Lehrveranstaltungen Sommersemester 2001

» Zuletzt aktualisiert: 14. September 2007 - 15:20 | Eingetragen: 20. Juni 2005 - 22:18.


Vorlesungen


Prof. Dr. E. Widder
Die Entstehung Europas
2 st., Do 11-13 Uhr
Beginn: s. Aushang
Ort: HS Keplerstr. 2


Inhalt: Die Vorlesung hat sich zum Ziel gesetzt, den für die europäische Geschichte grundlegenden Wandel von der mittelmeerisch zentrierten Kultur der Spätantike zu den Herrschaftsgebilden, die im Zuge des Früh- und Hochmittelalters Europa grundlegen werden, zu schildern. Dabei werden sowohl die während der Zeit der sogenannten Völkerwanderung sich ausbildenden, bald bereits wieder untergegangenen Strukturen germanischer und anderer Stämme wie die Transformation der ehemals römischen Herrschaftsgebiete wie auch die auf längere Sicht erfolgreichen Herrschaftsbildungen der Franken behandelt, die schließlich zur 'Geburt Europas' führten.

Literatur: Walter Pohl: Die Germanen, München 2000 (Enzyklopädie deutscher Geschichte 57); Die Franken. Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben, 2 Bde., hg. v. Alfried Wieczorek u.a., Mainz 1996.




Prof. Dr. W. Hartmann
Papsttum und Kirche im Hochmittelalter (von Leo IX. bis zu Innozenz III.)
2 st., Fr 11-13
Beginn: 04.05.2001
Ort: HS Keplerstr. 2


Inhalt: Neben der Herausbildung des römischen Zentralismus ist die Kirche in der behandelten Epoche vor allem durch das Aufkommen und die Verbreitung von religiösen Bewegungen gekennzeichnet. Ihren verschiedenen Formen als neue Mönchsorden (Zisterzienser, Prämonstratenser, Franziskaner) sowie als häretische Bewegungen (Katharer, Waldenser) soll das Hauptinteresse der Vorlesung gelten.

Literatur: Johannes Haller, Das Papsttum: Idee und Wirklichkeit, 5 Bde, Stuttgart (1950/1962); Bernhard Schimmelpfennig, Das Papsttum: von der Antike bis zur Renaissance, Darmstadt (1996); Ian S. Robinson, The papacy 1073-1198 (1990); Malcolm Lambert, Medieval Heresy (21992).




Prof. Dr. S. Lorenz
Südwestdeutschland im Zeithorizont der Staufer (11.-13. Jahrhundert)
2 st., Mi 16-18
Beginn: 25.04.2001
Ort: HS Keplerstr. 2

Inhalt: Neben einem Überblick zur Geschichte der Staufer stehen die Erscheinungsformen, Strukturen und Entwicklungslinien der hochmittelalterlichen Wirtschafts-, Sozial-, Verfassungs- und Bildungsgeschichte im Blickpunkt der Vorlesung. Das besondere Augenmerk gilt jenem Prozeß, in dessen Verlauf sich unter mannigfachen Kämpfen und Krisen auch in Südwestdeutschland eine städtisch geprägte Lebenswelt aus der feudalen Agrargesellschaft herauszulösen begann, die fortan immer stärker das Erscheinungsbild des Abendlandes charakterisieren sollte.




PD Dr. K. Görich
Kaiser Friedrich II.
2 st., Mo 14-16
Beginn: 30.04.2001
Ort: HS Keplerstr. 2

Inhalt: Kaiser Friedrich II. forderte seine Zeitgenossen zu denkbar gegensätzlichen Urteilen heraus - und weder seine Anhänger noch seine Gegner wollten zunächst glauben, daß er 1250 tatsächlich gestorben ist. Falsche Friedriche tauchten auf, und es entstand die Sage vom Kaiser, der in einen Berg entrückt worden ist. - Die Vorlesung gilt der Zeit Friedrichs II.; dabei sollen Züge der Person erkennbar, aber auch die Schwierigkeiten einer biographischen Annäherung thematisiert werden.

Literatur: Wolfgang Stürner, Friedrich II., 2 Bde. Darmstadt 1992-2000.




PD Dr. P. Hilsch, Akad.ORat
Ausgewählte Kapitel zur Sozialgeschichte des Mittelalters
2 st., Do 16-18
Beginn: 26.04.2001
Ort: HS Keplerstr. 2

Inhalt: Die Rolle und Entwicklung wichtiger Bevölkerungsschichten in der mittelalterlichen Gesellschaft (Adel, Freie und Unfreie, Ministerialität und Rittertum, Bauernstand, Stadtbürger, Juden) soll, jeweils auch mit Blick auf die Frauen, in einer Kombination von chronologischem und systematischem Vorgehen behandelt werden.

Literatur: Da keine geeignete Gesamtdarstellung des Themas vorhanden ist, sei auf die einschlägigen Artikel des Lexikons des Mittelalters mit weiterführender Literatur verwiesen.



Repetitorium



Dr. E. Frauenknecht
Grundzüge der Geschichte des Mittelalters II: Das Spätmittelalter (1250-1500)
2 st., Do 16-18
Beginn: 26.04.2001
Ort: Raum: 228

Inhalt: Das Repetitorium behandelt wichtige strukturelle Grundprobleme vornehmlich der deutschen Geschichte des späten Mittelalters: das Verhältnis von König, Reich und Territorien; die spätmittelalterliche Stadt; Wirtschaft und Handel (am Beispiel der Hanse); Kirche und Frömmigkeit. - Lektüre und Interpretation wichtiger Quellentexte (mit Übersetzung) ergänzen den thematischen Überblick.

Literatur: Peter Hilsch, Mittelalter. Grundkurs Geschichte 2 (2. Aufl. 1995); Peter Moraw, Von offener Verfassung zu gestalteter Verdichtung. Das Reich im späten Mittelalter 1250 bis 1490 (1989); Ernst Schubert, Einführung in die deutsche Geschichte im Spätmittelalter (2. aktualisierte Aufl. 1998).




Übungen


Dr. P. Rückert
Einführung in die historische Ökologie des Mittelalters
2 st., Do 16-18
Beginn: 03.05.2001
Ort: Raum 405

Bemerkungen: Anmeldung am Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Als Teildisziplin der historischen Forschung hat sich die "Umweltgeschichte" in den letzten Jahren deutlich profiliert. Das gewachsene Interesse an der Umweltforschung verbunden mit dem Erklärungsbedarf aktueller ökologischer Krisen und Umweltkatastrophen verlangen nach historischer Interpretation und der kleinräumigen Rekonstruktion früherer "Umwelten". Anhand konkreter Beispiele aus Südwestdeutschland werden Methoden, Fragestellungen und Probleme historischer Umweltforschung vorgestellt. Dabei soll auch das Bewußtsein der Zeitgenossen für ihre Umwelt hinterfragt werden. Einzelne Komponenten mittelalterlicher Umwelten wie Klima/Vegetation, Wald/Feld, Dorf/Stadt usw. werden vergleichend herausgearbeitet. Mehrere zeitgenössische Texte sollen gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Die Ergebnisse von Archäologie, Geographie und Namenkunde werden miteinbezogen. Damit soll gleichzeitig eine Einführung in die interdisziplinär arbeitende Landeskunde vermittelt werden.

Literatur: Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt. Zur Einführung geeignet: H. Jäger, Einführung in die Umweltgeschichte, Darmstadt 1994.




PD Dr. G. Schmitz
Der Bischof und seine Priester. Aspekte der Diözesanverwaltung im früheren Mittelalter
2 st., Fr 9-11
Beginn: 27.04.2001
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Anmeldung online. Lateinkenntnisse erforderlich.

Inhalt: Die kirchlichen Organisationsformen waren den "staatlichen" während des frühen und hohen Mittelalters qualitativ erheblich überlegen. Dem Bischof als Leiter der Administration oblag auch die ordnungsgemäße Verwaltung der Bistumsgüter und natürlich auch die Überwachung des Klerus. In der Übung soll sehr quellennah diesem Aufgabenbereich nachgespürt werden. Insbesondere wird uns eine Schrift interessieren, die "Über kriminelle Priester" betitelt ist und aus der Feder des Erzbischofs Hinkmar von Reims (845-882) stammt.

Literatur: Martina Stratmann, Hinkmar von Reims als Verwalter von Bistum und Kirchenprovinz (Quellen und Forschungen zum Recht im Mittelalter 6, 1991).




Laure Verdon, Maître de conférences (Aix-en-Provence)
Histoire de la Méditerranée au Moyen-Age. Structures sociales, économie et mentalités des pays des rives nord de la Méditerranée du XIè au XVè siècle (monde musulman exclu)
Kompaktübung
1st., Mi 9-13
27.06.-18.07.2001
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Anmeldung online oder im Sekretariat der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Zi 214.

Inhalt: Ce cours, illustré par le commentaire de documents de différentes natures (textes, iconographie, archéologie), s'attachera à décrire et expliquer les principaux traits des sociétés méditerranéennes au Moyen Age central. On soulignera plus particulièrement leurs caractéristiques (présence et rôle de minorités religieuses, contacts et frontières entre Chrétienté et pays d'Islam, structures féodales et seigneuriales, institutions urbaines ...) replacés dans le contexte plus large de l'essor occidental: mutation des structures politiques au tournant du XIè siècle (i.e. débat historiographique sur la "mutation de l'An Mil"), croissance démographique et économique et ses répercussions, expansion commerciale et coloniale en Méditerranée.

Literatur: Cadres généraux: G.Jehel, La Méditerranée médiévale de 350 à 1450; Paris 1992; The New Cambridge medieval history, vol. 4 et 5, Cambridge 1999; J.-P.Delumeau, L'Italie au Moyen Age, Paris 2000; D. Menjot, Les Espagnes médiévales (409-1474), Paris, 1996; *points particuliers: M.Balard et A.Ducellier (dir.), Le partage du monde; échanges et colonisation dans la Méditerranée médiévale (recueil d'articles), 1985; J.Vernet, Ce que la culture doit aux Arabes d'Espagne, 1985, (ND 2000); D.Abulafia, Frederick II. A medieval emperor, London 1988.




Dr. M. Mersiowsky
Geschäftsschriftgut im Spätmittelalter
2 st., Mi 11-13
Beginn: 25.04.2001
Ort: Raum 119

Bemerkungen: Übung für alle Semester.

Inhalt: Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts entwickeln sich verschiedene Formen des Geschäftsschriftgutes. Dieses für das Spätmittelalter typische Phänomen wird weder von der auf früh- und hochmittelalterliche Verhältnisse fixierten Diplomatik noch von der von der Neuzeit ausgehenden Aktenkunde adäquat erfaßt. In dieser Übung sollen die Studierenden in die reiche Vielfalt spätmittelalterlichen Geschäftsschriftgutes (Lehnbücher, Register, Kopiare, Urbare, Rechnungen, Inventare, käufmännische Buchführung) eingeführt werden. Eine Exkursion ist vorgesehen.

Literatur: Hans Patze: Neue Typen des Geschäftsschriftgutes im 14. Jahrhundert, in: Der deutsche Territorialstaat im 14. Jahrhundert, hg. v. dems., Sigmaringen 1970 (Vorträge und Forschungen 13), S. 9-64; Mark Mersiowsky: Die Anfänge territorialer Rechnungslegung im deutschen Nordwesten. Spätmittelalterliche Rechnungen, Verwaltungspraxis, Hof und Territorium, Stuttgart 2000 (Residenzenforschung 9); Fränkische Urbare, bearb. v. Enno Bünz u.a., Neustadt a.d. Aisch 1998.


Kolloquium


Prof. Dr. E. Widder
Kolloquium zur Vorlesung: Die Entstehung Europas
1 st., Mi 14-16 Uhr, 14-täglich
Beginn: s. Aushang
Ort: Raum 221

Inhalt: Das Kolloquium wendet sich an Studierende aller Semester. Hier sollen die in der Vorlesung behandelten Themen in Diskussion neuerer Forschungsliteratur und in Lektüre ausgewählter Quellen vertieft werden.




Prof. Dr. W. Hartmann
Kolloquium zur Vorlesung: Papsttum und Kirche im Hochmittelalter (von Leo IX. bis zu Innozenz III.)
1 st., Fr 14-16, 14-täglich
Beginn: 11.05.2001
Ort: Raum 119

Inhalt: Im Kolloquium sollen Quellen, Forschungsliteratur und einzelne Probleme, die in der Vorlesung nur knapp angesprochen werden konnten, eingehend diskutiert werden.



Proseminare


Prof. Dr. W. Hartmann
Die Entstehung des deutschen Reiches
2 st., Do 16-18:30
Beginn: 03.05.2001
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erforderlich. Persönliche Anmeldung in der Sprechstunde donnerstags, 10-12 Uhr oder mit unserem Online-Formular. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet.
Die Vorbesprechung findet am Mo. 23.04. um 13:00 Uhr c.t. in Raum228 statt.
Das Proseminar ist leider belegt. Bitte melden Sie sich bei einem der anderen Proseminare an.

Inhalt: Die Frage nach dem Zeitpunkt oder dem Zeitabschnitt, in dem das deutsche Reich "entstanden" ist, ist in der Forschung seit langem umstritten. Anhand dieses wichtigen Themas sollen die Anfänger in die Quellen des 9.-11. Jahrhunderts, in die Forschungsgeschichte und in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt werden.

Literatur: H.-W. Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter (22000); J. Ehlers, Die Entstehung des deutschen Reiches (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 31, 1994).




PD Dr. P. Hilsch, Akad.ORat
Ketzer und Inquisition im hohen und späten Mittelalter
2 st., 1. Gruppe: Di 10-12 2. Gruppe: Fr 9-11
Beginn: 24./27.04.2001
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erforderlich. Bitte persönliche Anmeldung in den Sprechstunden. Besonders den Studienanfängern wird der Besuch der begleitenden Übung empfohlen.
Das Proseminar und die begleitende Übung sind leider belegt. Bitte melden Sie sich bei einem der anderen Proseminare an.

Inhalt: Ketzer nannte man seit dem 13. Jh. alle nach Meinung der Kirche vom Glauben Abgefallenen; sie selbst hielten sich für die besseren Christen. Behandelt werden vor allem die Katharer und Waldenser (seit dem 12./13. Jh.) und die Auseinandersetzung der Kirche mit ihnen (Ketzerkreuzzüge und Inquisition).

Literatur: H. Grundmann, Ketzergesch. des Mittelalters. Sonderdruck aus: Die Kirche in ihrer Geschichte 2, Lfg. G., 31978.; A. Patschovsky, Häresie. In: LexMA 4 (1989) Sp.1933-37 (mit Lit.); W. Trusen, Vom Inquisitionsverfahren zum Ketzer und Hexenprozeß (Festschrift P. Mikat) 1989, S. 435-450.


Begleitende Übung zum Proseminar:

PD Dr. P. Hilsch, Akad.ORat
Begleitende Übung zum Proseminar: Ketzer und Inquisition im hohen und späten Mittelalter
2 st., Di 16-18
Beginn: 08.05.2001
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Für Teilnehmer des Proseminars ,Ketzer und Inquisition'. Keine Übung im Sinne der Zwischenprüfungsordnung.
Das Proseminar und die begleitende Übung sind leider belegt. Bitte melden Sie sich bei einem der anderen Proseminare an.

Inhalt: In Verbindung mit anstehenden Inhalten und Problemen des Proseminars werden folgende Themen angeboten: Bibliotheksführung, Bibliographieren und Zitieren, Arbeits- u. Lehrformen im Geschichtsstudium, das Mittellatein, einige historische Hilfswissenschaften, Grundbegriffe der Geschichtstheorie u.a.

Literatur: H.-W. Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 2. Aufl. 2000 (utb). Siehe auch die Allgemeine Literaturliste Mittelalter, die bereits erhältlich ist.



PD Dr. K. Görich
Königtum im 14. Jahrhundert
2 st., Mi 18-20
Beginn: 25.04.2001
Ort: Raum 119a

Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erforderlich. Bitte persönliche Anmeldung in der Sprechstunde (Montag, 17-18 Uhr, Zi 211), ab sofort möglich. Jetzt auch mit Online-Anmeldung. Das Seminar wird voraussichtlich von einem Tutorium begleitet.

Inhalt: Mit Heinrich VII. (1308-1313) gelangte erstmals ein "Luxemburger" auf den deutschen Königs-, dann auf den Kaiserthron. Der Handlungsspielraum der Luxemburger wurde eröffnet und begrenzt durch die Hinzugewinnung des böhmischen Königreichs, durch konfliktträchtige Interventionen in Italien und das spannungsvolle Verhältnis zu den deutschen Fürsten. Ein besonderer Akzent der Veranstaltung gilt dem Übergang der Herrschaft von Heinrich VII. auf Ludwig den Bayern und den Konsequenzen für Johann von Böhmen, der als Kaisersohn nicht einmal deutscher König, seinen Zeitgenossen jedoch zur Verkörperung des idealen Ritters wurde.

Literatur: Zur Einführung Jörg K. Hoensch, Die Luxemburger (Kohlhammer-Urban-Taschenbücher 407).




Laure Verdon, Maître de conférences (Aix-en-Provence)
Histoire de la Méditerranée au Moyen-Age. Structures sociales, économie et mentalités des pays des rives nord de la Méditerranée du XIè au XVè siècle (monde musulman exclu) (Kompaktseminar mit obligatorischer deutschsprachiger Propädeutikübung)
2 st., Mi 9-11 (23.05.-20.06, Propädeutikübung)
bzw. Mi 9-13 (27.06.-18.07.2001, Seminarphase)
Ort: Raum 221

Bemerkungen: Anmeldung online oder im Sekretariat der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Zi 214.

Inhalt: Ce cours, illustré par le commentaire de documents de différentes natures (textes, iconographie, archéologie), s'attachera à décrire et expliquer les principaux traits des sociétés méditerranéennes au Moyen Age central. On soulignera plus particulièrement leurs caractéristiques (présence et rôle de minorités religieuses, contacts et frontières entre Chrétienté et pays d'Islam, structures féodales et seigneuriales, institutions urbaines ...) replacés dans le contexte plus large de l'essor occidental: mutation des structures politiques au tournant du XIè siècle (i.e. débat historiographique sur la "mutation de l'An Mil"), croissance démographique et économique et ses répercussions, expansion commerciale et coloniale en Méditerranée.

Literatur: Cadres généraux: G.Jehel, La Méditerranée médiévale de 350 à 1450; Paris 1992; The New Cambridge medieval history, vol. 4 et 5, Cambridge 1999; J.-P.Delumeau, L'Italie au Moyen Age, Paris 2000; D. Menjot, Les Espagnes médiévales (409-1474), Paris, 1996; *points particuliers: M.Balard et A.Ducellier (dir.), Le partage du monde; échanges et colonisation dans la Méditerranée médiévale (recueil d'articles), 1985; J.Vernet, Ce que la culture doit aux Arabes d'Espagne, 1985, (ND 2000); D.Abulafia, Frederick II. A medieval emperor, London 1988.



Hauptseminare


Prof. Dr. E. Widder
Die Merowinger
2 st., Di 16-18
Beginn: s. Aushang
Ort: Raum 228

Bemerkungen: Anmeldung online oder im Sekretariat der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Zi 214.

Inhalt: Im Mittelpunkt des Hauptseminars steht die Entwicklung der unter dem Geschlecht der Merowinger entstandenen Reichsbildungen vom 5. bis zum 8. Jahrhundert. Dabei soll es um Strukturen und Wesen frühmittelalterlicher Herrschaft, um die Frage von gentilen und spätantiken Elementen sowie um die Veränderung von Herrschaft und Verwaltung im Sinne einer Transformierung der Spätantike gehen. Komplexe und regional sehr unterschiedlich verlaufende Entwicklungs- und Ausgleichsprozesse führten vom germanischen Stammesverband und einer römischen Heereseinheit schließlich zum Reich der Franken, welches an die Karolinger überging und damit prägend für die europäische Geschichte wurde.

Literatur: Patrick J. Geary: Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, München 1996; Reinhard Schneider: Das Frankenreich, 2. Aufl. München 1990 (Oldenbourg-Grundriß der Geschichte 5); Die Franken. Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben, 2 Bde., hg. v. Alfried Wieczorek u. a., Mainz 1996.




Prof. Dr. W. Hartmann
Religiöse Bewegungen im 12. Jahrhundert
2 st., Mi 16-18
Beginn: 02.05.2001
Ort: Raum 119a

Bemerkungen: Anmeldung online oder im Sekretariat der Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Zi 214.
Eine Liste mit möglichen Referatsthemen ist im Sekretariat erhältlich

Inhalt: Nicht nur die häretischen Bewegungen des 12. Jahrhunderts (wie die Katharer und die Waldenser), sondern auch die religiösen Bewegungen innerhalb der Kirche dieser Zeit (wie die Armutsbewegung) sollen anhand der Quellen und der reichen Forschungsliteratur betrachtet werden. Vor allem soll es um die Frage gehen, ob es berechtigt ist, die innerkirchlichen und die kirchenfeindlichen Bewegungen gleichermaßen als Ausdruck der religiösen Unruhe ihrer Zeit zu erfassen.

Literatur: Zisterzienser: K.Elm u.a., Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit (1981); Waldenser: Kurt-Viktor Selge, Die ersten Waldenser, 2 Bde (1967); Katharer: Malcolm Lambert, The Cathars (1998); Arno Borst, Die Katharer (1953 u.ö.); Armutsbewegung: Ernst Werner, Pauperes Christi (1956).




Prof. Dr. S. Lorenz / Dr. A. Schmauder
Oberschwaben im Spätmittelalter
2 st., Do 16-18
Beginn: 26.04.2001
Ort: Raum U 15

Bemerkungen: Anmeldung im Institut für Geschichtliche Landeskunde.

Inhalt: Oberschwaben, diese vielgliedrige Adels-, Kloster- und Städtelandschaft zwischen Donau und Bodensee, wird immer wieder als Abbild des Reichs im Kleinen bezeichnet. Seine Prägung erfuhr es durch die Welfen, Staufer und Habsburger. Das Hauptseminar beschäftigt sich neben den Habsburgern vor allem mit der sozialen, wirtschaftlichen und verfassungsrechtlichen Bedeutung von Adel, Reichsstädten und Reichsklöstern sowie deren Bürgern und Untertanen im spätmittelalterlichen Oberschwaben.
<br /> Literatur: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte, Bde. 1,2 und 2, hg. von Meinrad Schaab und Hansmartin Schwarzmaier, Stuttgart 1995/2000; Oberschwaben, hg. von Hans-Georg Wehling (Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württemberg 24), Stuttgart 1995.



Für Fortgeschrittene



Prof. Dr. W. Hartmann / Prof. Dr. E. Widder
Kolloquium für Doktoranden, Magistranden und Examenskandidaten
1 st., nach Vereinbarung
Ort wird in den Einladungen bekanntgegeben.

Bemerkungen: nur auf persönliche Einladung.




Prof. Dr. E. Widder
Oberseminar: Ausgewählte Probleme der spätmittelalterlichen Verfassungsgeschichte
2 st., Do 16-18
Beginn: s. Aushang
Ort: Raum 119a

Bemerkungen: Es ergeht dazu eine besondere Einladung.

Inhalt: Das Kolloquium wendet sich an fortgeschrittene Studierende der Geschichtswissenschaft. Gemeinsam sollen Forschungsprobleme spätmittelalterlicher Verfassungsgeschichte behandelt und diskutiert werden.




Prof. Dr. I. Eberl
Kirche und Religion als Faktor der 'Modernisierung' im mittelalterlichen Europa. Das Beispiel der geistlichen Herrschaften und Institutionen


Bemerkungen: Kolloquium nur auf Einladung.

Sitzungen: Dienstag, 13.3. bis Freitag, 16.3.2001 oder: Dienstag, 20.3. bis Freitag, 23.3.2001 in Wildbad-Kreuth; Freitag, 4.5. bis Sonntag, 6.5.2001 und Donnerstag, 12.7. bis Sonntag, 15.7.2001.

Ort und Uhrzeiten s. Einladungen.




Prof. Dres. P.Godman / W. Hartmann / C. Huber / U. Köpf / S. Lorenz / A. Schindling / J. Schröder / B. Wachinger / G. Wieland
Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium
"Ars und Scientia im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit"
2 st., Di 18-20
Ort: s. Aushang