Lehrveranstaltungen Wintersemester 1999/2000

» Zuletzt aktualisiert: 7. Juni 2006 - 18:30 | Eingetragen: 20. Juni 2005 - 16:08.

Vorlesungen


Prof. Dr. W. Hartmann
Geschichtsschreibung im Mittelalter: von Orosius zu Baronius
2 st., Do 11-13 Uhr
Beginn: 21.10.99
Ort: Keplerstr. 2

Inhalt: In einem nicht nur der zeitlichen Abfolge folgenden Durchgang sollen die wichtigsten Formen und Werke der Historiographie im Mittelalter vorgestellt werden. Der Überblick soll reichen von der ersten christlich geprägten Weltgeschichte des Orosius († nach 416) bis zum 16. Jh., in dem die Magdeburger Zenturiatoren und Caesar Baronius († 1607) die Kirchengeschichte unter konfessionspolemischem Aspekt dargestellt haben. Ein besonderer Wert soll auf die Aussagen zur Absicht des Schreibens der Geschichte bei den Autoren selbst gelegt werden.

Literatur: H. Grundmann, Geschichtsschreibung im Mittelalter (1965); F.-J. Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung (1985); V. Reinhardt (Hg.), Hauptwerke der Geschichtsschreibung (1997).

Prof. Dr. h.c. Dr. Dr. H. Zimmermann
Papstgeschichte und Papstgeschichtsschreibung im Mittelalter
2 st., Mo 14.30-16 Uhr
Beginn: 25.10.99
Ort: Keplerstr. 2

Literatur: H. Zimmermann, Das Papsttum im Mittelalter (UTB 1151) (Ulmer-Verlag, Stuttgart 1981).

HD Dr. L. Körntgen
Grundzüge der englischen Geschichte im Früh- und Hochmittelalter
2 st., Di 14-16 Uhr
Beginn: 26.10.99
Ort: Keplerstr. 2

Inhalt: Die Vorlesung soll zentrale Themen der englischen Geschichte von der angelsächsischen Landnahme bis zur Intensivierung königlicher Herrschaft unter Heinrich II. vorstellen. Neben den Grundzügen der politischen Geschichte werden die kirchliche Entwicklung und die kulturelle Bedeutung des frühmittelalterlichen England im Mittelpunkt stehen.

Literatur: H. Haan/K.-F. Krieger/G. Niedhart, Einführung in die englische Geschichte, 1982; K.-F. Krieger, Von den Anfängen bis zum 15. Jahrhundert (Geschichte Englands, Bd. 1) 1990; The New Cambridge Medieval History, Bd. 2, hg. v. R. McKitterick, 1995.

Prof. Dr. E. Widder
Europa um 1300
2 st., Fr 11-13 Uhr
Beginn: s. Aushang
Ort: Keplerstr. 2

Bemerkungen: In dieser Vorlesung soll versucht werden, einen Überblick über die europäischen Mächte um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert zu geben. Dabei sollen - neben der politischen Geschichte - Grundzüge und Wandlungen von Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im Mittelpunkt stehen.

Literatur: Europa im Hoch- und Spätmittelalter, hg. v. Ferdinand Seibt, Stuttgart 1987 (Handbuch der Europäi-schen Geschichte 2).

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Kolloquien zu Vorlesungen


Prof. Dr. W. Hartmann
Kolloquium zur Vorlesung: Geschichtsschreibung im Mittelalter: von Orosius zu Baronius
1 st., Do 15-16 Uhr
Beginn: 28.10.99
Ort: Raum 221

Inhalt: Im Kolloquium sollen einige zentrale Quellen zur Vorlesung behandelt und ausgewählte Forschungsprobleme diskutiert werden.

Literatur: s. Literatur zur Vorlesung Nr. 3.

HD Dr. L. Körntgen
Kolloquium zur Vorlesung: Grundzüge der englischen Geschichte im Früh- und Hochmittelalter
2 st., Di 18-20 Uhr
Beginn: 28.10.1999
Ort: Raum 221

Inhalt: Das Kolloquium soll die Möglichkeit bieten, einzelne Fragen der Vorlesung zu diskutieren sowie Quellen und Literatur ausführlicher vorzustellen und zu besprechen.

Prof. Dr. E. Widder
Kolloquium zur Vorlesung: Europa um 1300
2 st., Mi 14-16 Uhr, 14-täglich
Beginn: s. Aushang
Ort: Raum 221

Inhalt: Das Kolloquium wendet sich an Studierende aller Semester. Hier sollen die in der Vorlesung behandelten Themen in Diskussion neuerer Forschungsliteratur und in Lektüre ausgewählter Quellen vertieft werden.

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Repetitorien


AkadORat Dr. H. Wunder
Grundzüge der mittelalterlichen Geschichte (Repetitorium und Quelleninterpretation)
2 st., Do 14-16 Uhr
Beginn: 21.10.99
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Besonders für Studierende, die durch die Bearbeitung von Fragen ihre Wissenslücken ausfüllen und dies in gemeinsamer Arbeit, in Diskussion mit anderen und mit anleitender Hilfe tun wollen.

Inhalt: Zur Gewinnung eines Überblicks sollen folgende Schwerpunkte behandelt werden: Übergang Antike-Mittelalter, das germanisch-fränkische Königtum und sein Bündnis mit der Kirche, die Erneuerung des Kaisertums durch Karl den Großen, das Ottonische Reichskirchensystem, Kirchenreform und Investiturstreit, die Politik der Staufer, dazu Sozialstruktur, Lehenswesen, Königswahlen. - Zur Vertiefung des Stoffes werden auch besonders aussagekräftige Quellen (mit Übersetzung) herangezogen und interpretiert.

Literatur: Gebhardt, Hdb. d. dt. Gesch. 1: Mittelalter (9. Aufl. 1970); P. Hilsch, Mittelalter (1989); H. Zimmermann, Das Mittelalter (2. Aufl. 1986-88); K. Bosl, Geschichte des Mittelalters (4. Aufl. 1972); H. Mitteis/H. Lieberich, Deutsche Rechtsgeschichte (18. Aufl. 1988).

Akad.ORat Dr. P. Hilsch
Grundzüge der mittelalterlichen Geschichte I
2 st., Do 16-18 Uhr
Beginn: 21.10.99
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Für alle Studierenden, die sich in gemeinsamer Arbeit und Diskussion einen Überblick über die erste Hälfte der mittelalterlichen Geschichte verschaffen wollen.

Inhalt: Nach einer allgemeinen Übersicht über Periodisierung und historisch-geographische Entwicklung werden die wichtigsten Strukturen der mittelalterlichen Geschichte und die notwendigen Zusammenhänge der Ereignisgeschichte (bis etwa zur Stauferzeit) behandelt.

Literatur: Gebhardt-Handbuch der dtsch. Geschichte, 9.A. 1970. - Dtsch. Geschichte Bd. 1+2 (J. Fleckenstein: Frühmittelalter, 31988; H. Fuhrmann: Hochmittelalter 31993). - H.K. Schulze, Grundstrukturen der Verfassung im MA, 3 Bde, versch. Aufl. 1992-98. - P. Hilsch, Mittelalter (Grundkurs Geschichte 2) 21995.

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Übungen


Prof. Dr. W. Hartmann / PD Dr. G. Schmitz
Die Edition der Falschen Kapitularien des Benedictus Levita (Teil 2)
2 st., Fr 9-11 Uhr
Beginn: 22.10.99
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Übung für alle Semester. - Lateinkenntnisse unabdingbar; paläographische Kenntnisse erwünscht. - Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

Inhalt: Die mit 1723 Kapiteln beeindruckend umfangreiche Sammlung von (Pseudo-)Kapitularien gehört zum Komplex der pseudoisidorischen Fälschungen: den wohl bekanntesten und vielleicht folgenreichsten Fälschungen des Mittelalters. In der Übung wollen wir ausgewählte Probleme dieser Fälschung (Texterstellung; Quellenkritik und Umsetzung in eine Edition) erörtern. Dazu wird auch das Problem der elektronischen Darstellbarkeit gehören.

Literatur: G. Schmitz, Die Neuausgabe der Pseudo-Kapitularien des Benedictus Levita - Ein Musterfall für eine "elektronische Edition"? (mit einer HTML-Demonstration), in: Concilium medii aevi 1 (1998), http://www.cma.d-r.de.

Dr. M. Mersiowsky
Von der Kaiserurkunde zum Mönchsbrief. Vergleichende Diplomatik der Karolingerzeit
2 st., Mi 11-13 Uhr
Beginn: 20.10.99
Ort: Raum 119

Inhalt: In der Übung soll die reiche Vielfalt schriftgestützter Rechtssicherung und Kommunikation in der Karolingerzeit bearbeitet werden (Kaiserurkunden, Kapitularien, Bischofsurkunden, Synodalakten, Traditionsnotizen, Kartulare, Briefe und Verwaltungsschriftgut).

Literatur: Schriftkultur und Reichsverwaltung unter den Karolingern. Referate des Kolloquiums der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften am 17./18. Februar 1994 in Bonn, hg. v. Rudolf Schieffer, Opladen 1996 (Abhandlungen der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften 97).

Dr. K. Görich
Verfahren und Konfliktlösung zur Zeit Friedrich Barbarossas
2 st., Mi 18-20 Uhr
Beginn: 27.10.99
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erforderlich.

Inhalt: Anhand von urkundlichen und historiographischen Quellen sollen verschiedene Verfahren der Konfliktlösung wie gütliche Einigung, Schiedsgericht und Verfahren vor dem Königsgericht untersucht werden.

Prof. Dr. E. Widder
Der herrscherliche Adventus im Spätmittelalter
2 st., Mi 18-20 Uhr
Beginn: s. Aushang
Ort: Raum 119a

Inhalt: Der zeremonielle Empfang des Herrschers soll auf der Basis verschiedener Quellentypen in seinen Grundlagen, Erscheinungsformen und Aussagemöglichkeiten in der Übung behandelt werden.

Literatur: Anna Maria Drabek: Reisen und Reisezeremoniell der römisch-deutschen Herrscher im Spätmittelalter, Wien 1964 (Wiener Disserationen aus dem Gebiete der Geschichte 3).

Dr. P. Rückert / Prof. Dr. W. Schenk
Haus und Hof im Mittelalter und in der frühen Neuzeit.
(zugleich Hauptseminar in Anthropogeographie)
2 st., Do 16-18
Beginn: 21.10.99
Ort: Raum 405

Bemerkungen: Anmeldung im Institut für geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Haus und Hof bilden im Mittelalter und in der frühen Neuzeit die kleinsten Siedlungseinheiten. Sie sind unmittelbar mit den Menschen verbunden, die hier wohnen und wirtschaften, und bieten Einblick in die Privatsphäre und den Wirtschaftsbereich der Agrargesellschaft. Ihre zeitgenössische Ausformung, die Entwicklung und Differenzierung ihrer Funktionen und ihres Aussehens sollen im Rahmen der Kulturlandschaftsgenese Südwestdeutschlands verfolgt und in ihrer Raumstruktur analysiert werden. Die sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergründe ihrer Entwicklung werden großräumig hinterfragt. Aktuelle Probleme und Methoden der historischen Hausforschung und der Denkmalpflege werden an konkreten Beispielen veranschaulicht. Mehrere zeitgenössische Texte sollen gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Die Ergebnisse von Archäologie, Volkskunde und Namenkunde werden miteinbezogen. Damit soll gleichzeitig eine Einführung in die interdisziplinär arbeitende Landeskunde vermittelt werden.

Literatur: Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt. Zur Einführung geeignet: K. Bedal, Historische Hausforschung. Eine Einführung in Arbeitsweise, Begriff und Literatur, 1978; Ulf Dirlmeier (Hg.), Geschichte des Wohnens, Band 2: 500-1800. Hausen-Wohnen-Residieren, Stuttgart 1998.

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Proseminare


Akad.ORat Dr. P. Hilsch
Die Zeit der Ottonen (919-1024)
2 st., 1. Gruppe: Di 10-12 Uhr
2. Gruppe: Fr. 9-11 Uhr
Beginn: 1. Gruppe: 26.10.99 / 2. Gruppe: 22.10.99
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Bitte persönliche Anmeldung in den Sprechstunden. Latinum erforderlich. Besonders Studienanfängern wird der Besuch der begleitenden Übung Nr. 46 empfohlen.

Inhalt: In der Zeit der ottonischen (sächsischen) Herrscherfamilie (919-1024) wandelt sich das ostfränkische zum deutschen Reich. Das relativ starke Königtum beruht u.a. auf dem Reichsgut (incl. Silberbergbau) und der engen Verbindung mit der Reichskirche und äußert sich in der Abwehr der Ungarn, der Italienpolitik, der Gewinnung der Kaiserkrone und in machtpolitischer und missionarischer Expansion nach Osten. Anhand der Quellen soll in Quellenkritik und Interpretation eingeführt werden.

Literatur: H. Beumann, Die Ottonen, 4.A. 1997; E. Hlawitschka, Vom Frankenreich zur Formierung der europäischen Staaten- und Völkergemeinschaft 840-1046, 1986; J. Fried, Die Formierung Europas (840-1046), 1991.

Akad.ORat Dr. H. Wunder
Die Zeit Friedrichs II (1212-1250)
2 st., 1. Gruppe: Di 14-16 Uhr; 2. Gruppe: Mi 14-16 Uhr
Beginn: 1. Gruppe: 26.10.1999; 2. Gruppe: 27.10.99
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Es wird um persönliche Anmeldung in den Sprechstunden gebeten (ab sofort möglich), spätestens Mo. 18.10. und Di 19.10., jeweils 14-16 Uhr (Zi. U 16a, Hegelbau, Untergeschoß). - Der Besuch der begleitenden Übung wird eindringlich empfohlen, s. Nr. 47. - Voraussetzung: Lateinkenntnisse.

Inhalt: Das Jahr 2000 wird nicht nur ein Karlsjahr, sondern auch ein Staufergedenkjahr sein. Vor 750 Jahren, am 13.12.1250, starb nämlich Friedrich II., Sohn eines Staufers und einer normannisch-sizilischen Mutter, dessen Grabmonument im Dom zu Palermo erst vor kurzem im Blickpunkt auch der Bildmedien stand, als 1998 der Sarkophag mit erheblichem technischem und personellem Aufwand und unter spektakulären Umständen geöffnet wurde. In seinem normannischen Erbkönigreich Sizilien gelang ihm der Ausbau eines zentralisierten Beamtenstaates, in Deutschland hingegen verzichtete er endgültig auf wichtige königliche Rechte zugunsten der Reichsfürsten, womit der Zerfall des Reiches in viele weltliche und geistliche Territorien einsetzte. Das deutsche (Wahl-)Königtum diente ihm vor allem als Grundlage für das Kaisertum, das ihm Herrschaftsansprüche auch in Italien ermöglichte, wo er einen kräfteverzehrenden Kampf mit dem Papsttum und den italienischen Städten führte, der schließlich den Untergang der Staufer zur Folge hatte. Ungeachtet der politischen Konflikte hat sich in dieser Zeit eine kulturelle Hochblüte entwickeln können (Kirchen- und Burgenbau, Skulptur und Malerei, mhd. Dichtung u.a.).

Literatur: Gebhardt, Hdb. d. dt. Gesch. 1: Mittelalter (9. Aufl. 1970), §§ 123-147; O. Engels, Die Staufer, Urban-TB 154 (4. Aufl. 1989); E. Kantorowicz, Kaiser Friedrich der Zweite, 2 Bde (1927 bzw. 1931, Ndr. 1964); W. Stürner, Friedrich II., Teil 1: 1194-1220 (1992).

Dr. E. Frauenknecht
Die Goldene Bulle von 1356. Ein "keiserliches rechtbuch"
2 st., Do 9-11 Uhr
Beginn: 21.10.99
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erforderlich. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Die Goldene Bulle von 1356 gilt als Meilenstein in der spätmittelalterlichen Verfassungsgeschichte, ja geradezu als "Reichsgrundgesetz". Die auf zwei Hoftagen in Nürnberg und Metz vereinbarte Urkunde Karls IV. regelte vor allem die Modalitäten bei der Wahl des deutschen Königs und bestimmte den Kreis der Kurfürsten. Die Betrachtung einzelner inhaltlicher Bestimmungen soll in Probleme der spätmittelalterlichen Verfassungsgeschichte einführen; zudem lassen sich an den Aspekten Überlieferung, Textgestalt und Wirkungsgeschichte der Goldenen Bulle exemplarisch methodische Probleme der mittelalterlichen Geschichte aufzeigen.

Literatur: Methodische Einführung: Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (1993). Zum Thema: Bernd-Ulrich Hergemöller, Fürsten, Herren und Städte zu Nürnberg 1355/56. Die Entstehung der "Goldenen Bulle" Karls IV. (1983).

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Übungen zum Grundstudium


Akad.ORat Dr. P. Hilsch
Begleitende Übung zum Proseminar: Die Zeit der Ottonen (919-1024)
2 st., Di 16-18 Uhr
Beginn: 26.10.99
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Für Teilnehmer der Proseminare Nr. 43. Keine Übung im Sinne der Zwischenprüfungsordnung.

Inhalt: In Verbindung mit anstehenden Problemen und Inhalten des Proseminars werden folgende Themen angeboten: Bibliotheksführung, Bibliographieren und Zitieren, Arbeits- und Lehrformen im Geschichtsstudium, das Mittellatein, die Universität Tübingen, einige Historische Hilfswissenschaften (Chronologie, hist. Geographie, Genealogie), Grundbegriffe der Geschichtstheorie.

Literatur: H.W. Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 1993 (utb). Siehe auch allgemeine Literaturliste Mittelalter (bereits erhältlich).
47

Akad.ORat Dr. H. Wunder
Begleitende Übung zum Proseminar: Die Zeit Friedrichs II. (1212-1250)
2 st., Mo 14-16 Uhr
Beginn: 8.11.99
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Für die Teilnehmer des zugehörigen Proseminars, s. Nr. 44.

Inhalt: Die Übung will mit den Technica wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen und Probleme zur Sprache bringen, die mit dem Thema des Proseminars in Zusammenhang stehen und dort nicht oder nur teilweise behandelt werden können. Die Übung ist mit dem Proseminar engstens verknüpft.

Literatur: s. Proseminar und Allgemeine Literaturliste Mittelalter, die bereits jetzt erhältlich ist.

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Hauptseminare


HD Dr. L. Körntgen
Herrschaftsbildung und Christianisierung der Angelsachsen in Bedas Kirchengeschichte
2 st., Mo 14-16 Uhr
Beginn: 18.10.99
Ort: Raum 119a

Inhalt: Der angelsächsische Gelehrte, Theologe und Historiograph Beda Venerabilis ( † 735) hat in seiner Historia ecclesiastica gentis Anglorum eine einzigartige Darstellung und Deutung der angelsächsischen Missionsgeschichte gegeben. Das Seminar soll unter verschiedenen Aspekten der Frage nachgehen, in welcher Weise eine solche dominierende, geradezu monopolartige Darstellung das Geschichtsbild prägt und welche methodischen Möglichkeiten die historische Forschung besitzt, um sich der Suggestionskraft des historiographischen Werkes zu entziehen und das Bild, das der Autor von Ablauf und Zusammenhang der Christianisierung der Angelsachsen bietet, zu überprüfen.

Literatur: B. Colgrave - R.A.B. Mynors (Hg.), Bede's Ecclesiastical History of the English People, 21991; Beda der Ehrwürdige, Kirchengeschichte des englischen Volkes. Übers. v. G. Spitzbart, 21997; J.M. Wallace-Hadrill, Bede's Ecclesiastical history of the English people. A historical commentary, 1988; L.E. v. Padberg, Mission und Christianisierung. Formen und Folgen bei Angelsachsen und Franken im 7. und 8. Jahrhundert, 1995.

Prof. Dr. S. Lorenz / Prof. Dr. B. Scholkmann / Dr. S. Molitor
Schwaben vor 1000 Jahren. Archäologische und schriftliche Quellen
2 st., Do. 16-18 Uhr
Beginn: s. Aushang
Ort: Schloß Hohentübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und
Archäologie des Mittelalters, Übungsraum 212

Bemerkung:

Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Die Jahrtausendwende bietet Anlaß, die Lebenssituation und die Lebensbedingungen der Menschen im südwestdeutschen Raum in der Zeit um 1000 (d.h. im 10. und 11. Jahrhundert) zu untersuchen. In der Lehrveranstaltung soll nicht nur der gegenwärtige Wissens- und Forschungsstand hierzu aufgrund der archäologischen und schriftlichen Überlieferung interdisziplinär thematisiert werden, sondern es sollen auch Perspektiven und Fragestellungen zukünftiger Forschungsfelder erarbeitet werden.
Es sollen nicht nur die Strukturen von Herrschaft und Verwaltung thematisiert werden, sondern das Seminar ist auch ausgerichtet auf die Siedlungsstrukturen, die Siedlungstypen (ländliche Siedlungen, Burgen und Pfalzen, frühstädtische Siedlungen), die Sakralanlagen (Kirchen und Klöster) und die materielle Kultur unter Aspekten von Alltag und Wirtschaftsleben.

Prof. Dr. E. Widder
Heinrich VII. (1278/79-1313)
2 st., Do 18-20 Uhr
Beginn: s. Aushang
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Anmeldung in der Sprechstunde oder im Sekretariat, Zi. 214.

Inhalt: Heinrich VII. (1278/79-1313) ist - wenn überhaupt - durch seinen spektakulären Italienzug bekannt. Darum soll es in diesem Hauptseminar jedoch nicht zentral gehen. Stattdessen soll seine Herrschaft dazu dienen, in exemplarischer Form Probleme von König und Reich, Kirche und Gesellschaft um die Wende vom 13. zum 14. Jahr-hundert im europäischen Kontext aufzuarbeiten.

Literatur: Carl D. Dietmar: Heinrich VII., Graf von Luxemburg, römischer König und Kaiser, in: Balduin von Luxemburg. Erzbischof von Trier - Kurfürst des Reiches, 1285-1354, hg. v. Franz-Josef Heyen, Mainz 1985 (Quellen und Abhandlungen zur mittel-rheinischen Kirchengeschichte 53), S. 43-53; Winfried Reichert: Landesherrschaft zwischen Reich und Frankreich. Verfassung, Wirtschaft und Territorialpolitik in der Graf-schaft Luxemburg von der Mitte des 13. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts, 2 Bde., Trier 1991 (Trierer Historische Forschungen 24).

Prof. Dr. W. Hartmann / Prof. Dr. S. Lorenz / Dr. M. Klein
Geschichtsschreibung im deutschen Südwesten in Spätmittelalter und Früher Neuzeit
2 st., Di 16-18 Uhr
Beginn: 19.10.99
Ort: s. Aushang

Inhalt: In diesem Seminar wollen wir uns exemplarisch mit einigen Geschichtswerken des Spätmittelalters und der Frühneuzeit aus dem südwestdeutschen Raum beschäftigen, die bisher noch wenig erforscht sind. Die Veranstaltung dient der Vorbereitung auf ein größeres Projekt zur Untersuchung der Historiographie in Südwestdeutschland.

Literatur: Eine Übersicht über die Geschichtsschreibung von Südwestdeutschland liegt nicht vor. Eine Hinführung zur Historiographie Altwürttembergs bietet: Michael Klein, Zur Entwicklung der Geschichtsschreibung von Württemberg, in: Werner Buchholz (Hg.), Landesgeschichte in Deutschland. Bestandsaufnahme - Analyse - Perspektiven (Paderborn 1998) S. 225-255. - In der ersten Sitzung wird eine eingehendere Literaturliste verteilt.

Prof. Dr. S. Lorenz / Dr. A. Schmauder
Quellen, Methoden und Ziele der Stadtgeschichtsforschung
2 st., Do 18-20
Beginn: 28.10.99
Ort: Raum 405

Bemerkung: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Seit der zunehmenden Hinwendung der Geschichtswissenschaft zur Mikro-Historie hat die Stadtgeschichtsforschung in der Landesgeschichte einen regelrechten Boom erlebt. Das Seminar beschäftigt sich mit Quellen und Methoden zur Erforschung von Verfassungs-, Rechts-, Sozial- und Wirtschaftsstrukturen der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt vornehmlich im südwestdeutschen Raum. Der Besuch eines Stadtarchivs ist dabei ebenso vorgesehen wie die Mitarbeit an stadtgeschichtlichen Forschungsprojekten des Instituts.

Literatur: Die Alte Stadt, Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie und Denkmalpflege; E. Ennen, Die europäische Stadt des Mittelalters, 3. A. Göttingen 1979; K. Gerteis, Die deutschen Städte in der frühen Neuzeit, Darmstadt 1986; E. Isenmann, Die deutsche Stadt im Spätmittelalter 1250-1500, Stuttgart 1988; S. Lorenz, Staufische Stadtgründungen in Südwestdeutschland, in: Staufische Stadtgründungen am Oberrhein, Oberrheinische Studien 15, Sigmaringen 1998, S. 235-272.

Prof. Dr. S. Lorenz / O. Auge / K. Laschewski
Handel, Handwerk, Alltag am Oberrhein (14.-16. Jh.)
2 st., Fr. 10-12 Uhr
Beginn: 22.10.99
Ort: Raum 405

Bemerkung: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Das Seminar dient der Vorbereitung der vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe ausgerichteten Landesausstellung 2001, die von einem zweibändigen Begleitbuch flankiert wird. Gemeinsam mit der Freiburger Landesgeschichte ist ein thematisch aufgebauter Aufsatzband zur Ausstellung vollständig zu erarbeiten. Zudem müssen zahlreiche Artikel und Exponatbeschreibungen für den Katalogband geschrieben werden.

Im Einzelfall wird von den Seminarteilnehmer die Bereitschaft erwartet, sich zu eigenständigen Archivrecherchen anleiten zu lassen.

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Für Fortgeschrittene


Prof. Dr. W. Hartmann / Prof. Dr. E. Widder
Kolloquium für Doktoranden, Magistranden und Examenskandidaten
1 st., nach Vereinbarung
Beginn: nach Vereinbarung
Ort: nach Vereinbarung

Prof. Dr. S. Lorenz
Oberseminar für Examenskandiaten, Doktoranden und Fortgeschrittene
2 st., nach Vereinbarung

Professoren Dr. P.Godman / Dr. W. Hartmann /
Dr. C. Huber / Dr. S. Lorenz / Dr. A. Schindling /
Dr. B. Wachinger / Dr. G. Wieland
Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium
"Ars und Scientia im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit"
2 st., s. Aushang
Ort: s. Aushang