Auf. 1888, Band 2, 1883; Gebhardt, Handbuch der Deutschen Geschichte, Band 2: Rudolf Schieffer. Die Zeit des karolingischen Großreichs (714–887), 10. Auf., Stuttgart 2005.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Immo Eberl
Cîteaux und Cluny. Ein tatsächlicher Gegensatz ? Die Klosterreformen des 10.-12. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Stellungnahme Bernhards von Clairvaux zur Klosterwelt Clunys
2 st., Fr 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Sa, 10.05.2014, 10:00–12:00 und 13:00–15:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Sa, 07.06.2014, 09:00–12:00 und 13:00–16:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Sa, 05.07.2014, 09:00–12:00 und 13:00–16:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Fr, 11.07.2014, 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
Sa, 12.07.2014, 10:00–12:00 und 13:00–15:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Fr, 18.07.2014, 16:00–20:00
Ort: Raum 119A (Hegelbau)
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Bemerkungen: Zur Aufnahme in das Hauptseminar wird neben der Anmeldung im üblichen Anmeldesystem auch eine Anmeldung beim Dozenten per Email an die Adresse: Immo.Eberl@ellwangen.de erwartet, da der Dozent immer wieder Probleme hat das Campussystem entsprechend zu nutzen. Hinweise auf ein geplantes Hauptseminar mit Exkursion (Oktober 2014) An das angebotene Hauptseminar wird sich im Zeitraum zwischen dem 01. und 10. Oktober 2014 (genaue Termine sollen noch festgelegt werden) ein Kompaktseminar an der Phil.-Theol. Hochschule Heiligenkreuz mit Exkursion anschließen. Dieses will in gemeinsamer Arbeit mit Studenten dieser Hochschule das Thema erarbeiten. Die Exkursion soll dabei den Teilnehmern von der Universität Tübingen nicht nur die faktische Kenntnis der Zisterzienserstifte Heiligenkreuz, Wilhering und auch Lilienfeld vermitteln, sondern vor allem auch mit seiner Durchführung in einem bestehenden Zisterzienserstift in die Geschichte, Organisation und Geistesgeschichte des Zisterzienserordens und darüber hinaus unmittelbar in dessen tägliches Leben nach der Ordensregel einführen. Thema und Zeitplan wird baldmöglichst bekannt gemacht.

Inhalt: Inhalt: Zwei der bedeutendsten Anstöße für die Entwicklung des benediktinischen Mönchtums im Mittelalter kamen aus Burgund: Cluny und Cîteaux waren diese Ausgangspunkte. Das 910 gegründete Cluny wurde zum Mittelpunkt eines großen Mönchsverbandes mit zahlreichen Prioraten, der vor allem die Kirchenreform des 10. – 12. Jahrhunderts entscheidend beeinflusst hat. Die Forschung bezeichnet die Cluniazenser immer wieder als eigenen Orden. Das 1098 gegründete Cîteaux wurde sehr rasch zum Mittelpunkt des neuen Ordens der Zisterzienser, der sich im Gegensatz zum cluniazensischen Mönchtum über ganz Europa hinweg ausbreitete. Das Hauptseminar will die entscheidenden Formen der beiden Klöster und ihren Einfluss auf die Kirchenreform des 10.-12. Jahrhunderts herausarbeiten. Eine wichtige Grundlage für das Seminar bildet die Stellungnahme Bernhards von Clairvaux gegen Cluny. Aus ihr werden die Auseinandersetzungen der verschiedenen Reformansätze des Mönchtums und der Kirche vorgestellt und vor allem die Haltung der Zisterzienser im 12. Jahrhundert verdeutlicht.

Literatur: Literatur: Joachim Wollasch, Cluny – „Licht der Welt“. Aufstieg und Niedergang der klösterlichen Gemeinschaft, Düsseldorf 2001; Joachim Wollasch (Hrsg.), Cluny im 10. und 11. Jahrhundert, Göttingen 1967; Immo Eberl, Die Zisterzienser. Ein europäischer Orden, 2. Auflage Ostfildern 2007

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian
Geistliche Frauen in Südwestdeutschland 1200–1500
2 st., Mo 18:00–20:00
Beginn: 14.04.2014
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Bemerkungen:

Inhalt: Im Seminar werden die unterschiedlichen Lebensformen für geistliche Frauen im Spätmittelalter thematisiert: neben den Nonnen der Frauenklöster in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen und den Kanonissen der Frauenstifte  werden auch alternative geistliche Lebensformen für Frauen wie die der Beginen behandelt. Dabei soll ein regionaler Schwerpunkt auf dem deutschen Südwesten liegen, wobei z.B. die zahlreichen Zisterzienserinnenklöster besonders hervortreten.  In der Arbeit an den Quellen sollen neben den Institutionen und ihren sozialen, politischen und ökonomischen Kontexten besonders die geistlichen Frauen selbst mit ihren Vorstellungen und Handlungsmöglichkeiten, im Mittelpunkt stehen.

Literatur: einführende Literatur: Edeltraud Klueting (Hg.), Fromme Frauen – unbequeme Frauen? Weibliches religiosentum im Mittelalter (Hildesheimer Forschungen 3), Hildesheim 2006. Wolfgang Zimmermann, Nicole Priesching (Hg.), Württembergisches Klosterbuch, Ostfildern 2003.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Ellen Widder
Dynastische Brüche
2 st., Di 16:00–18:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 15.04.2014
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Bemerkungen: Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Anmeldung online.

Inhalt: Kommentar: In der älteren Forschung wurde dem Problem des drohenden oder manifesten dynastischen Bruches, verstanden als Ende einer Herrscherdynastie, verschiedentlich Aufmerksamkeit gezollt, doch wurde das Phänomen und seine Auswirkungen bislang noch nicht vergleichend untersucht. Seiner Erforschung für die Zeit des Spätmittelalters widmet sich ein Projekt des Tübinger Sonderforschungsbereichs 923. In dem hier angebotenen Hauptseminar sollen kulturelle und politische Aspekte des Phänomens in systematischer Form und interdisziplinärer Perspektive vorgestellt und diskutiert werden.

Literatur: Literatur: Ellen Widder: Sankt Georg auf dem Sachsenross? Der Göttinger Hof, sein drohendes Ende und der Barfüßeraltar im Rahmen welfischer Memoria, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 85 (2013), S. 261–327; The New Cambridge Medieval History, Bd. 5: c. 1198-c. 1300, hg. v. David Abulafia, Cambridge 1999; ebd., Bd. 6: c. 1300-c. 1415, hg. v. Michael Jones, Cambridge 2000; ebd., Bd. 7: c. 1415-c. 1500, hg. v. Christopher Allmand, Cambridge 1998.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Ellen Widder
Weibliche Heiligkeit
2 st., Di 18:00–20:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Beginn: 15.04.2014
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Bemerkungen: Bemerkungen: Lateinkenntnisse erforderlich. Anmeldung online.

Inhalt: Kommentar: Heilige genießen heute einen ambivalenten Ruf. Während in der Katholischen Kirche nach wie vor Heilige verehrt und neue Heilige geschaffen werden, stehen sie in den Augen von Protestanten unter dem Verdacht, eine Art von ‚Nebengottheiten‘ zu verkörpern. Noch verwirrender ist die Tatsache, dass es zu jeder Zeit in den letzten eineinhalb Tausend Jahren ‚Konjunkturen‘ oder vielleicht sogar ‚Moden‘ spezifischer Formen von Heiligkeit gegeben hat. So spricht man z.B. von ‚politischen‘ oder gar von ‚patriotischen Heiligen‘.In diesem Hauptseminar soll verschiedenen Aspekten ‚weiblicher‘ Heiligkeit nachgegangen werden, hierbei sollen nicht nur historische Persönlichkeiten, denen durch die Kanonisation dieser Status zugesprochen wurde, behandelt werden, sondern auch Heilige aus der legendarischen Überlieferung. Gefragt soll werden nach der Funktion spezifisch ‚weiblicher Heiligkeit‘, ihren Qualitäten, ihrem Kult und ihrer Verehrung. Auf diese Weise kann nicht nur mittelalterlicher Mentalität und Spiritualität, sondern auch vielfältigen Aspekten mittelalterlicher (politischer) Kultur nachgegangen werden.

Literatur: Literatur: Peter Gemeinhardt: Die Heiligen. Von den frühchristlichen Märtyrern bis zur Gegenwart, München 2010; Peter Dinzelbacher: Heilige oder Hexen? Schicksale auffälliger Frauen, Düsseldorf 2004; Arnold Angenendt: Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, München 1997; Lexikon der Heiligen und der Heiligenverehrung, 3 Bde., Freiburg im Breisgau u. a. 2003 (Lexikon für Theologie und Kirche kompakt); Acta Sanctorum Database, online unter:http://acta.chadwyck.com/ (01. 04. 2014).

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Peter Rückert
Umwelten im deutschen Südwesten zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit (mit Exkursion)
2 st., Do 16:00–18:00
Beginn: 10.04.2014
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Bemerkungen: Ort: Raum 405 (Hegelbau, 4. OG)

Inhalt: Die Beschäftigung mit frühen Umwelten und ihrer Geschichte ist seit einigen Jahrzehnten zu einem neuen Schwerpunkt interdisziplinärer historischer Forschung geworden. Dabei treffen sich die Untersuchungen geistes- wie naturwissenschaftlicher Fächer und arbeiten an gemeinsamen Projekten und Fragestellungen zur Profilierung kulturlandschaftlicher Entwicklungen. Auch für den deutschen Südwesten liegen mittlerweile zahlreiche Erkenntnisse zur Rekonstruktion der früheren Umwelten vor, die bis ins spätere Mittelalter zurückführen. Auf dieser Grundlage will das Seminar die methodischen Möglichkeiten der Umweltforschung hinterfragen und konkret verfolgen. Städtische und ländliche Umwelten im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit sollen einander gegenüber gestellt werden. Schriftliche und bildliche Quellen sollen dazu neben archäologischen Befunden und kulturlandschaftlichen Relikten vorgestellt und ausgewertet werden: Fragen nach früheren Landschaftszuständen, nach äußeren Einwirkungen, wie Klimawandel und Naturkatastrophen, bzw. anthropogenen Gestaltungen der Kulturlandschaft sollen einen gemeinsamen Zugang zu ihrer Entwicklung zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit bieten und schließlich auch den Bezug zu aktuellen umweltpolitischen Fragen erlauben. Dabei spielt auch die Problematik um Wahrnehmung und Umgang der Zeitgenossen mit ihrer Umwelt eine zentrale Rolle.

Literatur: Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt.

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Prof. Dr. Stephan Molitor
Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften: Editionstechnik
2 st., Mo 14:00–16:00
Beginn: 07.04.2014
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Bemerkungen: Ort: Raum 405 (Hegelbau, 4. OG)

Inhalt: Die Herausgabe von historische Quellen im Druck und zunehmend in elektronischer Form hat als Grundlage der Geschichtswissenschaft eine lange Tradition. Hier werden Paläographie, Diplomatik, Kodikologie und andere hilfswissenschaftliche Disziplinen zur Anwendung gebracht mit dem Ziel, Quellen, die ansonsten meist nur mit einigem Aufwand zugänglich sind, der wissenschaftlichen Forschung in Form einer historisch-kritischen Ausgabe zur Verfügung zu stellen. Am Beispiel eines lange verschollen geglaubten Nekrologs, das zur Publikation vorbereitet wird, und weiterer mittelalterlicher Quellen werden Grundlagen und Techniken des Edierens erlernt und eingeübt. Auch Teilnehmer, die an eigenen Projekten arbeiten und diese bei Eignung im Rahmen der Veranstaltung vorstellen wollen, sind willkommen.

Literatur:

Leistungsnachweis: 9 ECTS-LP (Hausarbeit oder 4st. Klausur, i.d.R. Referat)

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Exkursionen

Dr. Marco Veronesi
Nürnberg im Spätmittelalter: Architektur, Archäologie, Topographie (Übung mit Exkursion)
2 st., Einführungssitzung: Do, 10.04.2014, 18:00–20:00
Ort: Raum 228 (Hegelbau)
Blockphase: 23.–24.05.2014
Link zum Campus-System

Bemerkungen:

Inhalt: Die Übung steht in enger Verbindung mit dem Proseminar „Nürnberg, Hauptstadt des Reichs?“, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Im Vordergrund der Übung steht die Herrschafts- und Sozialtopographie der Stadt und damit verbundene Themen. Diese sind u.a.: Herrschaft und Burg, Patrizier und ihre Häuser, das Nürnberger Handwerk und die Orte des Handels, die Stadtbefestigung, soziale Einrichtungen wie das Spital, oder die Erschließung des Umlands der Stadt. Die Übung wird zum größeren Teil vor Ort im Rahmen einer zweitägigen Exkursion stattfinden, die Themen sollen also ,am Objekt‘ erläutert und entwickelt werden.

Literatur:

Leistungsnachweis: im Lehramts- und B.A.-Studiengang (Kurzreferat o.ä.) 3 ECTS-LP; mit zusätzlicher Modulprüfung (15min. mündlich oder in Form eines kleinen schriftlichen Beitrags) 4 ECTS-LP im Rahmen der Grundmodule bzw. 3 ECTS-LP als Einzelleistung für den Wahlbereich

Vorlesungen | Repetitorium | Proseminare | Übungen | Hauptseminare | Exkursionen | Kolloquien und Oberseminare

Kolloquien und Oberseminare

Prof. Dr. Ellen Widder
Kolloquium für fortgeschrittene Studierende, ExamenskandidatInnen und DoktorandInnen
2 st., Mo 18:00–20:00
Ort: Raum 201 (Hegelbau)
Beginn: nach Vereinbarung
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Bemerkungen: Nur auf persönliche Einladung.